Unbeantwortete Themen | Aktive Themen Aktuelle Zeit: Sa Dez 16, 2017 1:15 pm



Auf das Thema antworten  [ 38 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3  Nächste
 236 | Fan-Fiction! 
Autor Nachricht
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Benutzeravatar

Registriert: Di Jan 27, 2015 12:47 pm
Beiträge: 1294
Wohnort: Teneriffa
Beitrag Re: 236 | Fan-Fiction!
Fortsetzung von Kater Karlos neuem Tripod Buch:

Neben unserer Propagandatätigkeit lauten wir Lebensmittel für den eigenen Bedarf und Geld zur Unterstützung der freien Menschen. Ich kannte kein anderes Leben als dieses. Meine Großeltern hatten schonzu den wenigen freien Menschen gehört die sich nach der Ankunft der Dreibeiner versteckt hatten. Meine Eltern lernten sich dort oben in den weissen Bergen kennen und auch ich wurde dort geboren. Damit unterschied sich mein Leben von fast allen anderen. Diese göttliche Verehrung der Tripoden...für mich unvorstellbar. Das Leben in den Bergen war sehr hart gewesen...Hunger...und oft Hoffnungslosigkeit quälten uns. Bis vor einigen Jahren ein Mann mit Namen Julius die Organisation Übernahme. Seid dem hatten wir Fortschritte gemacht. Was sowohl die Anzahl der freien Menschen, deren Versorgung und den Versuch anging altes Wissen neu zu entdecken. Vorallen waren wir aktiv geworden, versteckten uns nicht nur sondern begannen nach und nach immer grosse Teile Europas von Agenten bereisen zu lassen. Selbst ins ferne England sollte demnächst einer von uns reisen.Aus ich war ein Agent geworden...teils weil ich dass Leben in den weissen Bergen oft langweilig fand...teils weil meine Wut auf die Tripods im Laufe der Jahre immer grosser Wurde und ich nicht einfach abwarten wollte. Unsere Aktionen hatten mir Genugtuung verschafft , jede ein klitzekleiner Sieg gegen ein über mächtigen Gegner. Wenn ich auch in nachdenklichen Momenten zweifelte ob wir wirklich etwas ausrichten könnten. Aber jeder den wir vor der Weihe bewahren konnten war die Sache wert. Nur...erwischen durfte man sich nicht. Unsere Aktivitäten hatten die Aufmerksamkeit der Garde geweckt. Sie hatte Verstärkungen geholt...und heute Nacht uns beim Parolenpinseln auf Hauswänden erwischt.

Mein Atmen ging rasselnd...ich...konnte nicht mehr....Aber das Wiehern eines Pferdes lief mich zusammen zucken. "Hey du....Rebell....bleib sofort stehen" Der Reiter brach hinter einem Gebüsch hervor. Ein Gardist...was auch sonst? "Endlich haben wir euch...ihr verdammten Aufrührer"


Fr Feb 27, 2015 7:37 pm
Profil
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Benutzeravatar

Registriert: Di Jan 27, 2015 12:47 pm
Beiträge: 1294
Wohnort: Teneriffa
Beitrag Re: 236 | Fan-Fiction!
Neue Fortsetzung von Kater Karlos Tripod Buch:

Ein weiterer erschien hinter ihn...auf einen grossen schwarzen Pferd. Dieses passte farblich gut zu seiner schwarzen Uniform...wie es mir absurderweise durch den Kopf schoss. Beiden zogen einen Kreis um mich...näherten sich. Mein Herz schlug mir bis zum Hals...das war es dann wohl... Morgen früh würde auch ich ein Diener der Tripods sein? Zögernd griff ich zum Messer was ich an meinem Gürtel trug... "Mach blos keine Dummheiten...sonst..." herrschte mich einer der Männer an. Er hob drohend seinen Knüppel...näherte sich mir... Ich wich zurück...aber entkommen war unmöglich. Da plötzlich...ein Schrei... Ein Pfeil steckte in seinem linken Oberarm. Eine Stimme von den Bäumen rief..."Macht bloß das ihr weg kommt...wir haben euch eingekreist". Die Gardisten starrte in die Richtung der Stimme, kurz einander an, dann gaben sie ihren Pferden die Sporen.


Fr Feb 27, 2015 8:31 pm
Profil
Neuling

Registriert: Fr Feb 27, 2015 8:41 pm
Beiträge: 3
Beitrag Re: 236 | Fan-Fiction!
Ein erster Entwurf...mal sehen ob er Anklang findet


Fr Feb 27, 2015 10:58 pm
Profil
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Benutzeravatar

Registriert: Di Jan 27, 2015 12:47 pm
Beiträge: 1294
Wohnort: Teneriffa
Beitrag Re: 236 | Fan-Fiction!
Ich habe schon alles gelesen, schreibe bitte weiter!


Fr Feb 27, 2015 11:00 pm
Profil
Freier Mensch
Freier Mensch
Benutzeravatar

Registriert: Mo Mär 22, 2004 12:41 am
Beiträge: 9561
Wohnort: Hechingen
Beitrag Re: 236 | Fan-Fiction!
KaterKarlo hat geschrieben:
Ein erster Entwurf...mal sehen ob er Anklang findet

Wie weit biste den schon? Wirste es als 'Ein Buch' rausbringen, oder eher 'Kapitelweise'? Wir können dir hier gerne Speicherplatz freigeben, das du dein Buch online stellen kannst, das es sich jeder herunterladen kann.

_________________
SPENDE FÜR DEN FANCLUB! | Hauptseite | Tripods-Wikipedia (Trippypedia) | Chat | Episodenguide | Boardregeln | Staffel 1 DEUTSCH | Staffel 2 DEUTSCH | Staffel1+2+Hörbuch3 Collectors-Box | Staffel 1+2: UK-Import oder Import | Bücher: Komplette Sammlung, Komplette Sammlung (Limitierte Auflage), Buch 1, Buch 2, Buch 3, Buch 0 | Hörbuch: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 0 | Soundtrack: Staffel 1+2, Staffel 3 | Buch: Fürst von Morgen | Die Wächter: Buch , DVD


Sa Feb 28, 2015 9:51 am
Profil Website besuchen
Neuling

Registriert: Fr Feb 27, 2015 8:41 pm
Beiträge: 3
Beitrag Re: 236 | Fan-Fiction!
Ich entwickele es grade im Kopf. Immer wenn ich Zeit und einen Ideenschub habe schreibe ich weiter.
Daher wohl erstmal Kapitelweise


Sa Feb 28, 2015 10:59 am
Profil
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Benutzeravatar

Registriert: Di Jan 27, 2015 12:47 pm
Beiträge: 1294
Wohnort: Teneriffa
Beitrag Die Dreibeiner Kerstys Zuflucht
Die Dreibeiner - Kerstys Zuflucht
von
D Scharnhorst


Inhaltsverzeichnis

Die Dreibeiner - Kerstys Zuflucht ( Vorwort zur Erweiterung )

Die Dreibeiner - Kerstys Zuflucht 2.Vorwort

Die Dreibeiner - Kerstys Zuflucht von Dieter Scharnhorst

Ein neues Leben beginnt.

Wo bin ich hier?

Temporale Paradoxie

Einsicht in die zukünftige Gegenwart

Ein neues Zuhause

Ich richte mich ein

Ich genieße das neue Leben

Ein neuer Tag

Ich staune nur

Kleine Familie / große Familie

Ein Plan wird vorbereitet

Es muss weitergehen

Mein Geburtstag 2014 / 2090

Geschwister Liebe

Wir kommen der Lösung näher

Jetzt geht es los

Gesetze

Ich habe meine Mutter wieder

Familien Begegnung

Mutter und Tochter

Aufklärung

Albträume

Ärger

Keine Ausreden

Kappe außer Gefecht

Elektroschock

Auf Leben und Tod

Mamans Freiheit

Es hat geklappt

Probleme und meine Verlobung

Maman will heimkehren

Geheimnisse

Aufklärungs – Unterricht

Meine Schwester Jeannie

Tricks

Jeannie kommt

Jeannies Freiheit

Jeannie soll bleiben

Überzeugungarbeit

Jeannie will mehr

Jeannies Kappe

Ohne Komplikation

Die neue Fernsteuerung

Kurzschluss

Jeannie kehrt heim

Das Ende der Ära Daniel

Papa Vichot kommt

Überraschung

Ausflüge

Eine andere Welt

Verwirrungen

Es gibt mehr zu sehen

Die gleiche Prozedur

Meine Eltern kehren heim

Nein

Erst das Eine, dann das Andere

Neue Träume

Das geheimnisvolle Teneriffa

Fiona und Helen kommen

Was ist los mit den Geweihten?

Drei Schwestern haben Spaß

Zeige mir Beanpole !

Helens Enttäuschung

Helen und Fiona kehren heim

Lucy und Shelagh kommen

Ich bleibe, wo ich bin

Zeige uns mehr, bitte

Shelagh und Lucy kehren heim

Weihnachten mit den Vichots

Weihnachten 2014 / 2090

Ein neues Jahr 2015 / 2091

Kersty Vichot heiratet

Hochzeitsreise und Geständnisse

Die Begegnung mit Henry Parker

Änderung der Zeitlinie

Die Rettung der Freien Menschen

Falsche Kappe, neues Lager

Das Wiedersehen

Kerstys Schwangerschaft

Beanpole und Henry kommen

Shelaghs falsche Kappe

Kerstys Tochter

Will und Fritz kommen

Wie retten wir Eloise?

Fionas falsche Kappe

Eloise kehrt zurück

Eloise neues Leben

Das was man sich auflädt

Das Treffen

Weitere Zusammenkünfte

Henrys Rettung

Das Ende der Dreibeiner

Überraschender Besuch

Die Rückkehr ins Elternhaus

Hochzeiten

Verliebt, verlobt, verheiratet

Viermal Hochzeiten

Handel zwischen den Realitäten

Franz. Bioprodukte vom Jura

Unterhaltung mit Ruki

Lucy und Kurt

Melanies Einschulung

Julius auf Teneriffa

Neues Leben

Die Dreibeiner - Kerstys Zuflucht Nachwort

Kurztext

Impressum

Über den Autor

Die Dreibeiner – Kerstys Zuflucht ( Vorwort zur Erweiterung )

Das E-Book: Die Dreibeiner - Kerstys Zuflucht
Ist eine ERWEITERUNG *des Buches vom Autor John Christopher The Tripods und der Serie
The Tripods Folge 1 bis 25 von der BBC, im Rahmen einer Kooperation mit dem australischen
Sender Seven Network und dem amerikanischen Verleih Freemantle International, und eine
Liebesgeschichte aus 2 Realitäten geschrieben zum 30 jährigen THE TRIPODS - JUBILÄUM
Sie beschlossen, ab 1982 das Buch als Serie zu verfilmen. Es gab nur 2 Staffeln und die
dritte wurde aus Kostengründen gestrichen.
(*Quelle: Booklets, Die Dreibeinigen Herrscher, Christian Langhagen, Koch Media )
Sämtliche Figuren, außer die von Teneriffa, habe ich aus der Serie und dem Buch
entnommen und ERWEITERT, besonders Kersty Vichot und ihre Familie. Bei Madam Vichot
habe ich den Vornamen Anni und bei Mr. Vichot den Vornamen Stephen der Schauspieler
verwendet,
ebenso die Namen aus der Serie und dem Buch:
Jeannie Vichot, Helen Vichot, Fiona Vichot, Lucy Vichot auch Henry und Will Parker,
Beanpole, Fritz, Julius, Daniel, Eloise und der Graf und Gräfin Ricordeau, Kieran, Kurt, Meister
468, Ruki, Cognosc, Pierre, Ozymandias, die Circuskinder, George, Duc de Sarlat, Jack, und
die Freien Menschen .
Die Entwicklung von Cecilia Borman aus den Film- und Privatfotos haben mich inspiriert,
Kersty Vichot richtig darzustellen. Besonders ab dem Kapitel ,,Lucy und Shelagh kommen“,
kommt die Beschreibung des Aussehens in meinem Buch, der Romanfigur auf dem
schwarz/weiß Foto sehr nahe.
Info bei Google: Cecilia Boorman, dann Bilder zu Cecilia Boorman anklicken und das
Gruppenbild der ,,Vichot-Familie“ Privat mit Jim Baker (Henry) Ceri Ceel ( Beanpole) und
anderen. ( Foto von Jim Baker.co.uk.)
So können wir sie uns vorstellen, wenn sie, wie im Roman dargestellt, in dieser Zeit unter uns
leben.

Beim Cover habe ich den Titel Namen: ,,Die Dreibeiner“ aus der Serie und dem Buch
benutzt, ebenso den Namen ,,Kersty“ aus der Serie. Bei den Titel Farben habe ich ähnliche
Gelb- und Grüntöne verwendet. Das Dreibeiner-Modell habe ich persönlich aus Speckstein
geschnitzt und unter anderem natürlich andere Materialien verwendet.
Auch die Musik von Ken Freeman: The Tripods Soundtrack - 10 Vichots Vineyard und - 28
Closing Theme bei youtube, animierten mich, das Buch zu schreiben.
Mit den Fotos und der Musik kann man jetzt in das neue Leben von Kersty Vichot auf
Teneriffa eintauchen.
Freuen würde ich mich, wenn einer bereit wäre, mein Buch:
Die Dreibeiner - Kerstys Zuflucht, ins Englische zu übersetzen.


Die Dreibeiner - Kerstys Zuflucht 2.Vorwort :

Die Idee zum Buch kam mir, als ich begann, einen Dreibeiner aus Speckstein zu schnitzen
und anfing die DVD Staffeln der Serie anzuschauen und das Booklett zu lesen. In diesem
urteilte man nicht positiv über die Folge 9 und 10.
Da ich die komplette Geschichte gelesen, gesehen und gehört hatte, fiel mir auf, dass die
Familie Vichot kaum erwähnt noch gezeigt wurde, da kam mir die Idee, das nachzuholen. Ich
habe daher der gesamten Familie Vichot Gelegenheit gegeben, sich in meinem Roman so
richtig auszuleben.
Auch im Internet findet man über die Tripods eine Menge Interessantes. Also hatte ich
beschlossen, für die Tripodsfans und für mich ein Buch zu schreiben.
Ferner ist es eine Art ,,Abzweigung“ und auch eine ERWEITERUNG wie bei Stargate
Atlantis oder Deep Space 9 Comics.
Also beginnt die Geschichte, während * +Will, Fritz und die anderen sich bereitmachen, um in
die goldene Stadt zu gelangen.
(*Quelle: The Tripods Folge 14 )
Bei Bedarf sitzen die Romanfiguren in meinem Buch vor dem Bildschirm des Raum & Zeit
Converters und schauen sich die Szenen an, wie die Fans bei sich zu Hause vor dem P.C
oder TV die Serie und die Hör CD ansehen, bzw. anhören.
( + Ich mache aber Vermerke an den Stellen )
Ich habe am Ende von Staffel 2 einen passenden Übergang geschaffen, um am Buch / CD
The Tripods: Teil 3 anzuschließen. Ebenso schrieb ich ein alternatives Ende für Eloise und
Henry Parker. Siehe Inhaltsverzeichnis.
Besser wäre es, die komplette Serie: Die Dreibeinigen Herrscher zu sehen und zu hören,
bevor man mein Buch liest.
Ich widme mein Buch der Schauspielerin Cecilia Boorman, die die Kersty Vichot darstellt,
sowie ihrer Schwester Imogen Boorman und Nicola Boorman.


Und nun viel Spaß beim Lesen.
Ein Tipp noch: Einen besseren Genuß bekommt man,wenn man beginnt, mein Buch parallel
ab Folge 14, The Tripods, der Serie, zu lesen.


Die Dreibeiner - Kerstys Zuflucht von Dieter Scharnhorst

Es war der 4.July 2090 in Frankreich. An diesem Tag war Kersty Vichot in mein Leben
getreten. Aber eigentlich war es Mai 2014 auf Teneriffa. Das genaue Datum weiß ich nicht
mehr. Ich will von vorne beginnen.
An diesem besagten Tag, vor Kerstys Weihe am 4.July 2090, würde man ihr die Haare zur
Glatze abschneiden. Darauf sollte sie dann in Begleitung ihrer Eltern in einem Pferdefuhrwerk
zum ca. 50 km entfernten Weiheplatz gebracht, um am 5. July mit einigen Gleichaltrigen
geweiht zu werden.
Das Schlimme an dieser Prozedur war:
Ein Dreibeiniges, ca. 30 m hohes Etwas aus Metall, mit einem Kopf und 3 Beinen, aus dem
eine Art Arm mit drei riesigen Fingern herauskam, ergriff einzeln die jungen Leute und steckte
sie in den unteren Bereich seines Kopfes hinein. Nach einer gewissen Zeit erschienen sie
wieder, waren total verändert, und auf ihrer nackten Kopfhaut hatte man ihnen ein dreieckiges
Metallgeflecht implantiert.
Von diesem Ritual erzählte mir Kersty erst später, denn sie hatte Angst vor dem Tag,
schreckliche Angst.
Also fasste sie den Entschluß zur heimlichen Flucht. Da sie schon alles zuvor vorbereitet
hatte, z.B. Kleidung und Vorräte, verließ sie schon vor Sonnenaufgang ganz still und heimlich
ihr Elternhaus und ihre 5 Schwestern. Sie wusste auch, dass man sie suchen würde, und dass
ihre Flucht für ihre Familie ein Skandal wäre. Besonders würde es ihre große Schwester
Jeannie betreffen, die schon geweiht und mit einem schwarzen Gardisten, (Polizist) verlobt
war.
Während ihr das alles durch den Kopf ging, die Familie, das Haus, das Weingut, sah sie vor
sich ein gelbes rundes Etwas. Die Sonne war schon aufgegangen, und ab jetzt würde man
merken, dass sie verschwunden war. Sie überlegte ganz kurz und dachte, was soll ich tun? Da
ihr dieses runde gelbe Objekt nicht bedrohlich vorkam, ging sie näher heran.
Plötzlich hörte sie hinter sich Hundegebell und vertraute Stimmen. Sie erschrak und war sich
in dem Moment bewusst, dass man sie gleich entdecken würde, und was dann mit ihr
geschieht. Daraufhin nahm sie ihren ganzen Mut zusammen und ging durch das Portal. Im
nächsten Moment war sie nicht mehr in der Natur, sondern in einem für sie fremden Raum, bei
mir.


Ein neues Leben beginnt.

Kersty war auf einmal in einer ihr unbekannten Umgebung. Als sie sich umdrehte, um zu
sehen was hinter ihr geschah, sah sie auf einmal wie das Portal die Farbe von gelb auf türkis
wechselte und durchsichtig wurde. Man sah nur noch das metallene ,,Etwas“. Plötzlich
erblickte sie einen Bildschirm, der die Umgebung, an dem sie vorher stand, anzeigte und sah
diejenigen, die sie verfolgt hatten, auch der Verlobte ihrer Schwester, Daniel. Jetzt bekam
Kersty es mit der Angst zu tun und dachte, dass man sie hier an dem neuen Ort finden würde.
Natürlich sah man weder sie noch das Portal, aber sie konnte deren Stimmen klar und deutlich
vernehmen:
,,Wo ist sie denn jetzt, sie war doch gerade noch hier!" hörte sie Daniel rufen.
Kerstys Angst verschand langsam, und nun begann sie sich umzuschauen. Ihre Augen
wurden immer größer, denn so einen Raum hatte sie noch nie vorher gesehen, ferner das ,,
runde Ding“, ein Kreis, bestehend aus kleinen offenen Pyramiden, die mit einander verbunden
sind, in denen jede von ihnen verschiedenartige Kristalle enthalten, durch das sie gegangen
war. Dann bewunderte sie die ,,komischen“ Metallkästen, an denen kleine farbige Lichter
blinkten und alles verkabelt war auch der Bildschirm, und davor war noch ein schwarzes Brett
mit vielen Buchstaben darauf. Sie wusste nicht, wo sie zuerst hinschauen sollte. Alles war so
fremd für sie auch der ,,Metallkarren ohne Deichsel “ (Auto)
Plötzlich hörte sie Schritte, die immer näher kamen. Kersty war ganz aufgeregt, die Angst kam
wieder in ihr hoch, und wo sollte sie auch hingehen?
Das war der Moment, wo mir Kersty Vichot das erste Mal begegnete. Ich ging die Treppe
herunter in meinen Keller. Dort sah ich auf einmal vor dem Raum & Zeit Converter ein
Mädchen stehen, das mich ängstlich anschaute.
Ich sagte zu ihr:
,,Was machst du denn hier, und wo kommst du plötzlich her?“
Sie schaute verdutzt, denn sie verstand wohl meine Sprache nicht und fing auf einmal an in
Französisch mit mir zu reden. Ich sagte zu ihr, dass ich nur ein paar Worte Französisch
spreche und fragte sie darauf, ob wir uns in Englisch unterhalten könnten. Sie bejahte es. Ich
wiederholte meine vorher genannten Fragen dann auf Englisch.

Sie antwortete:
,,Ich heiße Kersty Vichot, und mir ist nicht bewusst, wie ich nach hier gekommen bin. Ich
wurde verfolgt und sah plötzlich diesen großen gelben Kreis, durch den ich ging und bei dir
landete."
,,Wo bin ich jetzt?“ fragte Kersty mich.
Ich gab zur Antwort:
,,Ja, wie soll ich dir das erklären. Das ist ziemlich kompliziert. Dieser runder Kreis ist ein
Raum & Zeit Converter, den ich erfunden habe."


Wo bin ich hier?

Nun meine Frage: ,,Wer hat dich wann und wo verfolgt?“
Und nun erfuhr ich eine unglaubliche Geschichte.
Entweder konnte ich sie nicht verstehen oder mein Englisch reichte hier nicht aus.
,,Einen Moment bitte“, unterbrach ich Kersty.
,,Setze dir das hier auf.“
Es war eine Art Übersetzer, den sich Kersty dann aufsetzte.
,,So können wir besser miteinander kommunizieren", sagte ich.
Erstaunt fragte sie:
,,Wieso sprichst du auf einmal französisch?“
,,Nein, das macht das Gerät, das du auf dem Kopf trägst. Habe ich das richtig verstanden mit
der Weihe, den Dreibeinern und deiner Flucht? Und das ist wo?“ fragte ich wieder.
Ihre Antwort lautete:
,,In Frankreich, aber eigentlich auf der ganzen Welt.“
,,Hier gibt es so etwas nicht“, ergänzte ich unseren Dialog.
,,Wo ist hier?“ fragte Kersty ganz aufgeregt.
,,Ja, auf Teneriffa. Teneriffa gehört zu den Kanarischen Inseln, neben Afrika ca. 4000 km von
Frankreich entfernt“, war meine Antwort.
,,Oh, ist mir alles unbekannt, und ihr habt keine Dreibeiner?" fragte sie erleichtert.
,,Nein, es gibt auf der ganzen Welt keine“, war meine Antwort.
Plötzlich ging mir ein Licht auf.
,,Der Raum & Zeit Converter, er funktioniert!“ rief ich aus und fragte sie weiter:
,,Welches Jahr schreibt ihr bei euch, Kersty?“
,,Warum stellst du solche Fragen, das gleiche wie bei dir, wir haben doch den 4. July 2090“,
antwortete sie verwundert.
Ich lachte und rief aus:,,Was, es ist May 2014."
Kersty fing an zu schwanken, und ich konnte sie gerade noch festhalten.
,,Aber in der Schule hat man uns unterrichtet, dass vor ca. 100 Jahren die Dreibeiner auf die
Erde kamen, weil die Menschen wieder Krieg führten“, ergänzte sie unseren Dialog.
,,Auf dieser Erde nicht und 1990 schon gar nicht, obwohl sich die Menschen überall in der
Welt bekriegen“, meinte ich.
Sie konnte es gar nicht fassen und musste sich erst mal setzen.
Ich sprach weiter:
,,Ich vermute meine Erfindung hat eine Verbindung zu einer anderen Realität und in die
Zukunft deiner Welt geschaffen. Eine andere Erklärung habe ich im Augenblick nicht dafür.
Jedenfalls bist du hier sicher vor den Dreibeinern und deinen Verfolgern.“
Kersty atmete erleichtert auf.
,,Wann bist du geboren?“ fragte ich sie weiter.
,,Am 15.7.2073, ich werde nächste Woche 17 Jahre alt. Wie soll es jetzt weiter gehen und
was wird jetzt aus mir?“ war ihre Frage.
,,Ich fühle mich im Augenblick für dich verantwortlich, darum bleibe hier so lange du
möchtest, denn, wenn du zurückkehrst, wirst du ja sofort geweiht, und das willst du ja nicht“,
war meine Antwort.
,,Nein, und deine Erfindung?“ fragte sie.
,,Ach, meinst du meinen Raum & Zeit Converter? Ich werde ihn überprüfen“, unterbrach ich
sie.
Sie fragte weiter: ,,Warum hast du ihn eigentlich gebaut?“
,,Weil meine Frau verstorben ist, und ich das rückgängig machen wollte“, antwortete ich.


Temporale Paradoxie

Ich setzte mich an das Terminal des Raum & Zeit Converters und suchte nach dem
Zeitprotokoll und fragte sie:
,,Wenn du Durst oder Hunger hast, gehe dort an den Kühlschrank!“
Kersty erwiderte:
,,Oh ja, denn ich habe seit heute Morgen nichts mehr zu mir genommen.“
Sie stand auf, betrachtete und berührte ihn und rief aus:
,,Oh, was für ein tolles Ding, ein Kasten, der Kälte erzeugt, und auch nicht mal so ein helles
Licht, wie das über mir, haben wir.“
Das helle Licht waren die Neonlampen der Kellerdecke. Nachdem sie die Kühlschranktür
geöffnet hatte und über den Inhalt staunte, nahm sie nur zwei Wasserflaschen heraus. An alles
Andere traute sie sich nicht heran, es war ihr völlig fremd.
Wir sprachen weiter und ich fragte sie:
,,Da du ja aus der Zukunft kommst, würde es mich interessieren, was es dann für neue
technische Errungenschaften gibt.“
,,Technisch was?“ fragte sie.
,,Ja, Computer, Handy, Fernseher usw“, sagte ich.
,,Ich habe noch nie davon gehört, die Worte sind mir unbekannt“, sagte sie.
Total überrascht, zeigte ich ihr den Computer, setzte mich daran und stellte fest, dass alles
gespeichert war und erklärte ihr:
,,Ich muß wohl gegen diese Tastatur gekommen sein, als ich nach oben in die Wohnung
ging, und durch einen Zufall wurde dann ein Portal in deine Zeit geöffnet, das du gesehen hast
und bist sofort durchgegangen. Der Computer hat dich als Eindringling erkannt und das Portal
sofort hinter dir geschlossen.Hier sieht und auch hört man deine Verfolger.“
Kersty wurde wieder ganz unruhig. Ich merkte es sofort und nahm daraufhin ihre Hand, und
sie drückte sie ganz fest.
,,Keine Angst, ich beschütze dich. Sie können dich weder sehen, hören noch nach hier
kommen. Ich speichere jetzt alles ab und schalte die Geräte aus und gehen jetzt nach oben in
die Wohnung, und ich zeige dir nun deine Unterkunft", sagte ich zu Kersty und nahm sie an die
Hand.
,,Danke, ich bleibe jetzt gerne hier, aber ich weiß noch nicht einmal deinen Namen“, sagte
sie.
,,Dirk, heiße ich“, antwortete ich.
Oben angekommen, zeigte ich ihr das ganze Haus. Sie staunte nur, denn fast alles, was sie
sah, war ihr neu. Nur Einiges, wie z.B. das Telefon, kannte sie aus dem Speicher ihrer Mutter.
Kersty rief aus: ,,Oh, das soll mein Zimmer sein?“
,,Ja, solange du willst“, antwortete ich.
,,Lebst du alleine?“ fragte sie weiter.
,,Nein, meine Mutter lebt auch hier, sie ist auf einer der anderen Inseln und kommt in ein paar
Tagen wieder zurück.
Da du ja seit heute Morgen nichts mehr gegessen hast, sollten wir doch nach all der
Aufregung gemeinsam etwas zu uns nehmen“, sagte ich.
In der Küche bereiteten wir uns zusammen etwas Leckeres zu. Beim Essen erzählte sie mir
von ihrer Familie, dem Weingut und ihrem Leben. Dabei wurde sie ganz traurig und fing an zu
weinen, und ich nahm sie daraufhin das erste Mal in den Arm und tröstete sie.


Einsicht in die zukünftige Gegenwart

Ich schaute ihr dabei in die Augen, nahm ein Taschentuch und trocknete ihre Tränen.
,,Ich kann nie wieder zurück zu meinen Lieben“, sagte Kersty.
,,Ich werde dir beistehen, alles tun, und dir helfen", erwiderte ich.
Wir gingen jetzt wieder in den Keller, und ich schaltete den Raum & Zeit Converter ein. Beim
Gang hinunter überlegte ich, was wohl zu tun sei.
Kersty setzte sich auf einen Stuhl und fragte:
,,Was hast du vor, Dirk?“
Ich schaltete den Computer wieder ein und der letzte Standort erschien auf dem Bildschirm
mit Kerstys Verfolgern.
Daraufhin sah ich ihr ängstliches Gesicht und sprach:
,,Keine Angst, wir können sie sehen, aber sie uns nicht.“
Dann schaltete ich auf Ortsangabe und konnte, wie bei Google, alles aus der
Vogelperspektive sehen, auch wie Daniel zu Kerstys Elternhaus zurückging, und dank der
Technik konnte ich ihm mühelos folgen.
Kersty hatte nämlich einen Brief geschrieben, nichtsahnend, dass Daniel die Familie Vichot
frühmorgens aus dem Bett ,,trommelte", in dem stand:
Ich will nicht geweiht werden, ich habe Angst davor, darum gehe ich weg, folgt mir nicht, ich
liebe euch, Kersty.
Sie hatte den Brief dummerweise auf den Küchentisch gelegt.
Jeannie eilte erschrocken zur Tür und öffnete sie darauf Daniel. Nach und nach setzten sich
alle an den Küchentisch, um zu reden, und dabei sahen sie den Brief.
Dieses Szenario konnten wir dank des Zeitindexes sehen, indem wir die Zeit zurückdrehten
als würde man einen DVD Film zurückspulen.
Als alle den Brief gelesen hatten, sah man wie sich ihre Gesichter veränderten, denn Kersty
hatte nach ihrer Meinung das Gesetz gebrochen. Nun hieß es, wir müssen sie unter allen
Umständen wieder finden, damit sie auch geweiht wird.
Danach sahen wir weiter wie Daniel mit einigen Anderen aufgebracht ohne Kersty
zurückkehrten.
Ratlos standen ihre jüngeren Schwestern da, und verstanden von Allem nichts, aber die
Geweihten sagten ihnen nur:
,,Wenn ihr erst einmal geweiht seid, dann werdet ihr es verstehen.“
,,Sie hat keine Ehre im Leibe, sondern Schande über unsere Familie gebracht“, sagte
Stephen Vichot, Kerstys Vater.
,,Stellt ja keine Fragen mehr“, schimpfte Anni Vichot, und die Geschwister gehorchten ihrer
Mutter.
Kersty schaute sich das alles an und sagte darauf:
,,So kenne ich meine Eltern gar nicht.“
Ich stand auf und legte ihr meine Hände auf die Schultern.
Sofort ergriff sie sie und wollte sie nicht mehr loslassen.


Ein neues Zuhause

Sie fing laut an zu schluchzen und meinte:
,,Ich habe jetzt kein zu Hause und auch keine Familie mehr.“
,,Doch, ab jetzt ist das hier dein neues zu Hause und meine Mutter und ich sind deine neue
Familie!“ sagte ich ihr.
,,Ich danke dir, Dirk und kannst du das nun abschalten?“ fragte Kersty immer noch mit
Tränen in den Augen.
,,Klar, ich speichere das eben nur ab und werde es so einstellen, dass die Zeit dort mit
unserer parallel abläuft, und dann können wir jeder Zeit an die Stelle zurückkehren, wo wir
aufgehört haben zu schauen“, erklärte ich ihr.
Ich schaltete ab und Kersty ging in ihr Zimmer. Bald darauf rief sie mich. Ich betrat ihr neues
Reich, sie hatte ihre Tasche geleert und ihre Kleidung auf dem Bett geordnet. Dann wollte sie
wissen, wo sie ihre Sachen unterbringen könnte. Ich zeigte ihr den Kleiderschrank, aber Kersty
besaß nur wenig, und ich merkte, dass es sie sehr bedrückte und sagte darauf:
,,Komm, laß uns hinausgehen, um dir neue Kleider zu kaufen, damit wir deinen Schrank
etwas füllen.“
Auf ihrem Gesicht kam darauf ein Lächeln zum Vorschein.
,,Ja", sagte sie voller Freude, ,,zeige mir deine Welt.“
Wir schlenderten hinaus und sie staunte nur, zeigte auf die vielen parkenden Autos und
meinte:
,,So etwas hast du ja im Keller stehen. Ich habe es in klein auf dem Speicher meiner Mutter
gesehen, unter den Dingen, welche sie während ihrer Reisen gesammelt hatte.“
Ich erklärte ihr, man nennt das Auto.
Plötzlich hörte sie ein für sie fremdes Geräusch und schaute zum Himmel empor. Sie ergriff
meine Hand und erzählte mir, dass sie es auch vom Speicher her kenne.
Ich beruhigte sie mit den Worten:
,,Keine Panik, das ist ein Flugzeug, das zur Landung ansetzt, denn unser Flughafen ist hier
ganz in der Nähe. Ich werde dir nach und nach alles Weitere erklären.“
Wir gingen weiter Hand in Hand, vorbei an Häuser, Gärten und Lokalen. Kersty war ergriffen
von der Vielfalt, die sie sah.
,,Ja meine Nachbarn hier sind Spanier, Franzosen, Engländer, und alle sind nicht geweiht“,
erklärte ich ihr.
,,Ja, keiner? Die Leute hier verhalten sich so anders! Ach, ist das schön auf Teneriffa“, freute
sie sich.
Wir überquerten die Straße und sie staunte weiter, dass die Autos ohne Pferde davor fahren
konnten und sogar sehr schnell.
Bevor wir den Secondhand-Laden betraten, sagte ich zu ihr:
,,Erzähle ja niemand, wo du herkommst und nichts vom Weihen und Dreibeinern."
Sie verneinte es. Wir betraten daraufhin den Laden, und ich zeigte ihr alles. Sie merkte
sofort, dass hier englisch gesprochen wurde und war erstaunt über die hübsche Kleidung im
Laden. Kersty probierte, probierte und probierte viele schöne Sachen an und führte sie mir vor.
Sie sah dabei so glücklich aus, und es schien, als hätte sie ihren Kummer etwas hinter sich
gelassen.
Auch zeigten ihr die Gespräche mit dem englischen Personal die Normalität, die hier herrscht
ohne Weihe.


Ich richte mich ein

Danach machten wir uns auf den Heimweg und begegneten unseren Nachbarn, die mich
neugierig fragten, wer denn diese junge Dame sei.
Ich antwortete:
,,Das ist Kersty, sie kommt aus Frankreich und gehört zur Familie.“
Sie wünschten uns noch einen schönen Tag und dann ging jeder nach Hause.
,,Ihr scheint euch alle zu kennen“, sagte sie.
,,Ja, jeder kennt hier jeden“, ergänzte ich.
Als Kersty alles aufs Zimmer gebracht hatte, kümmerte ich mich inzwischen ums
Mittagessen. Anschließend kam sie die Treppe herunter und fragte, ob sie mir helfen könnte.
,,Ja, du kannst die Kartoffeln schälen, und ich muß dir sowieso alles zeigen, weil vieles neu
für dich ist, und wenn du Fragen hast, dann stell sie mir“, sagte ich.
Sie erwiderte:
,,Wir, meine Schwestern und ich, mussten im Haushalt und im Weinberg helfen, und ich bin
das Arbeiten gewohnt, aber neugierig durften wir nicht sein, und viele Fragen stellen waren
nicht erlaubt, besonders, wenn es die Eltern nicht wünschten.“
,,Hier in diesem Haus ist das erlaubt und sogar wünschenswert, aber zuerst muß ich dir
zeigen, wie die elektrischen Haushaltsgeräte hier bei uns funktionieren“, sagte ich zu ihr.
Inzwischen war das Essen fertig geworden, und wir setzten uns an denTisch.
,,Sag mal Kersty, bist du eigentlich mit der Schule schon fertig?“ begann ich unsere
Unterhaltung.
,,Ja, im letzten Monat, und deshalb sollte ich nun geweiht werden. Man hatte uns in der
Schule und auch zu Hause darauf vorbereitet. Nach der Weihe arbeiten die Mädchen zu
Hause solange weiter, bis sie einen Mann gefunden haben, um mit ihm eine eigene Familie zu
gründen. Auch die Jungen helfen dem Vater bis sie eine Familie gründen“, sagte sie.
Darauf erzählte ich ihr wie es hier und in Deutschland abläuft, und sagte zu ihr:
,,Du lebst jetzt hier und mußt dich an unsere Begebenheiten anpassen, auch sprachlich.“
Sie meinte dazu:
,,Oh ja, ich verstehe, zeige mir bitte alles, ich möchte viel lernen, auch deine Sprache.Der
Übersetzer auf dem Kopf ist ja ganz gut, aber mit der Zeit doch lästig.“
Nach dem Essen half mir Kersty beim Geschirr-Abspülen und wunderte sich über das heiße
Wasser, das ich inzwischen mit der Sonne erzeugt hatte. Ich schmunzelte und sagte:
,,Ja, auch aus meiner Dusche kommt das heiße “Sonnenwasser". Komm bitte mit, ich zeige
sie dir oben. Wir betraten das Badezimmer und neugierig, wie sie nun einmal war, wollte sie
sie sofort ausprobieren und staunte über die vielen Hebel, und dass das kalte und warme
Wasser aus der Wand floss.
Darauf erklärte ich ihr das Prinzip meiner Erfindung, und dass die Rohre in den
Warmwasser-Kästen durch die Sonne aufgeheizt werden, und wie das Wasser danach von
dort nach oben steigt. Sie schaute sich alles genau an, schüttelte ganz ungläubig den Kopf
und meinte:
,,So viel Aufwand, um sich zu reinigen! “


Ich genieße das neue Leben

,,Wenn du dich einmal mit der Dusche abgebraust hast, wirst du nicht genug davon
bekommen“, lachte ich.
,,Schaumal, hier ist ein Bademantel und dort hängen Handtücher und das ist Duschgel anstatt
Seife. Ich hoffe, du kannst dir das alles merken, Kersty“, sagte ich.
,,Ich glaube schon, sonst rufe ich dich“, erwiderte sie.
,,Wenn du fertig bist, komm bitte nach unten, ich suche uns währenddessen unter den CDs
schöne Musik heraus“, ergänzte ich.
Nach reichlicher Überlegung glaubte ich, die richtige Scheibe gefunden zu haben, Sakrale
Musik, gesungen von 6 Frauen, legte dann die CD ein und ließ sie laufen und merkte gar nicht,
wie Kersty ganz leise im Bademantel und barfuß die Treppe herunter kam.
,,Oh, da bist du ja, du siehst ja richtig süß aus in dem Outfit, und wie war es?“ fragte ich sie.
,,Genau wie du gesagt hattest, danke für das Kompliment, ich wollte gar nicht aufhören zu
duschen, bis ich diese wunderschöne Musik hörte, die von überall herkam. Wir dagegen haben
nur einen Kasten, auf den man schwarze Scheiben legt, und ein großer Trichter daran
befestigt ist“, lachte sie.
Darauf erklärte ich ihr:
,,Das ist ein uralter Plattenspieler, der ca. 100 Jahre alt ist.“
Sie fing an, nach der Musik im Rhythmus zu tanzen und sang den englischen Text mit.
Nach Beendigung derselben fragte sie:
,,Hast du noch mehr von dieser wundervollen Musik?“
Ich bejahte. Sie ging schnell hinauf und zog sich etwas von der neuen Kleidung an, um sie
mir vorzuführen. Es dauerte nicht lange, und eine neue Kersty Vichot kam stolz die Treppe
herunter.
,,Na“, lachte sie und drehte sich, um mir zu zeigen, wie schick sie in den neuen Sachen
aussah.
Ich lächelte
,,Direkt zum Verlieben“, antwortete ich.
Sie kam auf mich zu, küsste mich rechts und links auf die Wange und dankte mir nochmals für alles.
Dann wollte sie noch etwas mehr von der Musik hören, ich zeigte ihr die Musikanlage, und
auch wie sie funktionierte. Nachdem sie selbst eine CD hineingelegt hatte, und die Musik
anfing zu spielen, nahm sie meine Hand und begann mit mir zu tanzen, anders, als ich es
kannte.
Sie war jetzt ausgeglichen, heiter und fröhlich und genoß ihr neues Leben in vollen Zügen.
Am Abend, als wir beim Essen saßen, fragte sie mich:
,,Kannst du mir morgen mehr von Teneriffa zeigen?“
Ich antwortete darauf:
,,Das war sowieso mein Plan für den morgigen Tag.“
Nach dem Essen gingen wir nach oben. Bevor sie ihr Zimmer betrat, drehte sie sich noch
einmal um und sagte zu mir:
,,Gestern Abend war ich der unglücklichste Mensch und jetzt bin ich der glücklichste. Gute
Nacht, danke Dirk und schlaf gut“, und schloss die Tür hinter sich.
Ich hörte sie danach noch die Melodien trällern, nach denen wir getanzt hatten. Auch ich
freute mich mit ihr.


Ein neuer Tag

Ich bereitete gerade das Frühstück zu, als Kersty im Morgenmantel die Treppe herunter kam.
,,Wie hast du hier in der ersten Nacht geschlafen?“ fragte ich.
,,Herrlich, die Matratze und das Bettzeug ist einfach traumhaft“, sagte sie und fragte mich
darauf:
,,Kann ich dir vielleicht helfen?"
,,Danke, wie du siehst, habe ich schon alles hergerichtet, setz dich einfach, möchtest du
lieber Kaffee oder Tee?“ fragte ich.
Sie setzte sich und sagte:
,,Ich trinke lieber Tee, schaute dabei auf den liebevoll gedeckten Tisch und meinte:
,,Oh, wie du mich verwöhnst, so etwas hat noch keiner für mich gemacht.
Während wir aßen, sprach sie weiter: ,,Es wäre doch schön, wenn wir diese Unterhaltung
schon auf Deutsch führen könnten, deshalb möchte ich so schnell wie möglich Deutsch
lernen.“
So begannen wir langsam mit dem Unterricht. Kersty lernte schnell, und um es vorweg zu
sagen, in einigen Wochen konnten wir uns schon gut mit einander unterhalten.
Nachdem wir gefrühstückt hatten, fragte sie:
,,Was soll ich heute anziehen für unseren Ausflug, und wo fahren wir gleich hin?“
,,Wir fahren zum Teide, auf den Berg, den du gestern von hier aus gesehen hast. Die
Kleidung von gestern reicht völlig aus, bis auf eine Jacke, die du noch mitnehmen solltest“,
meinte ich.
Sie sagte:
,,Ich mache mich jetzt schnell fertig und nur noch eine Frage:
,,Wieviel Tage sind wir eigentlich unterwegs, denn die Entfernung ist doch riesig?“
Ich lachte:
,,Wir sind heute Abend wieder zurück, denn ihr mit eurem Pferdefuhrwerk benötigt wirklich
ein paar Tage.“
Etwas verwirrt ging sie hinauf, und inzwischen richtete ich uns einen Proviantkorb her und
räumte danach den Frühstücktisch ab.
Als sie fertig die Treppe hinunterkam, gingen wir in die Garage, dort wo wir uns das erste Mal
sahen. Ich öffnete das elektrische Geragentor und Kersty staunte mal wieder, denn selbst das
Einsteigen und Anschnallen im Auto war für sie fremd. Als ich den Motor startete, geriet sie
durch das laute Geräusch in Panik. Ich ergriff darauf ihre Hand, um sie zu beruhigen und
spürte ihren schnellen Puls am Handgelenk.
,,Keine Angst, nur wenn der Motor läuft, kann das Auto fahren", sagte ich, und sofort wurde
sie ruhig. Dann schaltete ich das Radio an, um sie abzulenken, das auch sofort funktionierte,
und sie wollte mal wieder alles erklärt haben. Während ich das tat, fuhr ich langsam hinaus auf
die Straße, damit sie nicht wieder panisch wurde. Allmählich gewöhnte sie sich daran, und ich
konnte die Geschwindigkeit erhöhen.
Von der Umgebung, der Autobahn und der wechselnden Natur und mit welchem Tempo wir
in kurzer Zeit den Vulkan Teide erreicht hatten, war Kersty total ergriffen. Sie kam aus dem
Staunen nicht heraus, denn sie kannte ja nur ihren kleinen Weinberg mit der Umgebung. An
diesem Tage sah sie mehr, als sie bisher in ihrem kurzen Leben erblickt hatte. Mehrmals
machten wir Halt und spazierten durch die Landschaft. Das wiederholten wir den ganzen Tag.
Zu Hause angekommen, wollte Kersty für mich am Abend zur Belohnung kochen. Ich zeigte
ihr, wo alles stand, und plötzlich klingelte das Telefon, und meine Mutter war am anderen
Ende.


Ich staune nur

Das Klingeln des Telefons erschreckte Kersty, und als sie sah was es war, wurde sie
neugierig. Meine Mutter teilte mir mit, dass sie übermorgen um 11 Uhr mit dem Flugzeug
ankommen werde, und ich solle doch morgen etwas einkaufen. Das hatte ich sowieso vor, um
Kersty darin einzuweisen.
Sie war gespannt und fragte mich:
,,Was hast du eigentlich in der Zwischenzeit gemacht, na los, sag schon!“
Ich drugste herum und sagte:
,,Ich war mit Vielem beschäftigt und das hängt mit meiner neuen Erfindung zusammen, und
dadurch ist ein sehr hübsches Mädchen in mein Leben getreten“, erwiderte ich.
,,Dann kümmere dich um sie! Wir haben uns dadurch bestimmt sehr viel zu erzählen, bis
übermorgen“, sagte sie.
Weil das Telefon auf ,, laut“ eingestellt war, hatte Kersty alles mit angehört.
,,Ich wollte nicht lauschen“, sagte sie ganz unschuldig.
Ich winkte ab und meinte:
,,Es ist doch kein Geheimnis, und so weißt du schon, was los ist.“
Kersty ging darauf in die Küche und kochte uns ein tolles Mahl.
Am nächsten Tag fuhren wir zum Einkaufen, zuerst zum Bauernmarkt. Im Laufe der Zeit
kannten wir uns dort alle recht gut untereinander, und deshalb fragten sie mich, ob die junge
Dame an meiner Seite meine Novia sei. Kersty, die natürlich den Übersetzer nicht dabei hatte,
verstand kein Wort spanisch und fragte mich sofort:
,,Was ist das Novia.“
,,Dieses Wort bedeutet Verlobte oder Freundin“, erklärte ich ihr.
Ich merkte, wie sie ganz rot im Gesicht wurde.
,,Das braucht dir nicht peinlich zu sein, diese Fragen sind hier so üblich“, sagte ich.
Nachdem hier alles erledigt war, fuhren wir zu LIDL und betraten den großen Supermarkt.
Kersty war geblendet von der Vielfalt, die im Laden zu sehen war und wusste nicht, wo sie
zuerst hinschauen sollte.
,,So etwas gibt es bei uns nicht, benötigt man das überhaupt alles?“ fragte sie mich.
Ich zuckte mit den Schultern.
Danach betraten wir den nächsten großen Supermarkt Mercadona.
Ich sagte zu ihr:
,,Da dir das bei LIDL schon so viel vorkam, schaue dir erst einmal den Inhalt dieses
Supermarktes an!“
Sie schüttelte nur noch den Kopf mit den Worten:
,,Noch mehr Eßsachen als im letzten, und die vielen Menschen hier, und wie sie gekleidet
sind.“
Ich sah, dass sie mit Allem überfordert war. Darum beeilten wir uns mit dem Einkaufen und
fuhren wieder heim.
Als wir im Keller die Lebensmittel auspackten, schaute Kersty auf den Raum & Zeit Converter
und sagte zu mir:
,,All das Neue, das ich in der kurzen Zeit hier schon gesehen habe, haben meine Leute durch
die Dreibeiner verloren."
Ich antwortete darauf:
,,Bei uns würde man sagen, sie leben dort wie im Mittelalter."
Sie setzte die Unterhaltung fort und sagte:
,,Ich bin jetzt schon seit 2 Tagen bei dir und habe schon so viel gesehen und gelernt, darum
bin ich sehr sehr glücklich, und auch weil ich ein Teil dieser Familie geworden bin.“
Daraufhin drückte sie mich ganz fest an sich.
Dann legte auch ich meine Arme um sie und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Wir schauten
uns an und in diesem Moment kam ihr eine Erkenntnis, und sie meinte:
,,Irgendwie müssen wir doch mal meine Familie Vichot zur Vernunft bringen!“


Kleine Familie / große Familie

Ich sagte: ,,Ja, da hast du recht, aber das Wie, das müssen wir uns aber ganz genau
überlegen, und ich lasse mir etwas durch den Kopf gehen. Aber was dich angeht Kersty, es ist
besser, dass du weiter noch viel lernst, damit du stark wirst, denn ich weiß aus Erfahrung,
Wissen ist Macht, und wir helfen dir und geben dir Kraft."
Kersty schaute mir, nachdem sie das hörte, glücklich in die Augen.
Nach getaner Arbeit gingen wir nach oben, und ich schaltete den Fernseher ein, damit sie
auch einmal andere Eindrücke von dieser Welt bekam. Da wir Satellitenempfang hatten, auch
in Französisch und Englisch, konnte sie sehen und verstehen was gerade auf der ganzen Welt
vor sich ging. Das dauerte so mehrere Stunden, weil sie sich das anschauen wollte was auf
verschiedenen Kanälen lief. Ich erklärte ihr vorher die Funktion der Fernbedienung und ging
dann in die Küche, um uns das Essen zu zubereiten. Zwischendurch rief ich sie dann zur
Mahlzeit, und wir begannen, uns dabei zu unterhalten, und ich fragte sie nach ihren
Eindrücken über das Gesehene.
Sie war ganz nachdenklich gewordem, sprach zunächst kein Wort aber dann sprudelte es
aus ihr heraus:
,,Ich muss das erst alles einmal für mich verarbeiten. Es ist alles so vielseitig und furchtbar,
so viele Sender. Ich verstehe nicht, dass die Menschen dabei nicht verrückt werden, und wenn
ich mir die Nachrichten so ansehe wie in den verschiedenen Ländern Krieg geführt wird und
wie die Menschen dort leiden, hattet ihr bis jetzt großes Glück, dass hier noch keine Dreibeiner
aufgetaucht sind."
Am nächsten Tag fuhren wir zum Flughafen, um meine Mutter abzuholen. Die neuen
Eindrücken dort, die auf sie einstürmten, u.a. die vielen Menschen mit ihren Koffern irritierten
Kersty mächtig, und sie war wieder mal ganz aufgeregt wie wohl meine Mutter auf sie
reagieren würde. Es war alles halb so schlimm. Als sie dann mit ihrem Hund aus der Tür trat,
war die Freude auf beiden Seiten groß. Freudestrahlend nahm sie Kersty und mich sofort in
die Arme, und Kerstys Aufregung war umsonst.
Auf dem Weg zum Auto wollte sie schon alles genau wissen. Kersty war erleichtert, dass sie
so schnell, auch bei meiner Mutter, als neues Familienmitglied akzeptiert wurde.
Zu Hause erwartete sie das von uns liebevoll zubereitete Willkommensmenü, das sie auch
lobenswert anerkannte.
Als wir endlich am Tisch saßen, ging die Unterhaltung weiter. Kersty erzählte natürlich gleich
von ihrer Familie. Meine Mutter war sehr betrübt über die Reaktion ihrer Lieben und wollte
wissen wie es nun weitergehen soll. Ich sagte zu ihr, dass ich den Raum & Zeit Converter
nutzen werde, um noch mehr über Kerstys Familie und ihre Umgebung in Erfahrung zu
bringen und sprach weiter:
,,Inzwischen werden wir Kersty nach und nach unser gesamtes Wissen beibringen, denn sie
lernt schon fleißig unsere Sprache. Auch ist sie sehr hilfsbereit im Haushalt.“
Darauf nahm meine Mutter Kersty in die Arme und sagte zu ihr:
,,Du bist bei uns herzlich willkommen, denn ich habe mir schon immer eine Tochter
gewünscht, und du kannst jetzt Mutter zu mir sagen.“


Ein Plan wird vorbereitet

In den nächsten Wochen lernten Kersty und ich uns besser kennen. Sie war eine gelehrige
Schülerin und half uns wo sie nur konnte, und wir brachten ihr unser gesamtes Wissen bei.
Besonders liebte sie die Musik und das Singen. Meine Mutter verwöhnte sie oft, und Kersty
dankte ihr auf Französisch mit ,,Maman“.
Ich aber war mit dem Raum & Zeit Converter beschäftigt, den ich inzwischen immer besser
verstand und perfektionierte. So konnte ich, dank Google, jeden Ort in Kerstys Zeit
anschauen, und mir einen Überblick verschaffen. Auch meine Vergangenheit konnte ich
aufrufen. Wenn Kersty Zeit hatte, kam sie in den Keller und schaute mir zu.
Ich sagte dann zu ihr:
,,Ich erkläre dir alles sobald ich es selber verstanden habe."
Inzwischen war sie sehr anhänglich und liebebedürftig geworden. Ich merkte, dass sie in
mich verliebt ist, aber ich dagegen hatte nur meine Arbeit im Kopf, und außerdem liebte ich
Kersty nur wie eine kleine Schwester, denn ich war ja 12 Jahre älter als sie und wollte keine
neue Liebe, denn der Raum & Zeit Converter sollte mir helfen, meine verstorbene Frau
zurückzuholen. Als ich nun in die Vergangenheit blickte und uns sah, hatte ich Tränen in den
Augen. Ich merke gar nicht wie Kersty hinter mir stand und alles beobachtete. Sie sah wie ich
meine Frau kennenlernte, mit ihr zusammen lebte und wie sie starb. Jetzt erst bemerkte ich
Kersty.
Sie ging in die Hocke und sagte zu mir:
,,Nun verstehe ich alles, und schaute mir in meine feuchten Augen. Ich aber verstand sie
nicht, worauf sie mich bat, ich solle doch den Raum & Zeit Converter auf September 2089 und
ihr Haus einstellen. Ich schaltete an, und da sah ich*sie, ihre Familie und drei Jungen. Für
einen hatte sie ein besonderes Interesse.
(* Quelle: The Tripods Folge 9 u.10 )
Wir schauten uns die Szenen und die Gespräche mit Henry Parker an. Jetzt verstand ich
auch sie, denn sie war in ihn verliebt gewesen, und er hatte sie verlassen, aus welchem Grund
erfuhren wir erst später.
,,Du sagtest“, so fuhr Kersty fort:
,,Es gibt keine Zufälle, und dass wir uns gefunden haben, sei eine Fügung des Schicksals,
und meinst du immer noch wir sollten die Maschine benutzen, um du deine Frau und ich Henry
wiederzubekommen, oder sollen wir uns lieber auf die Zukunft konzentrieren? Könnte es sein,
dass du nicht glücklich mit mir bist und liebst mich nicht?“
Auf diese Frage war ich nicht vorbereitet, machte eine Pause, und dann erwiderte ich:
,,Doch, ich habe dich immer so geliebt als wärst du meine Schwester und weil du so jung bist
und dein Leben noch vor dir hast. Bedenke einmal den Altersunterschied zwischen uns, aber
du redest jetzt schon wie eine Erwachsene, die weiß was sie will, und das gefällt mir an dir,
und darum sollte unsere Beziehung ganz langsam wachsen und wir nichts übereilen.“


Es muss weitergehen

Dann nahm ich Kersty ganz fest in meine Arme, sie seufzte nur, und dabei gab ich ihr den
ersten zarten Kuß auf ihren weichen Mund. Ich merkte wie glücklich und zu frieden sie jetzt
war. Danach schaltete ich den Raum & Zeit Converter aus, und wir gingen ganz glücklich nach
oben, um meiner Mutter zu erzählen, was passiert war. Für sie war es klar, hatte sie doch
Kerstys Liebe für mich schon längst bemerkt. Aber da ich nur auf die Rückholung meiner Frau
,,versteift“ war, hatte ich ja nichts von Kerstys Gefühlen für mich bemerkt.
Von nun an gab ich dieses Vorhaben auf und konzentrierte mich wieder auf Kerstys Familie.
Das Problem lag auf der Hand, die teilweise geweihte Familie Vichot, und wie man ihre
Kappen neutralisiert.
Um einen Hinweis zu erhalten musste ich Kerstys Familie belauschen. Ich rief nach ihr und
erklärte ihr mein Vorhaben und ob sie stark genug sei, sich das alles anzuschauen, denn ich
möchte dort weitermachen, wo wir am Anfang aufgehört hatten. Sie war damit einverstanden.
Auf dem Bildschirm sahen wir, dass die Diskussion ohne ihre jüngeren Geschwister
weiterging. Es kehrte dort einfach keine Ruhe ein.
Daniel meinte, bevor er die Vichots verließ, dass sie auf ihre anderen Töchter aufpassen
müssten, damit sie nicht auf die gleiche Idee kämen wie Kersty, denn dann würde auf ihn
letztendlich auch die gleiche Schande fallen, weil er mit Jeannie Vichot verlobt sei.
Dann ging Daniel aus dem Haus, und aus Neugier folgten wir ihm. Im Freien sprach er mit
einigen Leuten und forderte sie auf, mit ihm und dem Spürhund erneut an die Stelle zu gehen,
an die Kersty verschwand.
Dort, wo sie durch das Portal ging, verlor aber der Hund die Fährte. Man hörte wie er ihnen
dann den Befehl gab, nicht aufzugeben und weiterzusuchen, und meinte, sie kann sich nicht in
Luft auflösen, irgendwo muss sie sich doch verkrochen haben.
,,Noch einmal wird sie mir nicht entwischen wie die drei Jungen letzten Oktober“, sprach er
leise vor sich hin.
Wir konnten ihn hier im Keller gut verstehen. Kersty vermutete zu Recht, dass es sich nur um
Henry, Will und Beanpole handeln könnte. Also stellten wir den Scanner auf den Tag, wo *die
Drei die Vichots verließen und folgten ihnen.
Da sie in der letzten Zeit keinen Kontakt mit Daniel hatten, spulte ich im Zeitraffer bis zum
Tribunal vor wo Daniel auftauchte. Erstaunt hörten wir *ihn sagen, dass die Drei Rebellen
seien und sie eine befreundete Familie, von der sie aufgenommen wurden, missbrauchten.
(*Quelle: The Tripods Folge 10,11,12 )

Als Kersty das hörte, erlebte ich das erste Mal wie sie wütend wurde und sich kaum
beruhigen ließ.


Mein Geburtstag 2014 / 2090

Ich nahm sie an die Hand, um sie zu beruhigen, und wir schauten weiter und *sahen Henry,
Will und Beanpole im offenen Gefängniswagen mit einem Pferd davor, auf dem Daniel saß,
wie sie aus dem Dorf gebracht wurden. Durch eine List überwältigten sie ihn unterwegs und
befreiten sich. Danach fesselten und knebelten sie Daniel,steckten ihn in den Wagen und
warfen den Schlüssel weg.
(*Quelle: The Tripods Folge 12 )
Darauf fingen wir beide an zu lachen, aber mein Lachen verstummte schnell, und ich sagte
laut:
,,Jetzt verstehe ich, warum dich Daniel wie besessen ergreifen wollte, denn dieses Erlebnis
dort hat ihn dermaßen gedemütigt. Die Freundschaft zwischen Henry und dir, hatte ihn dazu
bewogen, dich zurückzubringen, koste es was es wolle. Ich glaube nicht, dass er am 4. July
zufällig bei euch aufgekreuzt war, denn er wollte persönlich dabei sein, wie du zum Weihen
gebracht wirst. Ich glaube, er ist noch gefährlicher als ich gedacht hatte.“
Während ich das alles Kersty erzählte, verging ihr das Lachen und sie wurde weiß im
Gesicht. Als ich das merkte, speicherte ich alles ab und schaltete den Raum & Zeit Converter
aus.
Ich stand auf, zog sie vom Stuhl direkt in meine Arme und schaute ihr in die Augen,
streichelte ihre Wange und sagte zu ihr:
,,Um ein Haar hätten sie dich erwischt, und wir wären uns nie begegnet. Wenn ich das hier
alles so sehe, bekomme ich Angst und muss aufpassen, dass ich dich ja nicht verliere. Ich
merke erst jetzt, wie sehr ich dich doch liebe.“
Als Kersty das hörte schaute sie mich liebevoll an. Ganz langsam näherten sich meine
Lippen der ihren, sie schloss dabei ihre Augen und wir küssten uns das erste Mal
leidenschaftlich.
Die jüngsten Ereignisse beschäftigten uns die nächsten Tage und so war es gut, dass
Kerstys Geburtstag bevorstand. Da sie im Mai 2014 zu uns kam, nahmen wir unsere
Zeitrechnung und nicht die ihre von 2090.
An unserem 15. July 2014 kam Kersty die Treppe herunter und freute sich über ihre
Geburtstagsgeschenke. Trotz all ihrer Freude bemerkte meine Mutter eine Traurigkeit in ihrem
Gesicht.
Sie nahm sie in die Arme und fragte: ,,Was bedrückt dich Kersty.“
Da sie immer höflich und respektvoll meiner Mutter gegenüber war, sagte sie mit trauriger
Stimme:
,, Maman, du und Dirk ihr habt euch so viel Mühe gemacht, es tut mir leid, aber gerade heute
vermisse ich meine jüngeren Geschwister.“
Jetzt nahm auch ich sie in die Arme und gab ihr das Gefühl meiner ganzen Liebe, dabei
merkte ich wie sie das besonders jetzt benötigte.
Um sie abzulenken, fuhren wir zu dritt an den Palmenstrand, kauften ihr Badesachen und
besuchten ein Restaurant in dem es immer frische Meeresfrüchte gab, die sie ja noch nicht
kannte.


Geschwister Liebe

Den Bikini behielt sie gleich an, und vorsichtig betrat sie mit mir das Meer. Schwimmen hatte
sie ja zu Hause in Frankreich gelernt. Lange war sie umständehalber nicht mehr
geschwommen und tobte sich daher richig im Wasser aus. Es war ein Vergnügen, ihr dabei
zuzusehen. Danach ließ sie sich erschöpft auf das Handtuch neben mir fallen. Sie sah so sexy
in ihrem neuem Bikini aus. Ich beugte mich über sie, und wir fingen an zu schmusen, und ich
sah wie glücklich sie hier unter den Palmen im Sand lag.
Danach gingen wir anschließend hungrig die Meeresfrüchte essen. Mit viel Appetit probierte
und probierte sie alles. Es war für sie daher eine neue Erfahrung und gewöhnungsbedürftig.
Mit einem ausgedehnten Spaziergang ließen wir den Tag ausklingen. Das war unsere
Geburtstagsüberraschung für Kersty, und für sie war es ein unvergessenes Erlebnis.
Am nächsten Tag aktivierte ich wieder den Raum & Zeit Converter und ließ Kersty erneut
daran teilnehmen. Diesmal schaltete ich zu ihren jüngeren Geschwistern am 4. July 2090 ins
Haus. Ich fragte sie, ob sie der Situation die kommen könnte gewachsen sei.
Sie antwortete: ,,Ich weiß, ich muß stark sein, und was mir fehlt gibst du mir und hältst mich
fest."
Ich holte die Szenen ins Bild. Wir fanden Lucy, Shelag, Fiona und Helen neben an in der
Scheune, in der Weintrauben mit Füßen im Bottich zu Saft zertreten werden.
Alle standen wie betreten herum und hatten Tränen in den Augen. Die kleine Lucy weinte am
Heftigsten und musste von den anderen getröstet werden. Als wir das sahen, standen auch
uns Tränen in den Augen, und Kersty hielt sich an mir fest.
Nachdem sich die ,,Geweihten“ etwas beruhigt hatten, ging Anni Vichot in die Scheune zu
ihren Töchtern und begann zu sprechen:
,,Hört gut zu, eure Schwester Kersty hat diese Familie verlassen und uns keine Ehre
,,gebracht“, wir wissen nicht wo sie sich zur Zeit aufhält, und selbst Daniel und die Anderen
haben sie trotz intensiver Suche bis jetzt nicht gefunden, und wie es aussieht, will sie nicht
gefunden werden. Wir müssen sie, so schwer es uns fällt, vergessen und uns auf uns selbst
konzentrieren, damit die Familie nicht auseinander fällt und wieder an die Arbeit gehen.“
Dabei fasste sie sich an den Kopf, so merkwürdig, dass es uns auffiel. Es war als würde
Kerstys Mutter hin- und hergerissen sein, und wir glaubten, dass etwas mit ihr nicht stimmen
könnte. Wir hielten das Bild an und überlegten eine Weile.
Ich fragte Kersty: ,,Wann waren Henry, Will und Beanpole noch mal bei euch?“
Verdutzt antwortete sie: ,,Im September 2089. Warum willst du gerade in diesen Zeitabschnitt
schauen?“
Es muß irgend eine Verbindung zwischen diesen Ereignissen geben“, erklärte ich ihr.


Wir kommen der Lösung näher

,,Ich weiß es nicht genau, aber logischerweise gibt es einen Zusammenhang zwischen dir,
Daniel, deiner Mutter und den Jungen. Vielleicht täusche ich mich auch, aber irgendwo ist die
Lösung zu finden“, ergänzte ich und sagte:
,,An irgendeinem Punkt müssen wir ansetzen.“
Nachdenklich holte ich den Zeitabschnitt September 2089 auf den Bildschirm und spulte das
Bild bis dahin zurück bevor die Drei die Familie Vichot verließen und suchte nach Gesprächen
zwischen den Dreien und ihrer Mutter. ,,Volltreffer“
*Will saß mit Anni Vichot in derem Zimmer. Plötzlich konnte Kersty und ich sehen und hören
wie*Will sich wunderte, dass Kerstys Mutter so offen von Liebe und von einem Zeitalter vor
den Dreibeinern träumte und dass jetzt alles verschwunden sei, das Männer und Frauen
erfunden hatten, und dass diese ,,Schätze“ aus dieser Zeit bei ihr auf dem Speicher liegen.
Als Will stutzte, weil er ja wusste, dass sie geweiht war, erklärte sie ihm, dass sie eine Art
Vagante sei, weil ihre Kappe nicht richtig festsitzt und sie es schon vor ein paar Tagen auf dem
Speicher erwähnt hätte. Wieder fasste sie sich an den Kopf und erzählte:
*,,Wir leben jetzt in einer realen Welt der Kappen und Unterwerfung, Jeannie hat sie schon
bekommen und die anderen Mädchen werden die Kappe noch erhalten. Den Glauben an
Wunder werden sie dadurch verlieren und den Frieden im Geiste gewinnen, und ich kann
dieses Geschenk leider nicht ganz ausleben.“
(*Quelle: The Tripods Folge 10)
Nachdem Kersty und ich das gesehen hatten, lagen wir uns freudig in den Armen, und sie
küsste mich dankbar auf den Mund was ich freudig erwiderte.
Während wir beide uns unterhielten wie es nun weitergehen sollte, spulte ich die dortige Zeit
mit der Szene auf dem Speicher einige Tage früher zurück.
Kersty fragte mich: ,,Warum schauen wir uns gerade das an?“
Ich erklärte ihr, dass es besser sei alles zu wissen, und wir dadurch das Verhalten ihrer
Mutter vollständig verstehen könnten. Somit sahen wir uns *die Unterhaltung zwischen Henry,
Will, Beanpole und Anni Vichot an, und wieder erfuhren wir, dass sie zu ihnen sagte, dass sie
eine Art Vagante sei und nie aufgehört hat mit dem Bedürfnis, zu lernen und neugierig zu
sein.Weiter hörten wir, dass die drei Jungen eine Reise zum weißen Berg Mount Blanc
unternehmen wollten.
(*Quelle: The Tripods Folge 10 )

Kersty sagte darauf: ,,Meine Mutter hat weder das eine noch das andere zu mir und meinen
Schwestern verlauten lassen.“
Ich merkte wie sie sich dabei etwas aufregte. Darauf nahm ich sie in den Arm, um sie zu
trösten und zu beruhigen.
Als das funktionierte, stellte ich ihr meinen Plan vor.


Jetzt geht es los

Darauf machte ich Kersty den Vorschlag, in sechs Wochen dortiger Zeit, also ca. am 20.
August 2090 ihrer Mutter einen Brief zu schreiben und ihn an einen Platz im Haus zu
hinterlegen. Sie fand die Idee gut und wollte darüber mehr wissen. Ich erklärte ihr, dass sie mir
einen Platz im Haus zeigen sollte, den ihre Mutter oft persönlich beansprucht. Kersty überlegte
einen Moment und zeigte mir dann die Schublade unter der mechanischen Nähmaschine auf
dem Bildschirm, wo außer ihr niemand beigeht, und die sie regelmäßig benutzt. Ich bat sie, ihr
ein Brief zu schreiben.
Sie fragte mich: ,,Was soll ich ihr denn bloß schreiben?“
,,Teile ihr mit“, so begann ich: ,,Du bist von einer Familie gut aufgenommen worden,
erwähne aber nicht wo du bist und in welcher Zeit wir hier leben.“
Sie überlegte kurz und begann. Als sie fertig war, las sie mir den Brief vor:
Liebe Maman, seit sechs Wochen bin ich bei einer Familie untergekommen, die mich
liebevoll aufgenommen hat. Ich habe mich in deren Sohn verliebt und er in mich. Mir geht es
jetzt gut, und gerne würde ich euch alle besuchen, aber das Risiko ist mir zu groß. Macht euch
keine Sorgen. Ich liebe euch alle Kersty.
Ich lobte sie, weil sie den Brief so gut verfasst hatte.
Dann beobachtete ich auf dem Bildschirm, wann Kerstys Mutter wieder in die Schublade griff
und musste dazu die dortige Zeit ein wenig vorspulen. Als dann der Moment gekommen war,
spulte ich bis zu dem Augenblick wieder zurück, wo niemand in den nächsten 10 Minuten das
Zimmer betrat.
Ich öffnete das Portal und man sah im Ring wieder eine türkisfarbenwallende Oberfläche.
Während ich auf dem Bildschirm das Portal bis ca. 50 cm vor der Schublade platzierte, gab ich
Kersty die Order, auf den Bildschirm zu schauen, um das Geschehene zu überwachen. Ich
nahm einen Holzhaken und stieß in die Mitte des Portals durch den türkisen Horizont und
landete augenblicklich direkt vor der Schublade im Haus der Vichots. Kersty dirigierte mich
über den Bildschirm, und so konnte ich von meiner Seite aus die Schublade mit dem Haken
aufziehen. Mit einer Art Greifer (verlängerter Arm) nahm ich den Brief und legte ihn hinein und
schloß sie wieder auf die gleiche Weise, ebenso das Portal.
Wir ließen den Dingen nun ihren Lauf und wussten ja, wann Anni, Kerstys Mutter, die
Schublade wieder öffnete.
Da ich müde war, ging ich eine Etage höher und legte mich angezogen im Wohnzimmer auf
die breite Couch. Ich merkte erst später, wie Kersty dazu kam, sich neben mich legte und sich
an mich kuschelte.


Gesetze

Das leise Schnarchen von Kersty weckte mich. Da lag sie nun angezogen neben mir auf der
Couch, und ich musste sie die ganze Zeit anschauen.
Leise sagte ich vor mich hin: ,,Wie sehr ich dich doch liebe.“
Sie muss das wohl gehört haben und machte ihre Augen auf und schaute mich verliebt an.
Dann wandte sie sich mir zu und fing an, mich leidenschaftlich zu küssen, und auch ich
erwiderte ihre Küsse.
,,Mir geht es auch so, ich liebe dich jeden Tag mehr“, sagte sie dabei glücklich und sprach
weiter: ,,Wenn man sich bei uns fürs Leben gefunden hat, teilt man das Bett mit ihm. Ich habe
mich deshalb jetzt zu dir gelegt, weil ich genau das für dich empfinde.“
Ich war sprachlos über ihre kecke Art und antwortete ihr:
,,Du bist erst 17 Jahre alt und ich kann und darf erst mit dir schlafen, wenn du 18 geworden
bist, also in ca. einem Jahr. Es ist Gesetz hier, und ich würde mich strafbar machen."
Erschrocken über meine Äußerung sagte darauf Kersty:
,,Ich glaube, ich habe mich nicht richtig ausgedrückt, wenn man bei uns verheiratet ist, teilt
man mit seinem Partner das Bett, und dass ich mich zu dir gelegt habe, ist dir doch nicht
unangenehm oder ist dieses auch hier verboten?“
Ich verneinte und küsste sie zur Beruhigung.
Erleichtert und ausgeruht gingen wir händchenhaltend zurück an die Arbeit. Wir waren mit
dem Raum & Zeit Converter wieder zu dem Zeitabschnitt angelangt, wo Anni Vichot Kerstys
Brief in ihrer Schublade fand. Gespannt beobachteten wir was nun passierte. Total verwundert
über den Fund, öffnete sie den Brief. Wir wussten, dass zu diesem Zeitpunkt keiner in ihrer
Nähe war. Sie las ihn mehrmals, und ihr Gesicht strahlte vor Freude. Als sich bei ihr plötzlich
die Tür öffnete, steckte sie den Brief vor Schreck zurück in die Schublade.
Jeannie kam herein, aber Anni ließ sich nichts anmerken. Wir konnten ihr dann auf dem
Bildschirm folgen und wollten wissen, ob sie vielleicht jemand anderem von dem Brief erzählte,
aber Anni schwieg, und zur Sicherheit hatten wir für uns die Schublade im Blickfeld gelassen.
Dann spulten wir nach deren Zeit, im Zeitraffer für weitere sechs Wochen voraus, hielten an,
da wo sie den Brief in die Hand nahm, ihn wieder und wieder las, und wir sie sagen hörten:
,,Oh Kersty, wo immer du bist, was würde ich darum geben, jetzt bei dir sein zu können, um
zu sehen, wie dein neues zu Hause ist.“
Als wir das hörten, sagte ich zu Kersty: ,,Jetzt ist der Moment gekommen, wo wir deine
Mutter hier nach Teneriffa holen können."


Ich habe meine Mutter wieder

,,Was hast du vor und wann soll das sein“, fragte Kersty erstaunt.
,,Du wirst ihr noch einmal einen Brief schreiben nach dortiger Zeit vier Wochen später, und
überlege dir inzwischen eine Stelle in der Nähe, an der wir den Kontakt herstellen können?“
schlug ich ihr vor.
Kersty überlegte einen Moment und erzählte mir von dem *Lagerraum in dem Hügel, in dem
ihre kleine Schwester Lucy Henry, Will und Beanpole entdeckt hatte. Die hatten uns später
erzählt, dass auf der anderen Seite unseres Hügels ein Tunnel beginnt, der bis in den
Lagerraum hineinführt, welcher auf dem Grundstück der Vichot steht.
(*Quelle:The Tripods Folge 9)
,,Von dort aus holen wir sie ab“, sagte ich freudig zu ihr.
Ich plante weiter und gab ihr die Anweisung:
,,Du schreibst ihr am besten jetzt den Brief, und in dem du ihr mitteilst, dass du sie an dem
und dem Tag am Ende des Tunnels hinter dem Lagerraum treffen willst. Nur, dass nicht du,
sondern das Portal dort auf sie wartet. Ich werde gleich mal schauen welcher Tag am besten
in Frage kommt.“
Ich machte mich an die Arbeit und fand einen Tag im September 2090, wo Kerstys Mutter
sich zu dieser Stelle begeben sollte. Kersty schrieb diesen Brief und ich suchte den exakten
Zeitpunkt aus, an dem wir ihr die Nachricht zukommen ließen. Mal wieder machten wir die
gleiche Prozedur wie das letzte Mal. Aufs Neue schaltete ich auf den Moment, wo Anni Vichot
den 2. Brief von Kersty vorfand. Sie öffnete und las ihn und war überglücklich. Auch diesmal
erzählte sie keinem von dem Treffen am 23. September 2090 um 11 Uhr.
Wir waren müde geworden, und da es schon spät war, schalteten wir alles aus und machten
noch draußen in der Natur einen ausgedehnten Spaziergang zu Dritt. Es war eine herrliche
kühle Nacht und Kersty berichtete meiner Mutter von dem ereignisreichen Tag und, dass wir
versuchen wollen, morgen ihre Mutter von 2090 nach 2014 auf die Insel Teneriffa zu holen. Sie
wünschte uns viel Erfolg und freute sich schon auf diese Begegnung.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück gingen wir voller Vorfreude an die Arbeit.
Nachdem ich den Raum & Zeit Converter wieder einschaltete und auf den 23. September 2090
um 10.30 Uhr auf das Haus der Vichot gerichtet hatte, warteten wir ab was wohl nun geschah.
Wir erblickten Anni Vichot nervös im Haus herumlaufen, aber sonst war niemand dort
anwesend. Wir sahen was außen ablief und fanden den Rest der Familie bei der Arbeit an den
Weinstöcken. Dann schauten wir wie Kerstys Mutter allein den Lagerraum betrat, ihn
durchquerte und den langen Tunnel entlangschritt. In dem Moment schaltete ich das Portal ein.
Anni Vichot sah am Ende des Tunnels nicht Kersty sondern das gelbe Portal.


Familien Begegnung

Verwirrt über das was sie sah, rief Anni Vichot ängstlich nach ihrer Tochter:
,,Kersty, wo bist du, ich bin doch allein gekommen und was bedeutet der gelbe Kreis hier?“
Kersty fragte mich ob ihre Mutter sie hören könnte, wenn sie sie von hier aus rufen würde. Ich
bejahte.
,,Maman, ich bin hier, hier in dem Raum hinter dem gelben Licht, folge meiner Stimme und
habe keine Angst durch das gelbe Portal zu gehen, rief Kersty aufgeregt ihrer Mutter auf
französisch zu.“
Anni Vichot folgte der Bitte ihrer Tochter und ging wie hypnotisiert hindurch. Im nächsten
Augenblick war sie bei uns.
Vor Schreck wusste sie im ersten Moment nicht was sie sagen sollte. Ich merkte, dass sie mit
sich kämpfte und sich dauernd an den Kopf fasste.
Das Portal war noch offen.
Kersty hielt es nicht mehr aus und warf sich ihrer Mutter in die Arme. Beide schluchzten vor
Freude, und sofort machte Anni ihr Vorwürfe wegen der Flucht vor der Weihe.
In dem Augenblick schaltete ich das Portal aus und merkte sofort, dass Anni plötzlich ihren
Vorwurf abbrach und augenblicklich klar im Kopf wurde.
Dann nahm auch sie mich wahr und fragte:
,,Wo bin ich hier und was ist gerade passiert?“
Selbst Kersty war über den plötzlichen Wandel ihrer Mutter überrascht. Da ich sie nicht
verstand, bat ich Kersty sie soll ihrer Mutter den Übersetzer aufsetzen und mir erzählen was
sie auf französisch gesprochen hat.
Sie erzählte es mir dann.
Nun begann endlich unsere Begrüßung:
,,Willkommen auf Teneriffa im Jahr 2014, Madam Vichot, ich bin der Freund ihrer Tochter und
sie sind durch diesen Raum & Zeit Converter von ihrer Zeit in unsere diese Zeit gelangt. Das
gleiche ist Kersty am 4. July passiert. Und noch etwas Erfreuliches, hier gibt es keine
Dreibeiner noch Weihe.
Als ich das Portal vor einigen Minuten abschaltete, bemerkte ich, dass die Kappe ihre
Wirkung hier verloren hatte.“
Total sprachlos, musste Anni Vichot diese Informationen erst einmal verdauen.
Sie setzte sich auf den Stuhl und bat um ein Glas Wasser und sprach:
,,Mir ist so ganz anders im Kopf seit das Portal geschlossen ist. Ich kann ab jetzt alles so klar
und deutlich erkennen, und diesen, für mich neuen Eindruck, hatte ich seit der Weihe nicht
mehr. Obwohl ich eine Art Vagantin bin, und meine Kappe nicht fest genug sitzt, stand ich dort
immer nur teilweise unter dem Einfluß der Dreibeiner. Hier bin ganz frei und schäme für das
was ich Jeannie angetan hatte und Kersty antun wollte. Ich bin ganz froh darüber, dass Kersty
durch ihre Flucht hier bei ihnen angekommen ist, und wie geht es jetzt weiter?“
Endlich nahm eine glückliche Kersty ihre Mutter an die Hand und führte sie nach oben, um
sie meiner Mutter vorzustellen und um ihr danach unsere Welt zu zeigen. Ich folgte den beiden
und war zufrieden über das was uns heute gelungen war.


Mutter und Tochter

Oben angekommen, begrüßten sich beide Frauen und waren sich auf Anhieb sympathisch.
Anni bedankte sich nochmals bei meiner Mutter und mir, dass wir ihre Tochter bedingungslos
aufgenommen hatten. Da meine Mutter das Mittagessen schon zubereitet hatte, setzten wir
uns gemeinsam an den Tisch, und während wir aßen, besprachen wir dabei den weiteren
Verlauf. Kersty bat ihre Mutter, sie möchte doch ein paar Tage bei uns bleiben und schaute
meine Mutter und mich dabei bittend an.
Für uns war das natürlich selbstverständlich.
Anni schaute plötzlich auf unsere Wanduhr und meinte:
,,Du liebe Zeit, dein Vater und deine Geschwister warten auf das Mittagessen, und ich habe
noch gar nichts vorbereitet. Sie wollte gerade aufstehen, aber Kersty, die neben ihr saß, hielt
sie am Arm fest.
Ich sagte zu ihr: ,,Madam Vichot, sie bringen die Zeit durcheinander, hier ist es jetzt Mittag
und wir haben den 20. July 2014 und nicht Mittag den 23. September 2090. Sie müssen sich
erst einmal an die ,,Zeitverschiebung“ gewöhnen und bleiben sie ruhig eine Weile hier.
1. Braucht Kersty nach Monaten der Trennung ihre Mutter mal wieder. 2. Müssen wir einen
Weg finden, um ihre Kappe zu neutralisieren, und ich meinte weiter, lernen sie doch erst
einmal unsere schöne Welt ohne Einfluss der Dreibeiner kennen, danach werde ich sie 5.
Minuten nach 11 Uhr ihrer Zeit in ihrem Haus wieder absetzen, als wären sie nie
fortgewesen.“
Anni bedankte sich für diese Erklärung und bat mich, sie zu duzen und Anni oder Maman zu
sagen. Ebenso bat sie meiner Mutter auch das Du an. Alle waren natürlich einverstanden.
Danach zeigten wir ihr das Haus und das Gästezimmer. Sie war über das alle bisher
Gesehene begeistert, schaute an sich herunter und wies uns darauf hin, dass sie nichts
Passendes zum Anziehen dabei hätte.
Kersty ergriff darauf das Wort und fragte:,,Sollen wir Frauen nicht einmal in den Secondhand
Laden gehen und schauen ob wir dort nichts Günstiges für meine Mutter finden, um
anschließend am Strand spazieren zu gehen?“
Auf dem Weg dort hin machte Anni große Augen über die wunderschöne Gegend hier. Als
Kersty ihr alles begeistert gezeigt hatte, bemerkte Anni, dass ihre Tochter in der kurzen Zeit
ihrer Abwesenheit so reif und erwachsen geworden war. Sie fragte auch nach unserer Liebe
zueinander.
Aber Kersty, wie sie nun einmal war, antwortete sehr vernünftig: ,,Ich liebe ihn Maman, und
Dirk liebt mich auch.
Die ,,Maschine“ im Keller, die dich auch hier hergebracht hat, hat auch mich durch Zufall
oder Schicksal glücklicherweise zu ihm geführt, denn er hatte sie nur aus dem Grunde gebaut,
um damit ursprünglich seine tote Frau zurückzuholen."


Aufklärung

,,Wenn das alles hier, und auch Dirk nicht gewesen wäre, hätten Daniel und die Anderen
mich damals erwischt, und ich wäre schon längst geweiht. Ach es ist inzwischen so viel
passiert, dass ich dir das nach und nach erzählen werde“, sprach Kersty weiter.
Anni hatte längst bemerkt, wie Kersty sich verändert hatte.
In den nächsten Tagen unternahmen wir viel und fuhren dabei zu viert über die Insel. Anni
war auch wiederum von allem hier überwältigt. Während Mutter und Tochter viele Gespräche
führten, überlegte ich, wie ich die Kappe unbrauchbar machen könnte. Um meiner Lösung
schneller näher zu kommen, setzte ich mich wieder an den Raum & Zeit Converter und bat
Anni, mir zu helfen. Kersty und meine Mutter gesellten sich dazu. Kersty forderte mich nun auf,
ich solle doch unseren Müttern die Szene mit *Daniel beim Tribunal vorführen, wo er Henry,
Will und Beanpole verleumdete. Um einen Anfang zu machen, holte ich das Ereignis auf den
Bildschirm. Anni befürchtete, dass das Signal der Dreibeiner sie auch hier über den Bildschirm
erreichen könnte, aber dem war nicht so, und wir beruhigten sie. Jetzt sahen wir auch den
Verrat,*den Daniel verübte. Unsere Mütter waren entsetzt über das was sie erblickten. Wir
schauten weiter und waren gespannt was inzwischen aus den Dreien geworden war. Anni
informierte uns, dass sie auf dem Weg zum Mout Blanc seien. Da ich nun Bescheid wusste,
wollte ich gerade die Verbindung kappen, als wir plötzlich *die Begegung eines Dreibeiners mit
ihnen sahen.
Was wir nun erblickten überraschte und schockierte uns total. *Die Drei fuhren mit einer Lore
in einen Steinbruch als plötzlich der Dreibeiner direkt über sie stand. Zum Glück bemerkte er
sie nicht, aber zurück konnten sie auch nicht, weil er sie dann ausmachen könnte. Nach einer
geschlagenen Stunde machte Beanpole auf einmal den Vorschlag, den Dreibeiner zu
zerstören. Weil sie sahen, dass ein Bein oben auf einem losen Gestein ruhte, platzierte Henry
im Socken eine Handgranate direkt unter den Fuß des Dreibeiners, an der eine lange Schnur
hing. Beanpole zog an dieser und die Explosion erfolgte promt. Der Dreibeiner verlor das
Gleichgewicht und stürzte um. Einen Augenblick später öffnete sich vorn am Kopf die Tür und
wir sahen darin grünes Licht. Geistesgegenwärtig schmiss Henry noch einmal eine ,,scharfe“
Granate ins Innere und wieder erfolgte eine Explosion, auf der eine grüne Masse langsam aus
der offenen Tür floss. Danach flohen die Drei in Richtung Mont Blanc, und aus der Ferne
hörten sie die ,,Schreie der Dreibeiner.“ Als sie sich umdrehten, konnten wir ihre geschockten
Gesichter sehen und wie zusätzlich noch sechs Dreibeiner dort auftauchten, von denen zwei
komplett rot aussahen, und jeder von ihnen mit zwei Laserwaffen bestückt waren.
(* Quelle: The Tripods Folge 12 )


Albträume

Kersty machte das Gesehene mehr zu schaffen als uns Anderen, aber sie ließ sich nichts
anmerken. Nach einer kurzen Pause schauten wir da weiter, wo wir aufgehört hatten. Aber die
Ereignisse wirkten noch nach. Auf dem Bildschirm sahen wir dann weiter **wie nachts die
Dreibeiner versuchten, Henry, Will und Beanpole mit ihren Laserwaffen und dem großen Fuß
umzubringen. Am Morgen darauf wurden sie von den Schwarzen Garden gefangen
genommen und verhört. Glücklicherweise waren das, wie wir später sahen ,,Freie Menschen.“
Beim Verhör erzählten sie ihnen von ihrer geplanten Reise. Wir beschlossen, die Zeit
zurückzudrehen, und uns anzuschauen wie alles am 5. July 2089 begann. So sahen wir dann
wie *Wills Freund Jack geweiht wurde. Als er sich danach veränderte, lief Will entsetzt davon
und plötzlich ergriff ihn ein Fremder, namens Ozymandias, und hinderte Will am Fortgehen.
Danach erzählte er ihm die Wahrheit über die Dreibeiner und klärte ihn über alles bisher
Verschwiegene auf. Weiter berichtete er ihm von einem Ort in den Weißen Bergen (Mont
Blanc), an dem noch freie Menschen leben, die wie er, nicht geweiht sind und eine falsche
Kappe tragen.
*Daraufhin flohen Will und Henry von England nach Frankreich, wo sie Beanpole trafen. In
Paris wurde Will von Vaganten am Kopf verletzt, und er erwachte auf Schloß Ricordeau, wo
auch Henry und Beanpole sich befanden. Will verliebte sich dort in Eloise, der Tochter vom
Grafen und der Gräfin Ricordeau, die später dann zur Turnierkönigin gewählt wurde, um
anschließend in die Goldene Stadt der Dreibeiner gebracht zu werden. Nachts beim Ausritt
vom Schloß zu seinen Freunden wurde Will von einem Dreibeiner überfallen, der ihn einen
Peilsender unter die Achselhöhle implantierte. An der Stelle in dem Tunnel, an der ich das
Portal für Anni geöffnet hatte, entfernte Beanpole den Sender wieder, und so landeten die Drei
schließlich bei den Vichots.

(*Quelle: The Tripods Folge 1 bis 10 )

Diese gesamten Abenteuer schauten wir uns gemütlich im Zeitraffer an.
Inzwischen war es Abend geworden und wir beschlossen, am nächstenTag weiterzuschauen.
Am nächsten Morgen klingelte das Telefon, und die Freundin meiner Mutter lud sie und Anni
zu sich auf die Finka ein und holte die beiden dann später ab.
Ich schaute weiter mit Kersty die Ereignisse an wie ** die Drei von den Freien Menschen
aufgenommen und für die Olympischen Spiele trainiert wurden, um später in die Stadt der
Dreibeiner zu gelangen. Dann passierte dort etwas Schreckliches. Wir sahen wie **ein
Mädchen, so alt wie Kersty, Angst vor dem Weihen hatte, und man ihr erst die Haare zur
Glatze abschnitt und sie dann mit Gewalt zum Weiheplatz brachte. Schließlich nahm der
Greifer des Dreibeiners sie hoch und steckte sie in sein Inneres.
(**Quelle: The Tripods Folge 13 u.14)
Als Kersty das sah, schrie sie auf und rannte nach oben. Ich folgte ihr sofort und ahnte ja
nicht, dass dieser schreckliche Vorfall bei ihr in der gleichen Nacht die schlimmsten Albträume
auslösen würde.


Ärger

Ich fand sie zitternd am ganzen Korper draußen auf der Terrasse und nahm sie in meine
Arme, um sie zu beruhigen. Es dauerte eine ganze Weile bis es wirkte.
Daraufhin sagte sie: ,,Das arme Mädchen, es ist so schlimm was diese Eltern ihr damit
antaten, denn dieses Mädchen hätte ich auch sein können. Es war gut, dass Henry diesen
einen Dreibeiner zerstört hatte. Wir müssen alles daransetzen, sie mit allen Mitteln zu
bekämpfen.“
Ich bejahte es und fragte sie: ,,Geht es dir jetzt besser, dann können wir endlich am Strand
spazieren gehen. Kersty war damit einverstanden und so verbrachten wir einen
wunderschönen Nachmittag. Als wir zurückgekehrt waren, gab es eine Nachricht auf dem
Anrufbeantworter. Meine Mutter hatte darauf gesprochen und uns mitgeteilt, dass Anni und sie
heute nicht mehr zurückkämen und dort übernachteten und erst am morgigen Vormittag
einträfen.
In der Nacht wurde ich von einem lauten Schrei geweckt. Sofort war ich hellwach und stürzte
mich in Kerstys Zimmer und hörte sie im Schlaf noch rufen:
,,Nein, nein laßt mich, ich will nicht geweiht werden. Hilfe, hilfe, warum hilft mir niemand?“
Ich fasste sie an die Schulter, damit sie wach wurde. Als sie endlich zu sich kam, nahm sie
mich in den Arm, klammerte sich an mich fest und wollte mich nicht mehr loslassen. Sie
erzählte mir stockend, dass sie diese schrecklichen Bilder des Mädchens nicht mehr aus dem
Kopf bekäme und geträumt hätte, dass ihr das Gleiche passiert wäre.
Dann fragte sie mich: ,,Dirk, ich habe Angst, wenn ich wieder einschlafe und noch einmal das
gleiche Träume, aber es würde mir helfen, wenn ich heute Nacht bei dir im Bett schlafen
könnte, bitte nur dieses eine Mal.“
Mir war zwar nicht ganz wohl bei der Sache, aber da ich Kersty so liebte, tat ich ihr den
Gefallen. Sie nahm ihr Bettzeug und kam zu mir und legte sich neben mich. Kurz darauf schlief
sie wieder ein.
Und wieder plagte sie der Albtraum und ich wurde dadurch wach. Diesmal sprach ich
beruhigend auf sie ein, während sie das noch einmal erlebte und sagte zu ihr:
,,Kersty, ich bin bei dir, habe keine Angst, ich liebe dich.“
Und ich streichelte ihr Gesicht. Dann wurde sie ruhiger, wachte langsam auf, schlug ihre
Augen auf und sagte zu mir:
,,Diesmal war es anders, ich träumte den gleichen Traum, und dann kamst du und hattest
mich gerettet. Dann wachte ich auf, und du streicheltest mein Gesicht und sprachst mit mir. Ich
danke dir.“
Ich küsste sie auf den Mund, und dann kuschelte sie sich an mich und schlief gleich wieder
ein ohne weitere Albtäume zu haben. Auch ich schlief dann sofort ein.
Am folgenden Morgen wollten meine Mutter und Anni uns beide überraschen und kamen
daher frühzeitig zurück. Sie gingen leise die Treppe hinauf und erwischten uns beide in
flagranti Arm in Arm in meinem Bett. Dann ging der Ärger los.


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


So Mär 01, 2015 12:20 pm
Profil
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Benutzeravatar

Registriert: Di Jan 27, 2015 12:47 pm
Beiträge: 1294
Wohnort: Teneriffa
Beitrag Re: 236 | Fan-Fiction!
Die Dreibeiner - Kerstys Zuflucht -Fortsetzung-


Keine Ausreden

,,Kersty, was machst du da in Dirks Bett?“ rief Anni total aufgeregt aus und weckte uns
dadurch unsanft auf.
Kersty stammelte nur:
,,Aber Maman, ich hatte furchtbare Albträume, und du und Dirks Maman ihr ward nicht da nur
er war bei mir, und weil ich Angst hatte wieder einzuschlafen, dass dieser furchtbare Traum
wiederkommt, hatte ich ihn um Erlaubnis gefragt ob ich nur dieses eine Mal in seinem Bett
schlafen könnte.“
Anni war überrascht über diese Ausrede und antwortete darauf: ,,Aber Kind, weißt du
eigentlich wie alt du bist und wann man mit einem Mann das Bett teilt? Du bist noch nicht mal
seine ,,fiancée“ (Verlobte) wie deine Schwester Jeannie."
Meine Mutter schmunzelte nur über diese Sache.
Jetzt ergriff ich das Wort: ,,Kersty und ich hatten uns schon über dieses Thema, ,,das
Bettteilen“ unterhalten, außerdem ist nichts passiert und als Beweis, können wir uns das
gleich mit dem Raum & Zeit Converter anschauen was gestern Nacht gewesen ist und nicht.“
Sie war jetzt ganz zufrieden und glaubte uns.
Unsere Mütter machten darauf ein reichhaltiges Frühstück, und wir zogen uns erleichtert an.
Das Thema war damit erledigt.
Nach dem gemeinsamen Mahl, gingen wir wieder an die Arbeit. Ich schaltete den Bildschirm
ein und wollte Anni und meiner Mutter zeigen, was wir gestern gesehen hatten.
Wir sahen* wie die drei Jungen nach dem Verhör von den Freien Menschen aufgenommen
und für die Spiele in der Stadt der Dreibeiner trainiert wurden. Als wir dann an die Stelle
kamen, an die man *das Mädchen kahlköpfig mit Gewalt in den Dreibeiner steckte, ging Kersty
hinaus, um sich diesen Anblick zu ersparen. Selbst unsere Mütter waren darüber entsetzt was
sie eben sahen. Nun verstand Anni warum Kersty davon Albtäume bekommen hatte, und sie
schämte sich für ihren Verdacht. Als es vorbei war, rief ich Kersty wieder herbei. Dann
schauten wir uns weiter das Geschehen an wie *der Dreibeiner einen Jungen der Freien
Menschen mit seinem mächtigen Fuß zu Tode trat. Auch konnten wir beobachten*wie auf dem
Gelände der Freien Menschen Will, Beanpole, Fritz und einige Andere in einem besonderen
Raum falsche Kappen erhielten, um ihre Weihe vorzutäuschen, damit sie an den Spielen
teilnehmen konnten.
(* Quelle: The Tripods Folge 14)

Plötzlich rief ich aus: ,,Das ist es, gerade ist mir die richtige Idee eingefallen! Anni, wir
müssen deine ungeweihten Mädchen, außer natürlich Kersty, kurz vor der Weihe mit dem
Raum & Zeit Converter eine nach der anderen zu den Freien Menschen bringen, damit diese
ihnen eine falsche Kappe geben."
Anni meinte darauf: ,,Das ist eine gute Idee. Aber zuerst muss meine Kappe unschädlich
gemacht werden und danach die von Jeannie und meinem Mann, und deswegen werden wir
sie auch nach hier bringen. Dabei dürfen wir Daniel nicht vergessen, der quasi schon zur
Familie gehörte und nun für uns alle eine Bedrohung geworden ist.“
,,Mit deiner Kappe fangen wir an, und ich weiß auch schon wie“, verkündete ich stolz.


Kappe außer Gefecht

Anni wollte nun mehr darüber erfahren, also begann ich zu erzählen:
,,Unser Arzt im Norden besitzt ein Gerät, mit dem röntgen wir deinen Kopf. Er kann von der
Röntgenaufnahme nicht nur ein Foto herstellen, sondern in seinem Computer jede Einzelheit
vergrößern. So können wir feststellen, wo und wie deine Kappe am Kopf befestigt ist und
suchen nach der Schwachstelle."
Für Anni war es etwas zu kompliziert. Außerdem kannten Anni und Kersty kein Röntgengerät.
Ich zeigte ihnen darauf ein Panoramabild von meinen Zähnen, dann ein paar Röntgenbilder
vom gebrochenen und genagelten Fuß meiner verstorbenen Frau. Interessiert schauten sie
sich die Bilder an und verstanden es. Ich rief sofort unseren Arzt an, und wir vereinbarten
einen Termin für den nächsten Tag. Er wollte genau wissen, um was es sich handelte, aber ich
sagte nur:
,,Herr Dokter, die Mutter meiner Freundin hat eigenartige Kopfschmerzen und ich schlage
vor, dass sie evtl. eine Röntgenaufnahme machen.“
Am nächsten Tag fuhren wir zu viert zu ihm in die Praxis. Ich sprach als erstes mit ihm und
wies ihn besonders in diesem Fall auf seine ärztliche Schweigepflicht hin. Jetzt wurde er sehr
neugierig. Ich stellte ihm Anni Vichot vor und zeigte auf ihren Kopf und bat ihn:
,,Herr Dokter, schauen sie sich doch dieses einmal genau an.“
Anni legte vorher den Übersetzer ab.
Er erschrak, als er die Kappe sah und fragte: ,,Wo hat sie denn das her?“
Jetzt musste ich ihm leider die ganze Geschichte von den Dreibeinern, der Weihe und dem
Raum & Zeit Converter erzählen. Das musste er erst einmal verdauen und setzte sich. Danach
ging er ans Werk, und Anni musste sich hinlegen. Die beiden Neulinge schauten dabei
ängstlich auf das Gerät und warteten gespannt auf das Resultat. Er machte einige
Röntgenaufnahmen und bat uns, das Ergebnis auf dem Bildschirm zu betrachten. Anni sowie
Kersty waren verblüfft über das was sie da sahen.
Der Arzt vergrößerte die Aufnahmen um die Kappe herum und sagte zu mir:
,,Sehen sie selbst, man kann hier nicht viel erkennen, wir müssen in die Klinik fahren und
eine Computertomografie machen.“
Anni hatte an unseren Gesichtern erkannt, dass es doch schwieriger war als ich es gedacht
hatte.
Sie fragte: ,,Was ist das für ein ,, Ding“ von dem ihr gesprochen habt. Ist das etwas
Unangenehmes für mich?“
Der Arzt verneinte es und erklärte ihr alles so gut wie sie es verstehen konnte. Er setzte sich
darauf hin und telefonierte.
Dann sagte er: ,,Ein Freund in der Klinik schuldet mir noch einen Gefallen. Er kennt sich mit
vielerlei Elektronik aus und setzt Hirnschrittmacher ein.“



Elektroschock

Über diese gute Nachricht war ich total perplex. Jetzt hielt auch Kersty die Spannung nicht
mehr aus und wollte wissen, ob man ihrer Mutter helfen könnte.
Der Arzt klärte uns nun alle auf: ,,Ich kann bei Anni hier nichts machen, weil ich nicht genug
erkennen kann. Darum fahre ich jetzt mit ihr und Dirk in die Klinik, die anderen sollten hier
warten, denn was ich gleich machen werde ist
normalerweise verboten. Mein Kollege wird uns die Tür öffnen, und dann legen wir Anni in die
,,Röhre“ und versuchen dadurch mehr zu erfahren.“
Dann machten wir uns auf den Weg.
Anni kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, als sie die ganze medizinische Einrichtung
sah und vergaß fast warum sie hier war. Angst bekam sie erst wieder als sie in die ,,Röhre“
hineingelegt wurde. Wir beruhigten sie, und jetzt sahen wir die außerirdische Meisterleistung
der Dreibeiner in der Kappe. Der Freund des Arztes wollte natürlich jetzt auch wissen was sie
für ein außergewöhnliches Kunstwerk darstellt.
Leider musste ich etwas schwindeln und sagte ihm: ,,Anni wurde von Außerirdischen
entführt, und diese haben ihr das Metallgeflecht eingepflanzt.“
Damit gab er sich erst einmal zu frieden. Nun klärte er uns auf, nachdem er die einzelnen
Schichten des Kopfes und der Kappe begutachtet hatte und empfahl Anni, sich das nicht
anzuschauen.
Dann sprach er: ,,Seht her wie die Kappe mit der Kopfhaut und dem Schädel verwachsen ist.
Hier kann man die Elektronik in dem Geflecht erkennen. Daher ist es sehr schlecht, sie
operativ zu entfernen, und ich wüsste nicht einmal welche Stelle des Geflechts ich
durchtrennen müsste, um die Kappe zu deaktivieren. Ich habe keine Ahnung was die Kappe
überhaupt bei ihr bewirkt, obwohl sie an einigen Stellen nicht ganz festgewachsen ist.“
Wie sollte ich es ihm erklären ohne dass noch mehr ans Tageslicht kam.
Anni, die etwas vom Gespräch mitbekommen hatte, sagte darauf. ,,Die Kappe habe ich mit
16 Jahren bekommen, und sie unterdrückt Neugier und Rebellion, wenn ich unter ihrem Einfuß
stehe.
Der Freund des Arztes sagte darauf: ,,Ich sehe nur eine Möglichkeit die Elektronik in der
Kappe zu zerstören, nämlich durch einen elektrischen Kurzschluß mit einem Defibrillator. Nur
welche Voltzahl ich benutzen muss, das weiß ich nicht genau.“
Anni verstand nicht was er meinte. Darauf sagte ich, dass ich es allen später erklären werde.
Meinem Arzt wurden die C T Aufnahmen auf eine DVD überspielt und mitgegeben. Wir
bedankten uns und kehrten in die Praxis zurück. Dort berichtete und zeigte unser Arzt was die
C T Aufnahmen ergeben hatten und dass es nur eine einzige Möglichkeit gibt, die Kappe
unwirksam zu machen. Falls Anni es in Erwägung zieht, kommt er zu uns und führt es aus.
Betroffen fuhren wir alle nach Hause.



Auf Leben und Tod

Auf dem Rückweg waren alle sehr ruhig und es wurde kaum ein Wort gesprochen. Denn wir
wussten nun, wenn man den Defibrillator einsetzt, um die Elektronik in der Kappe zu zerstören,
er auch Anni töten würde, bzw. einen Herzstillstand oder Gehirnschaden verursacht.
Ich glaube, dass Kersty am meisten betroffen war. Ich ging darauf allein aufs Zimmer zum
Nachdenken. Nach einer Weile kam Kersty zu mir und hatte total verheulte Augen, darauf
nahm ich sie in die Arme und trocknete ihre Tränen mit einem Taschentuch.
Sie schluchzte und sagte: ,,Bitte, Dirk hilf uns, ich habe solche Angst, meine Mutter zu
verlieren."
Ich sagte zu ihr: ,,1. Ich habe eine Ausbildung als Rettungssanitäter und assistiere dem Arzt
dabei. 2. Wir haben ja den Raum & Zeit Converter, sollte etwas schiefgehen, machen wir es
ungeschehen, indem wir zurückreisen und uns selber aufhalten.“
Das beruhigte Kersty. Wir gingen darauf hinunter und erzählten es Anni. Trotzdem war sie
sich ihrer Sache noch nicht ganz sicher.
Ich sagte zu ihr: ,,Du hast die Möglichkeit für immer hier zu bleiben oder zurückzukehren und
wieder unter dem Einfluß der Kappe zu stehen, und Jeannie und Kerstys Vater sind weiter
Sklaven der Dreibeiner und auch bald deine anderen vier Töchter.
Das überzeugte sie, und sie stimmte schließlich zu. Jetzt erst konnte ich den Arzt über das
Ergebnis informieren und sagte ihm, dass er alles Nötige vorbereiten und sich dann bei uns
melden könnte. Am nächsten Tag rief er schon an und sagte, dass er alles überdacht hätte
und meinte, dass die Kappe wie eine Antenne oder Empfänger dient und auf Annis Gehirn
einwirkt und sie beeinflusst. Dieses können wir mit dem EEG feststellen sobald das Portal
wieder geöffnet ist. Damit sie nicht bewusst beeinflußt wird, sediert (betäubt) man sie vorher,
trotzdem können wir auf den EEG alles beobachten. Zusätzlich zur Überwachung wird parallel
dazu ein EKG gemacht, um ihre Vitalfunktion zu kontrollieren. Er habe mit seinem Kollegen
gesprochen, der sich speziell mit Gehirnströmen auskennt. Es ist besser für Anni, wenn er
dabei wäre. Ich sagte ihm, dass das für uns ein Risiko wäre, wenn er wüsste wo wir wohnten.
Kersty, die das Gesprach mit angehört hatte, zupfte mich am Ärmel und meinte ob es nicht
möglich wäre, das Portal dort beim Arzt zu öffnen, so dass beide durchgehen könnten. Zur
Freude über diesen genialen Vorschlag küsste ich sie und teilte es ihm am Telefon mit und
sagte:,,Diese gute Idee kam gerade von meinem Schatz, und wenn sie wollen kommen sie beide
durch das Portal und bringen sie alles Nötige mit.“



Mamans Freiheit

Er fand den Vorschlag gut mit dem Kollegen durch das Portal zu uns zu kommen. Dann
meinte er noch, wenn Anni da liegt, wir das Portal zu ihrer Welt im Jahr 2090 öffnen sollten,
um ihre Gehirnströme zu beobachten, ob sie sich verändern durch den Einfluß des
unsichtbaren Senders der Dreibeiner. Ich fand die Idee gut.
Er sagte noch: ,,Nach Eintreffen meines Kollegen rufe ich sie morgen nach 9 Uhr an, und
danach öffnen sie das Portal bei mir, damit wir samt unserer Ausrüstung hindurchgehen.“
Nach dem Telefonat erzählte ich allen von unserem Gespräch.
Um uns abzulenken fuhren wir gemeinsam in die Stadt zum Geschäftebummel und Kersty
zeigte ihrer Mutter die neueste Mode.
Am nächsten Tag rief unser Arzt wie vereinbart an und sagte, dass alles in Ordnung sei, und
dass ich nun das Portal öffnen sollte. Ich hatte schon vorher alles in die Wege geleitet und
seine Praxis mit der Umgebung auf dem Bildschirm betrachtet. Somit konnte ich sehen, dass
außer ihnen niemand in Sicht war, auch 15 Minuten später nicht. Nun öffnete ich das Portal,
das Anni natürlich wieder in Erstaunen versetzte. Unser Arzt rief nach mir als es geöffnet war,
und ich antwortete ihm. Im nächsten Augenblick trat er und sein Kollege hindurch und trugen
beide ein Sanitäterbett, darauf liegend Defibrillator, EKG, EEG, Notfall - Koffer und
Sauerstoffflasche. Beide waren erstaunt als sie endlich den Raum & Zeit Converter sahen.
Dann bauten sie ihre Geräte auf und baten Anni, sich oben herum freizumachen.
Gut, dass sie gestern mit Kersty für sich moderne Unterwäsche gekauft hatte, denn so etwas
Feines wie diese Dessous war für sie bisher unbekannt. Für sie war es eine merkwürdige
Situation, halb nackt vor fremden Männern so da zu liegen und mit Klebe - Elektroden und
Kabeln bestückt zu werden. Danach legte unser Arzt ihr einen Zugang mit einer Flasche
Kochsalzlösung - Infusion, und man dünnte ihr noch die Haare an der Kappe aus. Nachdem
sie mit allem fertig waren, spritzte einer der Ärzte ihr ein leichtes Beruhigungsmittel, damit sie
von allem nichts mitbekam. Als Anni leicht sediert, und alle Geräte am Laufen waren, gab mir
der Arzt ein Zeichen, damit ich das Portal öffnete. Sofort sah man auf dem Monitor des EEGs
wie sich die Gehirnströme veränderten.
Der Kollege sagte nun zum Arzt: ,,Ich setze jetzt den einen Paddel des Defibrillator auf die
breite Seite der Kappe vorne und den anderen auf die Spitze hinten, damit sich der Stromstoß
von einer Elektrode durch die Kappe zur anderen bewegt.“
Dann verteilte er auf der blanken Seite der Paddel Leitgel und setzte die Elektroden an der
Kappe an. Der Arzt stellte auf 200 Joule und drückte den Schalter.



Es hat geklappt

Auf einmal sah man wie Annis Körper zuckte und das EKG zeigte Unregelmäßigkeiten an
aber ihr Herz beruhigte sich gleich wieder. Die ganze Zeit über hielt meine Mutter Kerstys
Hand, um sie zu beruhigen. Unser Arzt kontrollierte weiter ihre Vitalfunktionen und sein
Kollege die Gehirnströme und sagte darauf, dass die Kappe nun keine Gefahr mehr darstelle.
Aber zur besseren Kontrolle sollte ich das Portal schließen. Während er weiter Annis
Gehirnströme überwachte, schaltete ich das Portal wieder aus.
,,Wir haben es geschafft“, sagte der Kollege stolz.
,,Alles in Ordnung, auch bei mir“, sagte unser Arzt, und Anni kam zu sich.
Kersty hielt es nun nicht mehr aus und ,,stürzte“ sich auf ihre Mutter. ,,Nicht so hektisch
kleines Fräulein, sie sollte noch mindestens eine Stunde liegen bleiben und sich dann den
ganzen Tag schonen“, ermahnte sie unser Arzt.
Der Kollege meinte erleichtert: ,,Gut, dass es nur diesen einen Fall hier gibt.“
,,Da ist noch mein Vater und meine Schwester“, platzte es aus Kersty heraus.
Der Kollege traute seinen Ohren nicht und sagte: ,,Was höre ich da? Ich glaube, man ist mir
nach allem mal eine Erklärung schuldig, ich habe nämlich im Internet von der Vergangenheit
bis heute noch keinen solchen Fall gefunden.“
,,Ich glaube, ich bin ihnen eine genaue Erklärung schuldig für das was sie bis jetzt für uns
getan haben.
Anni, wie auch Kersty kommen aus dem Jahr 2090“, begann ich zu berichten.
Dann erfuhr er von den Dreibeinern, der Weihe, bei der man die Kappe erhält und dass die
Dreibeiner schon seit 100 Jahren in ihrer REALITÄT existieren.
,,Es wäre daher gut, wenn sie auch Kerstys Vater und ihre Schwester von der Kappe befreien
würden“, ergänzte ich.
Nach langem Überlegen waren die beiden Ärzte einverstanden. Nachdem Anni sich von der
Liege erhoben hatte, packten sie ihre Geräte wieder darauf und sagten:
,,Ruft uns ruhig wieder an, wenn einer von beiden bei euch ist, und wir bleiben weiterhin
verschwiegen.“
Ich schaltete wieder das Portal ein und schickte sie in die Praxis zurück.
Anni erholte sich erstaunlicherweise sehr schnell.
Ein paar Tage später als wir alle zusammen saßen sprach sie zu mir:
,,Dirk, ich danke dir noch einmal für alles was du für mich getan hast, obwohl du mit Kersty
noch nicht einmal verlobt bist. Dagegen Daniel, der schon eine Weile mit Jeannie verlobt ist,
hat unserer Familie das Schreckliche angetan besonders an Kersty, Henry, Will und Beanpole,
und darum hat er uns alle nicht mehr verdient. Ich sehe dich nun schon als meinen zukünftigen
Schwiegersohn. Daher wird es Zeit, dass wir Jeannie als nächstes nach hier holen, damit sie
sehen kann, was Daniel angestellt hat."



Probleme und meine Verlobung

Ich bedankte mich bei Anni für ihre anerkennenden Worte und sagte darauf:
,,Ich habe mir auch schon über die Verlobung mit Kersty Gedanken gemacht, und wir können
sie jederzeit bekannt geben. Aber was die Heirat anbetrifft, wird es Probleme geben.“
Als Kersty das hörte, wurde sie ganz blass im Gesicht und traurig. Ich merkte es
augenblicklich und fuhr mit meiner Erklärung fort:
,,Nicht was du vielleicht denkst, Liebes, es bezieht sich auf deinen Pass....“
Weiter kam ich nicht, denn sie sprang auf, lief nach oben und gleich darauf drückte sie mir
ihren Pass in die Hand und blieb neben mir stehen. Jetzt sah ich wie ihr die Tränen übers
Gesicht liefen. Ich zog sie auf meinen Schoß und sagte zu ihr:
,,Ich liebe dich über alles“
und küsste sie dann auf ihren süßen Mund. Dann nahm ich ihren Pass und klärte sie auf:
,,Mit diesem hier können wir zu keiner Behörde gehen, denn die halten den Pass für einen
Scherz und dann bekommen wir großen Ärger, und da du nirgends registriert bist existierst du
auch nicht in dieser Zeit."
Jetzt verstand sie es.
,,Dann benötige ich einen Paß von dieser unserer Zeit“, sagte sie mit einer Entschlossenheit.
Ich gab ihr zu verstehen, dass ich mich in Ruhe um alles kümmern werde und wir nun lieber
über die Verlobung sprechen sollten.
Meine Mutter, die die ganze Zeit ruhig dabei saß, sagte dazu:
,,Dann feiern wir sie auch sehr schön“
und machte den Vorschlag, in das uns bekannte Restaurant zu gehen, in dem es die
herrlichen Meeresfrüchte gab, welches wir an Kerstys Geburtstag aufgesucht hatten. Und
weiter meinte sie, dass es bei uns Brauch ist, sich an dem Tag die Verlobungsringe
anzustecken. Kersty war überglücklich als sie das hörte.
Dann fuhren wir in die Stadt in ein Juweliergeschäft. Dort staunte nicht nur Kersty sondern
auch Anni verschlug es die Sprache über die viele Auswahl der Ringe und den gesamten
Schmuck. Es dauerte eine ganze Weile bis wir die Richtigen gefunden hatten.
Kersty konnte kaum den Tag erwarten und fieberte ihn mit Ungeduld entgegen. Als nun
endlich der Tag gekommen war, machten wir uns alle besonders hübsch.
Jetzt war der Moment gekommen wo ich Kersty den Ring ansteckte. Sie war mächtig stolz
und fiel mir um den Hals, und wir gaben uns den Verlobungskuss. Darauf fuhren wir in das
Restaurant. Anni, die aus ihrer Jugend schon Fisch kannte, war über die Vielzahl der Fische
und Meeresfrüchte völlig perplex. Da ich schon vorbestellt hatte, wurde für uns vier Personen
eine große gemischte Fisch und Meeresfrüchteplatte serviert. Anni, die sich auch mit Wein gut
auskannte, probierte einige, und der Ober servierte darauf den Passenden zu unserem Essen.
Weil wir heute unsere Verlobung feierten, durfte natürlich eine Flasche Champagner nicht
fehlen. Zum Schluß ließen wir die Eiskarte kommen und jeder suchte sich einen schönen
Eisbecher aus. Das Erstaunen von Anni war groß, denn Eis war für sie etwas ganz Neues.



Maman will heimkehren

Am nächsten Morgen sagte Anni: ,,Nach dem schönen Tag gestern wird es Zeit, dass ich
zurückkehre.“
Ich antwortete: ,,Aber wir sollten noch vorher weiter schauen wie die Stadt der Dreibeiner
aussieht.“
Anni war damit einverstanden und Kersty war froh, dass ihre Mutter noch etwas blieb.
Nachdem alle wieder vor dem Raum & Zeit Converter saßen, schaltete ich wieder den
Bildschirm ein, und wir machten da weiter wo wir das letzte Mal aufgehört hatten. Als erstes
sahen wir *die Auswahl der Athleten, die in die Dreibeinerstadt gesandt wurden, aber Henry
war nicht dabei. Dann erblickten wir wie *Beanpols Gruppe von einem roten Dreibeiner mit
Laserwaffen ausgelöscht wurde. Wir waren geschockt und Kersty schrie auf als sie das sah.
(* Quelle: The Tripods Folge 14 u. 15)
Als das vorbei war, spulten wir vor und sahen**Will, Beanpole und Fritz bei den Spielen in der
Nähe von Koblenz. Auch da spulten wir wieder vor bis zu dem Moment, um zu erfahren,
dass**Beanpole es nicht geschafft und vorhatte, vor der Stadt der Dreibeiner Stellung zu
beziehen, um die Manöver der Dreibeiner zu beobachten und auf die Rückkehr von Will und
Fritz zu warten. Sie wurden als Sieger in die Stadt der Dreibeiner gebracht. Jetzt sahen wir das
Innere des Dreibeiners und konnten ihm mühelos folgen wie er in die Stadt ging und die
Gewinner der Spiele dort auslud. Er war eine Maschine. Wir waren sprachlos über die Größe,
die Technologie und über das Innere der Stadt. Aber was dann kam, war noch schlimmer.
Jetzt sahen wir wie die Gewinner eingekleidet und mit einem Sauerstoffhelm und Flasche
versehen wurden, weil die grüne Luft der Meister für sie giftig ist. Anschließend wurden sie zu
Sklaven, und wir erblickten zum ersten Mal die Dreibeiner Meister.
(** Quelle: The Tripods Folge 17 u. 18)
Ich hielt das Bild an. Dann merkte ich wie Kersty erstarrt dahin schaute und wie sie unter
Schock stand, wie auch wir. Ich nahm sie darauf an die Hand und wir gingen alle frustriert
nach oben, um etwas zu trinken und uns auszuruhen.
Anni sagte darauf: ,,Das, was wir bis jetzt gesehen haben ist ja schlimmer als ich je gedacht
hatte. Wir schauen uns das noch bis zum Ende an, und dann kehre ich zurück und bereite
alles nach und nach vor, damit auch Jeannie und mein Mann von dieser Kappe befreit
werden.“
Kersty hatte sich inzwischen wieder gefangen und ich fragte sie ob sie hier bleiben oder
unten weiter schauen will. Da sie dabei sein wollte, machten wir an der Stelle weiter wo wir
aufgehört hatten.



Geheimnisse

Auf dem Bildschirm ließen wir die Szene weiterlaufen und erblickten folgendes: *Die Meister
sahen graugrün aus, der Körper bildete eine Art Stamm mit einem Kopf und einem großen
Auge. Wo bei uns Menschen die Arme angewachsen sind waren bei ihnen Beine mit Händen
daran. Will wurde Sklave von Meister 468 und sein Vorgänger George, der aussah wie ein 70
Jähriger erzählte Will, dass er erst 20 Jahre alt sei und seit 4 Jahren hier lebt. Dann gingen sie
zur ,,Glücklichen Befreiung“ und man sah danach die nächste Grausamkeit der Meister.
George wurde von seinem Leben befreit, indem ihn ein Lichtstrahl auflöste, und Fritz wurde als
Sklave in den Steinbruch geschickt.
Was wir dort sahen belastete uns sehr.
*Will wurde von seinem Meister 468 über dessen Herkunft und Leben belehrt. Fritz, der die
Schufterei im Steinbruch satt hatte, gelangte durch einen Trick in den Arbeitsbereich des
Energie - Zentrums wo er Pierre trifft, der wie er von den Freien Menschen nach hier geschickt
wurde. Leider fiel die Abwesenheit von Fritz den Gardisten auf und sie fanden und enttarnten
ihn. Danach schlugen sie ihn krankenhausreif.
Uns ging diese Barbarei ganz schön nahe.
*Nach Fritz seiner Genesung gab sich Pierre zu erkennen und zeigte ihm die Funktionsweise
der Stadt. Leider war die ganze Anstrengung für Pierres schwaches Herz zu groß, und Fritz
verlor gerade seinen eben gewonnenen Freund durch Herzinfakt, der erst 21 Jahre alt und
schon sehr gealtert war. Durch Wills Ungeschicklichkeit erfährt er und auch wir *jetzt den
wunden Punkt bei den Meistern, nämlich, dass ein Stoß am Mund sie verletzen oder sogar
töten könnte. Fritz wurde nach Pierres Tod in die Energie Elite gewählt und nahm dessen Platz
ein. Darauf fand er einen Weg nach draußen, weil er bei Pierres Sachen einen Fluchtplan
entdeckt hatte. In der Zwischenzeit wurde Will von seinem Meister 468 zu einem Cognosc, der
nur aus Energie besteht, gebracht, der aber nur allein mit Will sprechen wollte. Leider konnte
er seine Gedanken lesen, und dadurch erfuhr der Cognosc warum Will und Fritz sich in der
Stadt aufhielten und von den Freien Menschen in den Bergen.
Als wir das sahen, erschraken wir.
Kersty bekam es mit der Angst zu tun und meinte:
,,Wenn er Wills Gedanken lesen kann, dann weiß er bestimmt von unserer Existenz hier,
denn wir haben ihn angepeilt und sehen ihn auf dem Bildschirm.“
Ich beruhigte sie und erklärte ihr:
,,So lange das Portal nicht geöffnet ist, ist kein physischer Kontakt vorhanden."
Das entspannte sie und wir schauten weiter und staunten,
* dass es dem Cognosc gefiel, dass es noch freie Menschen gibt, die den Meistern
Widerstand entgegenbringen wollen.
(* Quelle: The Tripods Folgen 18 bis 21 )



Aufklärungs – Unterricht

*Weiter sahen wir wie der Cognosc am nächsten Tag Unmengen Energie von der Stadt
abzog. Will eilte zu ihm und erfuhr wie auch wir,*dass er von dort verschwinden will, weil die
Meister ein Raumschiff auf die Erde schicken wollen, welches Maschinen enthält, die die
,,Luft“ der Meister herstellt und dadurch dann alles Leben auf der Erde vernichtet wird, außer,
dass ein paar ausgesuchte Menschen übrigbleiben, die in Glashäusern wie so eine Art Zoo
gehalten werden sollen.
Wir waren mal wieder völlig geschockt und konnten so etwas überhaupt nicht fassen und
schauten darum interessiert weiter.
*Darauf verschwand der Cognosc ins Weltall. Danach wurde Will nun von seinem Meister
verdächtigt, ihn vertrieben zu haben und nach einem heftigen Streit zwischen ihnen, wollte er
Will den Sauerstoff - Helm vom Kopf ziehen, um seine Kappe zu überprüfen darauf tötete er
ihn.
Nun ging alles dort Schlag auf Schlag.*Will und Fritz verließen eilig über einen Fluchtweg die
Stadt. Draußen bei den Kühlbecken beschloss Fritz dazubleiben, um auf Hilfe zu warten. Will
stürzte sich mit seiner Sauerstoff - Ausrüstung in den Fluss und wurde am nächsten Tag von
Beanpole herausgezogen. Als sich die beiden auf den Weg zu den Freien Menschen begaben,
waren wir beruhigt und schalteten den Bildschirm aus.
(*Quelle: The Tripods Folge 22 bis 24)
Wir waren von dem eben Gesehenen völlig geschaft und aßen nur noch eine Kleinigkeit, um
dann schlafen zu gehen. Am nächsten Tag sprachen wir noch einmal über alles.
Anni wollte nun so schnell wie möglich zurück, denn sie war jetzt mehr als drei Wochen bei
uns. Kersty fiel der Abschied sehr schwer.
Ich sagte zu Anni bevor ich das Portal wieder öffnete, dass ich, wenn wir hier den 23.
September 2014, 11.05 Uhr haben, ich dort mit dem 23. September 2090, 11.05 Uhr synchron
schalten werde.
Kersty fragte mich darauf: ,,Warum?“
,,Damit wir bis auf das Jahr gleichen Datums sind“, antwortete ich.
Anni umarmte uns noch zum Schluss und dankte für alles.
Dann sagt sie: ,,Ihr könnt ja wie ich weiß, alles genau sehen was bei uns geschieht. Wenn ich
mit euch Kontakt haben will, stelle ich den kleinen Eifelturm auf meinen Nähtisch. Nun werde
ich alles vorbereiten, um Jeannie zu euch zu bringen.“
Darauf stellte ich die Zeit auf den 23.9.2090, 11.05 Vichothaus, Küche und schaltete das
Portal ein. Anni ging voller Hoffnung und Dankbarkeit hindurch und war augenblicklich wieder
zu Hause. Dann schaltete ich alles aus und wir gingen nach oben.
Ein paar Tage später fing Kersty an, mir merkwürdige Fragen zu stellen und drugste verlegen
herum.
Ich fragte sie: ,,Was ist los, so kenne ich dich gar nicht, du bist so still und verschlossen und
sonst immer offen, wenn du was möchtest.“
Jetzt bekam sie Mut und fing an zu sprechen: ,,Es geht um gewisse Dinge, die ich oft im TV
meines Zimmers gesehen habe.“
Ich fragte nach: ,,Was meinst du Liebes, nun rede schon!“
Ich aß gerade einen Apfel, merkte aber, dass es ihr peinlich war als es aus ihr herausplatzte.
,,Ich meine Sex zwischen Mann und Frau und ich habe nämlich keine Ahnung davon“,
antwortete sie unschuldig.



Meine Schwester Jeannie

Als ich das hörte was Kersty da von sich gab, fiel mir vor Entsetzen das Stück Apfel aus dem
Mund. Auf den Schreck hin, musste ich mich erst einmal setzen und promt ließ sie sich neben
mich nieder.
,,Hat man dir in der Schule oder zu Hause keinen Aufklärungsunterricht gegeben?“ fragte ich
sie.
Sie schüttelte den Kopf und sagte:
,,Nein, bei uns spricht man über so etwas nicht nur über das Thema ,,Biene bestäubt Blume“
und erzählt uns, alles Andere zeigt euch der Ehemann in der Hochzeitsnacht. Ich war völlig
perplex als ich das hörte. Was ich besonders an Kersty liebte war ihre Unverdorbenheit. Nun
waren erste Anzeichen vorhanden, dass dieses Bild von ihr anfing zu bröckeln. Ich musste sie
vorsichtig da heranführen, denn das was sie da alles im TV, Internet oder auf der Strasse zu
sehen bekam, wird sie falsch interpretieren. Ich liebte sie viel zu sehr, um das zuzulassen also
fragte ich sie:
,,Kersty, willst du, dass ich dir jetzt alles erkläre?“
Sie nickte nur und ich zeigte ihr noch dazu die Anatomiebücher. Sie hörte aufmerksam zu
und hier und da stellte sie mir und meiner Mutter die passenden Fragen.
Am nächsten Tag fand meine Mutter beim Aufräumen Kerstys Pass und gab ihn mir.
Ich sagte darauf: ,,Oh,den habe ich total vergessen und ich muss die Sache erledigen bevor
Jeannie kommt.
Ich rief in Deutschland meinen Freund, den Computerspezialisten, an und erzählte ihm im
Vertrauen mein Problem. Der fiel aus allen Wolken als er meine Geschichte hörte und sagte zu
mir, dass ich den Pass scannen und ihm als E-mail zusenden sollte. Ich führte es aus und er
meinte als er ihn danach bekam:
,,Die einzige Möglichkeit ist in Frankreich Kerstys Namen und Adresse mit einem neuen
Geburtsjahr zu versehen, vom 15.7.2073 auf 15.7.1997 umzuändern und in das Standesamt
dort im Jura per Computer einzugeben und einen neuen Pass anzufertigen. Es ist zwar illegal
aber wir haben keine andere Wahl. Um alles Weitere kümmere ich mich und schicke dir dann
ihren neuen Pass per Kurier zu."
Danach ging ich erleichtert wieder an den Raum & Zeit Converter, um zu sehen wie es Anni
erging. Ein paar Tage nach ihrer Rückkehr, sah ich den kleinen Eifelturm auf ihrem Nähtisch
stehen und benachrichtigte Kersty. Sie war auch ruckzuck bei mir. Vom Pass erzählte ich ihr
noch gar nichts, denn es sollte eine Überraschung sein. Ich zeigte ihr das Erkennungszeichen
,und wir suchten dann den passenden Moment wo Anni die nächsten 15 Minuten alleine sein
wird, um das Portal zu öffnen. Ich fand ihn, öffnete es und Anni ging freudig hindurch und war
augenblicklich bei uns.
Sie nahm uns beide gleichzeitig in die Arme und sagte:
,,Ach ist das schön, euch so schnell wiederzusehen, und es wird endlich Zeit, dass deine
Schwester Jeannie hier herkommt. Ich habe auch schon einen Plan der wird euch bestimmt
gefallen.“



Tricks

,,Was hast du dir für einen Plan ausgedacht?" fragte ich Anni.
,,Wenn alle, außer Jeannie, aus dem Haus sind, werde ich ihr die Augen verbinden und führe
sie in den Nebenraum und erzähle ihr, dass ich für sie eine Überraschung vorbereitet habe. Ihr
aber müsst vorher alles auf dem Bildschirm verfolgen und zu gegebener Zeit das Portal
öffnen“, klärte uns Anni auf.
Wir waren von dieser Idee begeistert. Im Hintergrund hörte ich mal wieder das Telefon läuten
und meine Mutter rief nach mir und sagte:
,,Dein Computerspezialist ist am anderen Ende der Leitung.“
Dieser sagte: ,,Ich muss dich leider einmal wieder stören aber ich benötige für Kerstys
Reisepass ein aktuelles Foto, welches heute bei den neuen Pässen verlangt wird und ihren
Fingerabdruck. Wenn du alles beisammen hast, schicke es mir wieder per E-mail.“
,,Was ist mit ihrer Geburtsurkunde damit wir heiraten können?" fragte ich.
,,Die schicke ich dir zusammen mit dem Reisepass“, versprach er.
,,Wenn alles fertig ist rufe mich bitte an, dann ich öffne das Portal zu dir und du reichst es mir
durch“, antwortete ich.
Er war damit einverstanden. Erleichtert ging ich wieder zu den beiden in den Keller und hörte
plötzlich Anni fragen:
,,Kersty, wie läuft es eigentlich zwischen dir und Dirk?“
Sie antwortete: ,,Ich bin so glücklich und werde von ihm täglich verwöhnt und er trägt mich
auf Händen, und das hast du doch selbst hier erlebt bei deinem Besuch.“
Ich freute mich als ich das alles hörte, ging hinunter und stellte nun auch Anni einige Fragen:
,,Sag mal Anni, wie hast du dich nach deinem letzten Besuch hier wieder zu Hause bei dir
zurechtgefunden, und ist deiner Familie irgendeine Veränderung an dir aufgefallen?“
Anni antwortete darauf: ,,Es war schon eigenartig für mich, ich hatte immer das Gefühl alle
anderen merken etwas. Sie schauten mich immer so komisch an aber sagten nichts. Der
Zeitunterschied, die drei Wochen bei euch hier und die 5 Minuten, die zu Hause bei mir
vergangen waren, dieses Gefühl und die Eindrücke, die ich auf Teneriffa gesammelt habe,
haben mir schon zu schaffen gemacht und ich musste sie erst einmal einordnen.
Kersty, die diese Unterhaltung interessiert verfolgt hatte, fragte nun ganz plötzlich:
,,Was war das vorhin für ein Gespräch, du tatest ja so geheimnisvoll?“
Anni ermahnte darauf ihre Tochter, ihre Neugier zu zügeln.
,,Ach“, antwortete ich und nahm Kersty beschützend in die Arme und sprach:
,,Bei uns gibt es keine Geheimnisse, das ist ein Gesetz zwischen uns.“
Was deine Frage anbelangt: ,,Mein Schatz, es sollte eine Überraschung sein, denn es geht
um deinen Pass.“
Kersty wurde nun ganz aufgeregt. Ich erzählte ihr darauf von dem Gespräch mit meinem
Freund und seinem Vorhaben, und dass wir als nächstes ein Passfotos von ihr machen lassen
müssen.
Sie jubelte und meinte: ,,Dann können wir doch noch irgendwann heiraten.
Vor Freude küsste sie mich.
,,Prima, dann ist ja dieses Problem bald gelöst und nun schickt mich bitte wieder zurück. In
ein paar Tagen meiner Zeit sowie es sich passt, verbinde ich Jeannie die Augen, und ihr
werdet bestimmt den richtigen Zeitpunkt auf dem Bildschirm sehen“, sagte Anni.



Jeannie kommt

Ich öffnete das Portal und Anni kehrte mal wieder glücklich nach 2090 zurück. Dann
erledigten wir die Angelegenheit mit den Passfotos und sandten alles meinem Freund und
Kersty richtete danach für ihre Schwester das Gästezimmer her. Ich suchte gespannt nach
dem Augenblick, wo Anni Jeannie die Augen verband. Es waren nach dortiger Zeit drei Tage
vergangen als ich ihn endlich fand und sofort Kersty rief und fragte:
,,Ist das Zimmer für Jeannie hergerichtet?“
Sie bejahte und sagte freudig: ,,Ich habe sogar deiner Mutter beim Kuchen backen geholfen,
aber jetzt stehe ich dir zur Verfügung.“
Nun zeigte ich ihr die Stelle auf dem Bildschirm wo Anni alles für die Reise nach hier für ihre
Tochter geplant hatte und ihr sagte:
,,Ich habe eine Überraschung für dich, deshalb verbinde ich dir jetzt die Augen und führe
dich.“
Sie öffnete die Tür zum Nebenzimmer und schob Jeannie zum Eingang wo gleich das Portal
erschien.
Als ich das sah, öffnete ich es sofort und plazierte es ca. 25 cm direkt vor Jeannie. Sie
bemerkte nur einen Lufthauch und
Anni sagte:
,,Gehe drei Schritte vorwärts und nimm jetzt die Augenbinde ab.“
Jeannie tat was man ihr sagte, durchschritt das Portal und nahm dann die Binde ab. Plötzlich
sah sie Kersty direkt vor sich und war völlig überrascht.
Als große Schwester fing sie sofort an Kersty Vorwürfe zu machen und sagte:
,,Kersty, bist du endlich nach Hause gekommen, um dich noch weihen zu lassen? Moment,
ich bin ja gar nicht zu Hause, wo bin ich hier?“
Jetzt schaltete ich das Portal aus und merkte wie Jeannie sich an den Kopf fasste, viel
intensiver als Anni damals. Kersty setzte ihr den Übersetzer auf und erzählte mir sofort wie
ihre Schwester sie gerade fürchterlich auf französisch beschimpft hatte. Aber wir merkten
beide, dass Jeannie noch immer unter Schock stand, und Kersty gab ihr erstmal ein Glas
Wasser. Langsam realisierte sie, dass sie nun nicht mehr zu Hause, sondern in einer fremden
Umgebung war. Zuerst schaute sie zu ihrer Schwester und dann sah sie mich. Kersty
unternahm den ersten Schritt und drückte ihre Schwester fest an sich und sagte zu ihr:
,,Willkommen in meinem neuen Zuhause, du bist nicht mehr in Frankreich sondern auf
Teneriffa im Jahr 2014, und hier gibt es keine Dreibeiner noch Weihe. Darf ich dir nun hier
meinen Verlobten Dirk vorstellen?“
Das musste Jeannie erst mal verdauen, denn dieses alles war zu viel für sie, sie setzte sich
erst einmal und wir ließen sie kurz zur Besinnung kommen.
Ich nahm darauf Kersty zur Seite und sagte: ,,Das muss mit ihrer Kappe zusammen hängen,
denn so war das bei deiner Mutter nicht.“
Sie nickte.
Jetzt ergriff endlich Jeannie wieder das Wort und sprach:
,,Ihr habt recht, ich sehe jetzt alles viel klarer und ich freue mich, dich endlich wieder zu
sehen Schwesterherz, denn ich habe dich so vermisst, aber diese Kappe hat alles in mir
unterdrückt.



Jeannies Freiheit

Kersty war gerührt und küsste ihre Schwester auf beide Wangen und ich sah, dass die
Geschwister Tränen in den Augen hatten. Dann kam Jeannie auch auf mich zu, umarmte mich
und sagte:
,,Aha, du bist der Mann, der meine Schwester glücklich machen will!“
Ich hieß Jeannie darauf willkommen und Kersty, die ganz aus dem Häuschen war, sagte:
,,Wir gehen erstmal nach oben, um gemeinsam Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen und
dabei lernst du Dirks Mutter kennen.“
Sie stimmte zu. Oben fand die Begrüßung ganz herzlich statt, und Jeannie probierte das
erste Mal unseren Kaffee und die für sie extra gebackene Willkommens-Torte. Sie war ganz
bewegt und gerührt über so viel Gastfreundschaft und den schön gedeckten Tisch. Während
wir aßen, betrachtete Jeannie aufmerksam ihre jüngere Schwester und sagte:
,,Ich habe so viele Fragen, wenn ich dich so betrachte. Wie bist du bloß so schnell
erwachsen geworden und was ist das hier für ein ,,Ort“ wo du jetzt lebst? Ich bin auch
sprachlos, dass es hier keine Dreibeiner und keine Weihe gibt. Ich kann das mir überhaupt
nicht vorstellen.“
Dazu meinte Kersty: ,, Ja, das habe ich alles Dirk zu verdanken. Als ich damals am 4. July
vor der Weihe floh und Daniel und die anderen hinter mir her waren, sah ich auf einmal dieses
Portal und ging plötzlich hindurch so wie auch du und bin darauf bei ihm und seiner Mutter
gelandet. Alles Weitere erzähle ich dir nach und nach. Wir haben nun für dich ein
Gästezimmer hergerichtet, und ich werde dir jetzt gleich ein paar neue ,,Klamotten“ zum
Anziehen kaufen.“
Jeannie war platt über die Äußerung ihrer kleinen Schwester, denn so einen forschen Ton
kannte sie von ihr gar nicht. Auch das selbstbewusste Auftreten von Kersty war ihr neu.
Jeannie sprach mich darauf direkt an: ,,Was hast du und auch deine Mutter mit meiner
Schwester in der Zwischenzeit gemacht?“
Ich antwortete darauf: ,,Wir haben überhaupt nichts getan. Sie hat sich einfach hier frei
entwickeln können und durfte uns nach Bedarf immer Fragen stellen.“
Anschließend führte Kersty ihre Schwester durch das Haus und zeigte ihr das Zimmer für die
nächste Zeit. Aber diese Situation behagte Jeannie gar nicht, und bevor die beiden zum
Kleider kaufen und zum anschließenden Rundgang aufbrachen, wollte sie mit mir sprechen.
Ich wusste sofort um was es ging.
,,Oh, Kersty hat es hier aber gut getroffen im Gegensatz zu früher, und Einiges hier erinnert
mich an die Sachen auf dem Speicher unserer Mutter. Apropos Mutter, die hat doch Schuld an
dem ganzen Desaster und dass ich hier bin. Was soll ich eigentlich bei euch, denn es ist doch
alles fremd für mich und passt doch gar nicht zu mir“, sagte sie erbost.



Jeannie soll bleiben

Kersty war ganz traurig und meinte: ,,Typisch meine Schwester, sie urteilt schon obwohl sie
hier noch gar nichts von dieser schönen Welt gesehen hat. Komm Schwester, jetzt machen wir
den Anfang für eine wunderschöne Zeit hier auf Tenerffa und dabei kaufe ich dir erstmal etwas
Schickes, damit du bessere Laune bekommst.“
Kersty nahm nun Jeannie an die Hand und weg waren die beiden für die nächsten Stunden.
Ungefähr drei Stunden später hörte ich ein Gekichere und die Gartenpforte fiel ins Schloss.
Dann kam Kersty mit ihrer neu eingekeideten und wieder fröhlichen Schwester auf mich zu
und drückte mir einen Kuss auf und meinte keck:
,,Nah, wie habe ich das gemacht mein Schatz! Es ist jetzt alles wieder in Ordnung. Sie
möchte vorerst einmal bleiben und noch von allem hier mehr erfahren, und alles Weitere müsst
ihr mit einander bereden.“
Jeannie fiel ihr ins Wort: ,,Oh, es ist fantastisch hier was ich bisher gesehen habe, und Kersty
hat mir so viel von euch erzählt und auch wie glücklich sie auf dieser Insel ist.“
Meine Mutter rief uns nun zum Essen und wir setzten dort die Unterhaltung fort und ich fragte
Jeannie:
,,Ich weiß nicht ob es dir inzwischen aufgefallen ist, dass wir hier ein ganz anderes Datum
haben als ihr dort. Heute ist nämlich bei uns der 29. August 2014 und nicht der 6. Oktober
2090. Hat dich Kersty darüber schon aufklärt, dass ich dich 5 Minuten nach deiner Zeit wieder
zurückschicken werde als wärst du nie fort gewesen?“
Jeannie verneinte und fragte mich:
,,Was geschieht nun weiter mit mir? Ich habe inzwischen gemerkt, dass die Kappe hier keine
Wirkung mehr hat und ich sehe jetzt alles in einem anderen Licht und habe bemerkt, dass
diese eure Welt zu unserer nicht unterschiedlicher sein kann. Mir ist bekannt, dass man hier
keine Dreibeiner kennt, und da ist mir klar geworden, dass die Funktion der Kappe jede
Neugier und Rebellion bei den Trägern unterdrückt, aber mit meinen 25 Jahren konnte ich das
Unrecht, das die Dreibeiner den Menschen angetan haben, noch nicht erkennen.
Kersty ergriff darauf das Wort und sagte: ,,Du bist naiv Schwester, wir wissen alles von den
Dreibeinern und wie grausam sie sind. Was glaubst du, warum unsere Maman dich unter
einem Vorwand hier zu uns geschickt hat. Mit Dirk seinem Raum & Zeit Converter können und
müssen wir dir die Wahrheit zeigen.“
,,Warum ist das so wichtig?“ fragte Jeannie.
Ich merkte, dass sie Kersty nicht für voll nahm.
Jetzt schaltete ich mich ein und sagte: ,,Wir haben hier zur genüge Menschen, die so eine
Einstellung wie du haben. Aber es geht hier um mehr als nur ein bequemes Leben zu führen
und Daniel demnächst zu heiraten und dann Kinder zu bekommen. Vor allen Dingen das was
er deiner Schwester und Henry, Will und Beanpole angetan hatte.“
Jetzt wachte Jeannie endlich auf.



Überzeugungarbeit

Jeannie wurde über meine Äußerung sehr ärgerlich und fragte: ,,Könnt ihr das beweisen,
denn das sind schwere Anschuldigungen?“
Ich entgegnete: ,,Das können wir. Ich kann alles mit dem Raum & Zeit Converter abrufen und
es dir auf dem Bildschirm sofort zeigen.“
Um Klarheit zu haben wollte Jeannie diese Beweise sofort in Augenschein nehmen. Wir
gingen zu dritt nach unten in den Keller und während ich alles hervorholte, sprach Kersty
beruhigend auf Ihre Schwester ein. Jeannie staunte nicht schlecht als ich ihr die Szene zeigte
wo *Henry, Will und Beanpole von Anni Vichot und den sechs Mädchen an der Haustür
verabschiedet wurden. Vor allem kam es ihr komisch vor, diese Szene aus diesem Blickwinkel
zu sehen. Sie konnte sich genau an das Ereignis erinnern, und während sie weiter staunte sah
sie, und auch wir *ihren Vater wie er die drei Jungen auf den Weg brachte. Dann erblickte sie
zum Entsetzen, dass Daniel hinter dem Gebüsch, auf dem Pferd sitzend, alles beobachtete.
(*Quelle: The Tripods Folge 10, die letzten 3 min.)
Ich erklärte ihr, dass ich nun das Bild schneller vorlaufen lasse, um ihr nur die wichtigsten
Passagen zu zeigen. Sie sah weiter wie in der nächsten Zeit **Daniel die Drei im sicheren
Abstand verfolgte.
,,Jetzt verstehe ich warum ich Daniel damals nicht zu Gesicht bekommen habe“, sagte
Jeannie überrascht.
Dann kamen wir zu der Stelle wo **Daniel beim Tribunal auftauchte und dort die drei Jungen
aufs Schlimmste verleumdete. Jeannie konnte es erst nicht glauben was sie da zu Ohren
bekam und wollte alles nochmals sehen und hören.
Danach war sie so enttäuscht, dass sie vor Wut sagte:
,,Das wird Konsequenzen haben, mein lieber Daniel, dass du so etwas behauptest, vor allen
Dingen **vor Gericht zu sagen, die Drei hätten das Vertauen meiner Familie missbraucht.“
Leider ging Jeannies Enttäuschung weiter als sie sah wie **die Drei als Verbrecher in Daniels
offenem Gefängniswagen abtransportiert wurden.
,,Was passiert nun mit den Jungen?“ fragte sie besorgt.
Ich beruhigte sie und bereitete sie auf deren Selbstbefreiung vor. Als sie die Worte hörte,**die
Beanpole an Daniel richtete, der von Jeannie und gemeinsamer Freundschaft sprach und dass
ihn dieses eiskalt ließ, sagte sie entschlossen:
,,Und so etwas wollte ich heiraten!“
Dann sah sie zu frieden**wie Daniel von den Jungen überwältigt, gefesselt und geknebelt
wurde und hatte kein bisschen Mitleid mit ihm.
(** Quelle: The Tripods Folge 11 und 12 )



Jeannie will mehr

,,Leider war das noch nicht alles und es kommt noch mehr ans Tageslicht“, sagte ich zu
Jeannie und schaltete auf den 4. July 2090, auf den Moment wo er Kersty suchte und sie ihn
sprechen hörte wie er sagte:
,,Noch einmal wird sie mir nicht entkommen wie die drei Jungen letzten Oktober.“
,,Das war es, Daniel, ich löse die Verlobung mit dir! und jetzt wird mir so Einiges klar, deine
fixe Idee mit Kersty und warum du so rein zufällig am frühen Morgen bei uns aufgetaucht bist“,
rief Jeannie aus.
Ich schaltete danach alles aus und sah wie Kersty ihre Schwester tröstete und sie nach oben
gingen. In der Küche wollte sich Jeannie eine Tasse Tee nehmen aber er war kalt.
Kersty sagte darauf zu ihr: ,,Kein Problem in einer Minute ist der Tee heiß.“
Sie stellte zwei Tassen in die Mikrowelle. Jeannie schaute total verdutzt und sagte darauf als
der Tee dampfend nach ca.1 Minute aus dem Gerät kam: ,,Das ist Magie.“
Nee, Technologie“, lachte Kersty.
,,Komm ich zeige dir noch mehr“, ergänzte sie.
Sie gingen ins Wohnzimmer und Kersty zeigte ihrer Schwester die Musikanlage und erst mal
eine CD.
,,Weißt du was das ist?" fragte sie schelmisch.
Jeannie schüttelte den Kopf und Kersty legte die Scheibe auf. Dann erklang aus dem ganzen
Raum wundervolle Musik.
Jeannie schaute sich um und fragte ihre kleine Schwester:
,,Kommt das aus der kleinen silbernen Scheibe?“
Kersty grinste und sagte: ,,Ja, du hast recht und das ist meine Lieblingsmusik, die hat mir
Dirk zuerst vorgespielt, und ich singe oft nach der Melodie. Es ist Sakrale Musik, die von sechs
Frauen, begleitet von einem Chor, gesungen wird. Und außerdem gibt es in dieser Realität so
viel Musik, dass man dafür ein ganzes Leben bräuchte, um sich das alles anzuhören.“
Jeannie wurde auf einmal ganz traurig und Kersty wollte wissen was los ist.
,,Mein Interesse an allem hier geht verloren, wenn ich zurück bin und wieder unter dem
Einfluss der Kappe stehe“, sagte Jeannie mit schluchzender Stimme.
,,Da irrst du dich, es gibt einen Weg, dich von dem Einfluss der Kappe zu befreien, denn
deiner Mutter haben wir auch geholfen. Was glaubst du warum du hier bist, und als nächstes
holen wir deinen Vater“, erklärte ich ihr.
Jeannie wollte nun mehr wissen und wir erzählten ihr von der Prozedur bei ihrer Mutter. Als
wir ihr alles genau berichtet hatten, sagte sie:
,,Bevor ich das bei mir machen lasse, zeigt mir erst mal eure Welt, beziehungsweise die Insel
Teneriffa, Zeit haben wir ja.“
Wir nickten einstimmig. Dann kam sie auf uns zu und drückte uns.



Jeannies Kappe

In den folgenden 10 Tagen unternahmen wir zusammen sehr viel z.B. Ausflüge und
Geschäftebummel. Kersty kaufte für ihre Schwester einen eleganten Badeanzug, damit wir
zusammen im Meer baden konnten. Jeannie genoss diese Zeit in vollen Zügen und vergaß
beinah, dass noch eine andere Welt auf sie wartete.
Eines Abends klingelte das Telefon und mein Freund der Computerspezialist war am
anderen Ende der Leitung, um mir mitzuteilen, dass Kerstys Reisepass und Geburtsurkunde
bei ihm auf dem Tisch bereit lagen und er mir, wenn ich das Portal geöffnet hätte, die Papiere
überreichen würde. Ich rief nach meinem Schatz und bat sie, mit ihrer Schwester zu mir in den
Keller zu kommen. Ich war gerade beim Einschalten des Raum & Zeit Converters das Kersty
mal wieder neugierig machte. Ich öffnete das Portal und plötzlich kam ein Arm mit einem Pass
und einem Papier in der Hand mitten durch den türkisen Horizont. Ich nahm es freudig
entgegen.
Dann rief die Stimme auf der anderen Seite: ,,Die Rechnung kommt per E-mail.“
Ich bedankte mich ganz herzlich und schaltete das Portal wieder aus und wedelte mit den
Papieren in meiner Hand vor Kerstys Nase und sagte:
,,Nah, was habe ich wohl hier in meiner Hand?“
Kersty kam auf mich zu und sprang vor Freunde an mir hoch und umklammerte meine Hüfte
mit ihren Beinen, legte ihre Arme um meinen Hals und küsste mich ab.
Jeannie, die alles mit ansah, erkannte ihre Schwester gar nicht wieder.
Kersty stand inzwischen wieder auf dem Boden und sagte:
,,Das musste sein, ich liebe ihn so sehr, denn ich habe endlich meinen Pass und die
Geburtsurkunde bekommen und bald können wir heiraten.“
Ich sagte darauf: ,,Na klar, wenn der Tag gekommen ist. So, und nun rufe ich endlich den
Arzt an und spreche mich mit ihm ab, wann wir Jeannies Kappe außer Funktion setzen. Oder
hast du es dir anders überlegt, Jeannie?“
Sie schüttelte den Kopf und meinte: ,,Es wird auch langsam Zeit, dass es endlich losgeht.“
Ich bat Kersty, mir das drahtlose Telefon zu bringen, sprach mit dem Arzt und erzählt ihm,
dass Kerstys Schwester nun bei uns wäre und ob das Angebot noch gelte, dass sie die Kappe
neutralisieren. Er bejahte es und sagte, dass er sofort mit dem Kollegen telefonieren werde
und mich so schnell wie möglich zurückruft. Als ich das Telefonat beendet hatte,
fragte mich Kersty:
,,Wird es nicht doch langsam Zeit, Jeannie mehr von den Dreibeinern und den Freien
Menschen zu zeigen und von dem Raumschiff der Dreibeiner, das kommen soll zu erzählen?“
Sie hörte es, schaute uns an und sagte: ,,Jetzt habt ihr mich aber neugierig gemacht.“



Ohne Komplikation

Kurze Zeit später schaltete ich wieder den Bildschirm ein. Ich zeigte ihr als erstes wie *
Henry, Will und Beanpole von den Freien Menschen aufgenommen und für die Spiele trainiert
wurden, damit sie dort als Gewinner in die Stadt der Dreibeiner hineinkamen.
Sie war erstaunt, dass es Menschen gibt die nicht geweiht sind und die die Dreibeiner
bekämpften, ebenso, dass die drei Jungen bei ihnen sind.
Sie musste erst einmal alles auf sich wirken lassen.
Danach zeigte ich ihr die Stelle wo die *Teilnehmer der Spiele eine falsche Kappe unter
primitiver Narkose bekamen.
(*Quelle:The Tripods Folge 13 u.14 )
Ich sagte ihr darauf, dass wir auch vorhaben, Helen, Fiona, Shelagh und Lucy mit dem Raum
& Zeit Converter zu den Freien Menschen zu bringen, um ihnen vor der Weihe eine falsche
Kappe zu geben. Weiter zeigte ich ihr die Stelle wo die **Gewinner der Spiele von den
Dreibeinern gepackt, in sie hineingesteckt und dort alle am Tisch sitzend, in deren Stadt
transportiert werden.
Sie kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und war noch mehr an Einzelheiten interessiert.
Nun sieht sie zum ersten Mal **die Meister und war von diesem Anblick völlig geschockt.
Kaum hatte sie sich davon erholt, erblickte sie wie dort ** die Geweihten behandelt wurden und
die Schwarzen Garden ihre Macht demonstrierten.
Sofort fiel ihr Daniel wieder ein als sie das sah und sagte:
,,Um Daniel werde ich mich später auch noch kümmern!“
Dann zeigte ich ihr weiter den Rest, unter anderem **das Gespräch mit dem Cognosc, der
Will von dem Raumschiff und der Vernichtung der Menschheit erzählte.
(** Quelle:The Tripods Folge 17 bis 22 )

Als Jeannie das hörte wurde ihr übel und sie bat mich:
,,Schalte das aus, sonst bekomme ich heute keinen Bissen mehr hinunter.“
Ich sagte ihr: ,,Das Wichtigste hast du für heute gesehen.“
Ich schaltete ab und wir gingen hinauf.
Kersty kümmerte sich nun liebevoll um ihre Schwester, die viel zu verarbeiten hatte.
Am nächsten Tag klingelte das Telefon und unser Arzt fragte mich: ,,Habt ihr vielleicht jetzt
Zeit?“
Ich befragte alle und sie bejahten.
Dann sprach er weiter:
,,Es ist besser, wenn wir auch Jeannie in die Röhre schieben, um eine CT zu machen. Bei so
einer schwierigen Sache ist es für uns Ärzte besser zu sehen, was auf uns zukommt, damit wir
von vornherein ausschließen können, dass bei der Patientin beim Eingriff keine
Komplikationen auftreten können, denn mein Kollege hat jetzt gerade Zeit und ich bin in 20
Minuten bei ihm. Öffne dann das Portal zu dem CT Raum und komme mit Jeannie hindurch,
so wie ich zurückrufe.



Die neue Fernsteuerung

Danach erklärte ich ihr ausführlich unser Gespräch und sagte zu Kersty:
,,Es ist besser, wenn ich alleine mit Jeannie durch das Portal gehe und du bleibst hier und
überwachst alles.“
Sie war davon gar nicht begeistert und fragte mich:
,,Ich kenne mich noch nicht so gut mit der Technik des Raum & Zeit Converters aus und was
soll ich dann machen, wenn was schief geht, denn ich habe Angst und will euch beide nicht
verlieren.“
Ich ging zur Schublade, holte die neue Fernsteuerung heraus, schritt auf Kersty zu, nahm sie
in den Arm und zeigte sie ihr. Voller Neugier wollte sie nun wissen in welcher Zeit ich sie
konstruiert hatte und ich sagte zu ihr:
,,Es geschah, als du mit Jeannie allein unterwegs warst. Ich teste sie gleich und werde damit
das Portal von der anderen Seite aus öffnen. Hier schau mal, wenn man diesen Knopf drückt,
schießt ein farbiger Strahl heraus und ein ca. 2 Meter im Durchmesser gelbes Portal wird
erschaffen.“
Kaum war ich mit der Erklärung fertig, klingelte auch schon das Telefon und die beiden Ärzte
informierten mich, dass sie bereit wären. Zur allgemeinen Sicherheit überprüfte ich noch
einmal die Verhältnisse dort und spulte zur Vorsicht die Zeit um mindestens 45 Minuten vor.
Dort war alles in Ordnung und außer den beiden Ärzte war niemand im Raum. Ich gab Kersty
die Order, sich nun vor den Bildschirm zu setzen und alles zu beobachten und bei Gefahr das
Portal zu öffnen. Sie gab mir einen Kuss mit auf den Weg, ich nahm Jeannie an die Hand,
öffnete das Portal und wir schritten mit der neuen Fernsteuerung in meiner Tasche durch. Im
nächsten Augenblick waren wir in der Klinik im CT Raum. Ich stellte ihr die beiden Ärzte vor
und sie sprachen beruhigend auf sie ein. Kersty hatte auf der anderen Seite auf mein Zeichen,
das sie auf dem Bildschirm sah, das Portal ausgeschaltet.
Ich sagte zu den beiden: ,,Wenn Jeannie den Übersetzer abnimmt, können sie sich mit ihr in
Englisch unterhalten.
Sie hatte natürlich Angst als sie in die Röhre hineingeschoben wurde. Aber gleichzeitig war
sie auch fasziniert von der gesamten ärztlichen Einrichtung. Es wurden einige
Computeraufnahme von ihrem Kopf und der Kappe gemacht. Als sie fertig waren, zeigten sie
mir das Resultat und auch Jeannie wollte sich die Aufnahmen ansehen. Dieses Mal waren die
Ärzte damit einverstanden und wir schauten uns darauf sie gemeinsam an. Jeannie staunte als
sie diese verschiedenen CT Bilder von ihrem Schädel mit der Kappe sah. Der Kollege unseres
Arzt erklärte uns nach dem Jeannie wieder den Übersetzer aufgesetzt hatte, dass diese Kappe
fester mit dem Kopf verbunden sei als bei ihrer Mutter. Da ihr aber die Kappe noch nicht so
sehr lange eingesetzt wurde, ist sie nicht total mit dem Schädel verwachsen.



Kurzschluss

,,Daher wird es auch keine Komplikation bei ihr geben, wenn die Elektronik in der Kappe
durch einen Stromstoß zerstört wird“, erklärte der Kollege.
Als Jeannie das hörte war sie zuversichtlich und wollte wissen, wann nun endlich der Termin
ist. Die beiden Ärzte besprachen es miteinander und sagten:
,,Morgen um 14 Uhr haben wir Zeit. Wir rufen dich wie beim letzten Mal an, damit du das
Portal wieder öffnest. Aber wir hätten da noch eine kleine Bitte, uns interessiert das Aussehen
der Dreibeiner. Kannst du uns die morgen nach dem Eingriff auf dem Bildschirm zeigen? “
Ich stimmte beides zu.
Wir verabschiedeten uns und ich probierte das erste Mal die neue Fernsteuerung aus, dabei
zielte ich Richtung Tür, drückte den Knopf und ein farbiger Strahl schoss heraus und
augenblicklich war das gelbe Portal zu sehen. Ich rief nach Kersty und wir verglichen beide
Datum und Uhrzeit. Es stimmte alles überein. Dann durchschritten Jeannie und ich das Portal
und waren wieder im Keller unseres Hauses. Kersty kam uns freudig entgegen, umarmte uns
und ich gab ihr einen Kuss.
Dann sagte sie: ,,Ich konnten alles auf dem Bildschirm verfolgen und deine Mutter und ich
wissen nun über alles Bescheid.“
Am nächsten Tag um ca. 13.30 Uhr fragte ich Kersty: ,,Traust du dir zu, das Auto vor die Tür
zu fahren?“
Denn in der Zeit, in der sie bei mir ist, habe ich sie nach ihrem 17. Geburtstag ein bisschen
im Autofahren unterrichtet und dazu fuhren wir zu einem Verkehrsübungsplatz. Die Automatik
in meinem Auto machte ihr das Lernen nicht so schwer. Kersty war außer sich vor Freude und
Jeannie staunte mal wieder und sagte darauf:
,,Man merkt mal wieder, dass zwischen euch wahre Liebe herrscht.“
,,Wir müssen hier Platz machen für deinen Eingriff Jeannie“,
ergänzte ich.
Dann kam Kersty mir auch schon mit dem Schlüssel entgegen und gab mir einem
Dankeskuss.
Um Punkt 14 Uhr klingelte das Telefon. Das war das Zeichen für mich, das Portal zu öffnen.
Wie beim letzten Mal überprüfte ich dort die Umgebung wo außer den beiden niemand war. Ich
öffnete darauf das Portal und die Ärzte durchschritten es mit ihrer kompletten Ausrüstung. Sie
erklärten nun Jeannie jeden einzelnen Schritt. Darauf machte sie sich oben frei und legte sich
auf die Sanitäterliege. Der eine Arzt verkabelte sie und legte ihr einen Zugang für die
Betäubung und der andere dünnte ihre Haare im Bereich der Kappe aus. Dann wurden die
Monitore eingeschaltet, die Betäubung floss in ihre Vene und ich schaltete das Portal zu
Jeannies Heimat ein.



Jeannie kehrt heim

Sofort sah man auf dem Monitor wie Jeannies Gehirnströme durch das Öffnen des Portals
ins Jahr 2090 drastisch verändert wurden. Sie bekam natürlich von der ganzen Sache nichts
mit.
Der Kollege sagte darauf: ,,Das ist diesmal schlimmer als bei Anni, aber trotzdem gehe ich
mit dem Defibrillator nicht über 200 Joule, denn es ist die gleiche Kappe.“
Kersty merkte natürlich die besorgten Gesichter der Ärzte und schaute mich dabei ängstlich
an. Ich ging auf sie zu und nahm sie in den Arm und streichelte ihre Haare, um sie zu
beruhigen. Sie drückte mich fest an sich und ich merkte, dass sie es jetzt brauchte.
Der Arzt rief mich und sagte: ,,Komm, Romeo löse dich von deiner Julia, damit wir beginnen
können.“
Ich setzte mich in Gang und begab mich zum Schalter, um das Portal auf sein Zeichen hin
auszuschalten. Dann machte sein Kollege auf die Paddel des Defibrillators Leitgel, stellte auf
200 Joule und setzte auf der breiten Seite der Kappe den einen Paddel und auf der Spitze der
Kappe den anderen Paddel. Der Arzt drückt darauf den Knopf und Jeannies Körper zuckte.
Ihre normalen Vitalfunktionen kehrten nach dem Elektroschock wieder zurück. Auch die Kappe
sandte keine Signale mehr an ihr Gehirn, das zeigte jedenfalls das EEG an. Ich schaltete das
Portal aus. Nach einer Weile kam Jeannie zu sich. Kersty saß bei ihr und als sie an Kerstys
Gesichtsausdruck sah, dass alles in Ordnung war, weinte sie vor Freude.
Nun löste ich mein Versprechen ein, schaltete das Portal wieder ein und zeigte den Ärzten
eine Weihe, die Dreibeiner, deren Stadt und die Meister. Sie waren entsetzt und verstanden
nun, warum ich das alles auf mich nahm und sie mir dabei helfen sollten.
Jeannie war ganz erleichtert, dass durch das Öffnen des Portals zu den Dreibeinern kein
Einfluss mehr auf sie ausgeübt wurde. Darauf packten die Ärzte ihre Sachen ein und kehrten,
nach dem ich das Portal zu den Dreibeinern wieder schloß und zu ihrer Arztpraxis wieder
geöffnet hatte, zurück.
Sie sagten zum Abschied: ,,Ruft uns an, wenn Jeannies Vater bei euch ist.“
Auch Jeannie erholte sich zügig von der Prozedur und wollte nun so schnell wie möglich
zurückkehren.
Wir hatten inzwischen den 16. September 2014 als es soweit war das Portal nach Hause zu
öffnen. Bei ihr war es der 6. Oktober 2090 und ich stellte die Zeit auf 5 Minuten später ein als
sie zu uns kam.
Wir sahen Annie im Raum schon ungeduldig umhergehen. Ich schaltete das Portal ein und
sofort rief Anni nach uns, um sich zu erkundigen ob alles geklappt hatte.
Jeannie antwortete: ,,Maman, ich bin wie du jetzt frei.“
Sie verabschiedete sich von uns und wurde freudig drüben empfangen.



Das Ende der Ära Daniel

Als sie durch das Portal gegangen war, schaltete ich es aus. Die neugierige Kersty
interessierte sich natürlich für die Gespräche zwischen Mutter und Tochter und verfolgte das
Geschehen auf dem Bildschirm. Ich ging inzwischen nach oben in die Wohnung. Als sie nach
ca. 30 Minuten immer noch nicht erschien, ging ich wieder nach unten, um sie dann mit sanfter
Gewalt vom Stuhl zu ziehen und sagte dabei:
,,Kersty, ich verstehe deine Neugier, aber ich bin auch noch da oder hast du dein Interesse
an mir verloren und außerdem habe ich jetzt Lust, im Meer mit dir schimmen zu gehen.“
,,Ich komme sofort mein Schatz. Oh, war das spannend was jetzt zwischen Jeannie und
Maman ablief. Ich erzähle dir alles unterwegs und ich habe doch an dem Mann, den ich
heiraten will, nicht das Interesse verloren, nur weil ich zu viel gelauscht habe“, lachte Kersty.
Während wir im Meer planschten, dabei viel Spaß hatten und uns danach auf dem Badetuch
lümmelten, erzählte sie mir wie ihre Schwester ihrer Mutter alles haarklein von hier erzählte
und auch, dass sie auf Daniels nächsten Besuch schon gespannt wartet, um ihn, wie sagt man
hier, über die Rüben zu jagen. Dabei klatschte sie sich freudig in die Hände. Wir hielten es bis
Sonnenuntergang dort aus.
Am nächsten Tag suchten wir wieder mit dem Raum & Zeit Converter die Stelle wo Jeannie
Daniel zur Rede stellt und fanden sie mittags, den 12. Oktober 2090, als die Familie Vichot
gerade beim Mittagessen im Haus saß und als es klopfte. Lucy stand vom Tisch auf öffnete die
Tür und dort stand Daniel. Er wollte wie immer gerne hereinkommen, als Jeannie blitzartig vom
Tisch aufsprang und auf ihn zulief und zu ihm im scharfen Ton sagte:
,,Laß uns nach draußen gehen, ich muss mit dir reden!“
Er wollte ihr einen Kuss geben aber sie wich ihm aus.
Er fragte darauf: ,,Was ist los, was hast du?“
Nachdem Jeannie die Haustür von außen schloß, sagte sie innerlich erbost:
,,Daniel, mir ist zu Ohren gekommen, dass du ein falsches Spiel mit unserer Familie gespiel
hast besonders inbezug auf Kersty und den drei Jungen, die letztes Jahr im September bei
uns waren.“
Ohne das Gesicht zu verändern wiegelte Daniel die Sache ab und sagte:
,,Was weißt du denn schon darüber“, und lächelte dabei verächtlich.
Das machte Jeannie nur noch wütender und sie erwiderte darauf mit lauter Stimme:
,,Ich bin über alles informiert, dass *du Henry, Will und Beanpole beim Tribunal verleumdet
und sie wie Schwerverbrecher abtransportiert hast. Zum Glück konnten sie sich befreien,
indem sie dich überwältigt, gefesselt und geknebelt haben. Als ich das sah, habe ich schallend
gelacht.
( * Quelle: The Tripods Folge 12 )


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


So Mär 01, 2015 5:27 pm
Profil
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Benutzeravatar

Registriert: Di Jan 27, 2015 12:47 pm
Beiträge: 1294
Wohnort: Teneriffa
Beitrag Re: 236 | Fan-Fiction!
Die Dreibeiner - Kerstys Zuflucht - Fortsetzung -


Papa Vichot kommt

Sogar*unsere Familie hast du beim Tribunal mit ins Spiel gebracht.* Da du die Schmach nicht
überwinden konntest, dass Kersty mit Henry befreundet war, bist du reinzufällig bei uns einen
Tag vor ihrer Weihe aufgetaucht, um sicher zu gehen, dass sie auch ja zu den Dreibeinern
gebracht wird. Da du diese Treibjagd auf sie veranstaltet hast, hast du sie endgültig vertrieben.
(*Quelle: The Tripods, Folge 12 )
Als Daniel das hörte, war er fassungslos und fragte:
,,Woher weißt du das und wie konntest du das sehen?“
Jetzt konnte er nichts mehr abstreiten. Er war ganz ruhig geworden und überlegte, woher hat
sie wohl das Wissen.
Jeannie nutzte seine Verblüffung aus und sagte:
,,So Daniel, hiermit löse ich unsere Verlobung und ich will dich nie wieder sehen!“
Sie ließ ihn stehen und verschwand ins Haus. Damit hatte er nicht gerechnet, und während er
fortging, überlegte er immer wieder was ist bloß mit Jeannie geschehen, sie war so ganz
anders wie sonst, so stark, so selbstbewusst, sie war für mich wie eine fremde Person.
Jeannie war wie befreit von einer Last.
Im Haus erkundigte sich der Vater Vichot und sagte:
,,Was hast du mit Daniel gemacht, euer Streit war ja hier im Haus nicht zu überhören?“
Jeannie antwortet darauf:
,,Papa, ich habe mich von diesem Verräter getrennt und die Verlobung gelöst.“
,,Musste das denn sein, war denn euer Streit so gravierend?"
fragte er besorgt.
,,Sie erwiderte: ,,Wenn du wüsstest was der sich alles erlaubt hat. Bald wirst du alles
erfahren.“
Er schüttelte den Kopf und gab sich erst einmal zufrieden.
Annie, wie auch wir waren stolz auf Jeannie, nur ihre Schwestern, die alles mitbekommen
hatten, verstanden das Verhalten ihrer großen Schwester nicht. Inzwischen überlegten wir hier
wie dort mit welchem Trick wir Vater Vichot herüberholen könnten. Wieder einmal hatte Annie
die passende Idee als sie einige Tage später uns den Hinweis mit dem Eifelturm zur
Kontaktaufnahme gab. Jeannie sorgte dafür, dass Vater Vichot und die Schwestern außer
Haus waren und ich dann das Portal zu Anni öffnete.
Sie kam sofort durch und sagte: ,,Schön euch zu sehen meine Kinder, lasst das Portal offen.
Ich kehre gleich wieder zurück. Ich habe wenig Zeit, das mit Daniel habt ihr ja mitbekommen.
Hört zu, ich komme mit meinem Mann herüber, verbinde ihm die Augen und sage, ich habe
eine Überraschung für dich und dann öffnet das Portal.“
Kersty übersetzte mir das was ihre Mutter ihr erzählte. Danach kehrte sie zurück und ich
sagte zu Kersty:
,,Liebes, wir brauchen einen zweiten Übersetzer.“
,,Am besten du konstruierst noch sechs weitere, denn irgendwann kommt doch der Rest der
Vichots“, lachte sie.



Überraschung

Dann gab sie mir einen Kuss als sie mein verdutztes Gesicht sah. Ich schaltete darauf das
Portal aus und sagte:
,,Komm du ,,Racker“ lass uns nach oben gehen zum Kuscheln und Schmusen.“
Es dauerte einige Tage bis ich die sechs Übersetzer fertiggestellt hatte. Inzwischen war es
der 23. September 2014. Ich schaltete mal wieder den Raum & Zeit Converter ein und um
11.05 Uhr ging ich synchron mit dem 23. September 2090. Da ich Anni aber um diese Zeit
zurückgeschickt hatte, sprang der interne Cronometer auf 11.10 Uhr. Der Computer wies
darauf hin, dass dieser Zeitabschnitt belegt ist. Wie auch immer, ging ich synchron um 11.10
Uhr, 23. September 2014 / 2090. Ab jetzt konnte man es einfach zuschalten wie bei Big
Brother. Da aber Jeannie schon am 6. Oktober 2090 zu uns kam, war das, was wir jetzt zu
sehen bekamen, schon überholt. Ich rief nach Kersty und erzählte ihr was ich eben eingestellt
hatte.
Ich suchte nun die Stelle auf dem Bildschirm wo Anni ihrem Mann die Augen verbindet und
fand sie am 20. Oktober 2090 um 17.15 Uhr. Jeannie befand sich mit ihren Geschwistern eine
Etage höher auf ihren Zimmern.
Ich fragte darauf Kersty: ,,Hast du inzwischen schon die Betten für deine Eltern im
Gästezimmer bezogen?“
Sie antwortete: ,,Habe ich mein Schatz als du mit dem Bau der Übersetzer beschäftigst
warst. “
Ich wartete bis Anni ihrem Mann die Augen verband und zu ihm sagte: ,,Stephen, ich habe
eine Überraschung für dich.“
Dann fasste sie ihn an die Hand und gab mir mit der anderen ein Zeichen, dass ich das
Portal vor ihr öffnen sollte. Kersty stellte sich in Position und gab mir zu verstehen, dass sie ein
bisschen Angst vor der Reaktion ihres Vaters hatte. Aber sie entspannte sich schnell und gab
mir das Zeichen, das Portal zu öffnen. Ich öffnete es und sofort kam Anni mit Kerstys Vater
hindurch.
Anni nahm ihm darauf die Binde ab und sagte: ,,Da ist deine Überraschung!“
Stephen fiel aus allen Wolken, als er seine Tochter sah und
sagte darauf: ,,Dass ich dich noch einmal wiedersehen würde hätte ich nicht gedacht.“
Er war so perplex, dass er ihr wegen der Weihe gar keinen Vorwurf machte, und bevor es
ihm einfiel, schaltete ich das Portal aus. Sofort fasste er sich an den Kopf und fing an zu
schwanken.
Anni hielt ihn fest und sagte dann: ,,Schön wieder bei euch zu sein.“
Ich gab ihr die beiden Übersetzer, und sie setzte ihrem Mann und sich je einen auf.
Jetzt erst realisierte er was seine Frau gerade gesagt hatte.




Ausflüge

Stephen war erstaunt über die Äußerung seiner Frau und fragte:
,,Du warst schon einmal hier, und was ist das für ein Ding, das du mir gerade aufgesetzt
hast?“
Anni merkte seine Skepsis und antwortete: ,,Ganz ruhig Stephen, das ist ein Übersetzer, der
übersetzt unsere französische Sprache in deren deutsche und umgekehrt. Ich war schon öfters
hier, und das hier ist das Haus von Kerstys Verlobten Dirk, und du bist nicht mehr in
Frankreich sondern auf Teneriffa, und Teneriffa ist ,,dreibeinerfrei“. Wir haben nicht mehr 2090
sondern 2014 und heute ist....“
,,Der 23. September 2014“,
rief Kersty aus und kam auf ihren Vater zu und schaute ihn ganz unschuldig an. Er nahm
darauf sein ,,kleines Mädchen“ liebevoll in die Arme und war froh, sie nicht verloren zu haben.
Kersty weinte vor Freude, und auch ihm standen die Tränen in den Augen, und das von Kersty
erwartete Donnerwetter, blieb aus. Dann begrüsste er auch mich ganz herzlich und staunte,
dass ich der Verlobte seiner Tochter bin. Er realisierte erst jetzt, was für ein merkwürdiger Ort
das hier ist und wunderte sich über die fremden Gegenstände im Keller. Kersty nahm glücklich
ihren Vater an die Hand und erklärte ihm alles. Ich ging mit Anni nach oben und beide kamen
gleich hinterher. Es duftete herrlich nach frischem Baguette, das ihn im Moment glücklich
machte, denn es erinnerte ihn an seine französische Heimat.
Er sagte darauf: ,,Ach so etwas gibt es auch hier?“
Er begrüsste daraufhin gleich meine Mutter, nahm Platz und schaute auf den liebevoll
gedeckten Tisch mit Seranoschinken, einheimischen Käse und einem frischen gemischten
Salat. Nach und nach realisierte Stephen die neue Umgebung. Kersty wich nicht von seiner
Seite und zeigte ihm nach dem Essen das ganze Haus. Danach gingen wir in den Ort und an
den Strand. Stephen wunderte sich nicht nur über das was Kersty ihm zeigte, sondern auch
wie sich seine Tochter positiv verändert und sich voll an diese Gegebenheiten angepasst
hatte. Wir gingen hinter ihnen her und konnten alles genau beobachten und sahen, dass beide
viel zu bereden hatten.
Als wir zurückkamen, sagte er zu mir: ,,Im nachhinein bin ich froh, dass meine Tochter bei
euch gelandet ist, dass sie ein neues Zuhause gefunden und einen Mann, den sie liebt,
bekommen hat.“
Ich machte den Vorschlag, dass wir ihm morgen unsere Insel zeigen werden. Er war
hocherfreut und sagte, dass er schon lange keine freien Tage mehr gehabt hatte.
Anschliessend ging er mit Anni aufs Zimmer, und meine Mutter zog sich auch zurück.
Kersty und ich setzten uns auf die Bank der vorderen Terrasse. Dann kuschelten wir uns
aneinander und besprachen die Pläne der nächsten Tage.



Eine andere Welt

Alle hatten gut geschlafen, und nach einem guten Frühstück starteten wir Richtung Vulkan
Teide. Stephen musste sich auch wie die anderen erst ans Autofahren gewöhnen. Er staunte
nicht schlecht, als Kersty ihm dabei erzählte, dass sie auch schon etwas Fahren könnte. Er
meinte, dass ich sie viel zu sehr verwöhnte.
Anni gab ihren Kommentar dazu: ,,Frauen in dieser Welt sind teilweise gleichberechtigt und
außerdem liebt er unsere Tochter viel zu sehr, um ihr etwas abzuschlagen.“
Währenddessen fuhren wir im angemessenen Tempo hinauf. Stephen konnte es nicht fassen
und war von dem dauernden Wechsel zwischen Fauna und Flora beeindruckt. Wir machten
überall halt. Auf der Rückseite der Insel steuerten wir ein besonderes Weingeschäft an. Im
Inneren probierte wir die einheimischen Weinsorten. Der kritische Stephen begutachtete
interessiert die umfangreichen Angebote. Durch das viele Probieren wurde er immer
aufgeschlossener und lockerer wie ihn seine Familie schon lange nicht mehr kannte. Alle
freuten sich über die nette Geste, die in der Bodega herrschte und deshalb kauften wir einige
Flaschen hiesiger Rioja Weine. Stephen wollte natürlich auch einige davon mit ins Jahr 2090
nehmen, ich aber ermahnte ihn mit folgenden Worten:
,,Wie willst du es jemandem erklären, falls man sie bei dir zu Hause findet."
Das überzeugte ihn, und er meinte: ,,Wir haben ja hier genug Anlass und Gelegenheit sie
auszutrinken."
Anschließend fuhren wir noch zu einer abgelegenen Weinfinka mit einem Restaurant und
probierten dort die einheimische Küche mit deren speziellen Weinen, die auf ihrer Anhöhe
gewachsen waren. Gesättigt von all dem Schönen fuhren wir wieder heim.
Zu Hause angekommen, setzten wir uns gemütlich auf die Terrasse und besprachen
gemeinsam wie es nun weitergehen soll.
Stephen wollte noch etwas loswerden bevor ich begann und sprach: ,,Ich danke euch für
diesen schönen Tag, schade, dass ich mich nicht revangieren kann.“
Ich meinte darauf. ,,Ja, das kannst du, wenn das Dreibeinerproblem gelöst ist, dann können
wir endlich zu euch kommen, aber vorher nicht, denn Kersty und ich würden dort sofort
geweiht werden.“
Er nickte.
Dann ergriff Anni das Wort und sagte zu ihrem Mann: ,, Du hast dir bestimmt noch keine
Gedanken darüber gemacht, warum du eigentlich hier bist. Jeannies und auch meine Kappe
wurden außer Funktion gesetzt als wir einmal hier waren. Da du beim Eintreffen nur auf Kersty
fixiert warst, hast du deine Veränderung nicht bemerkt.“
Jetzt fiel es ihm wieder ein und er meinte, dass ihm an sich auch schon etwas aufgefallen sei,
aber er es nicht realisiert hätte, z.B. die Gedanken, die Gefühle und die Schande, dass Kersty
nicht geweiht ist, kamen in ihm wieder hoch. Aber von einem Moment auf den anderen waren
sie wieder verschwunden.
,,Das kam durch das Schließen des Portals, und wäre es noch länger offen geblieben, hättest
du Kersty mit Vorwürfen überschüttet wie Jeannie und ich es damals taten“, sagte Anni
darauf.



Verwirrungen

Stephen hörte nur zu und sagte dann: ,,Ich weiß leider recht wenig über die Dreibeiner, könnt
ihr mir daher mehr Informationen geben und mich auch darüber aufklären über das
Außerfunktionsetzen der Kappe.“
,,Ich freue mich über dein gewonnenes Interesse und werde dir alles morgen mit dem Raum
& Zeit Converter zeigen, auch das Problem mit der Kappe werden wir besprechen. Heute ist
es dafür zu spät“, antwortete ich.
Wir freuten uns, dass Stephen endlich für diese Sache so offen war.
Am nächsten Tag ging ich mit ihm und Kersty nach unten zum Converter, setzte mich vor
meine Erfindung und schaltete alles ein, dabei erklärte Kersty ihrem Vater was ich tat.
Plötzlich sagte sie auf einmal: ,,Dirk, existiert das Vichothaus eigentlich auch in dieser Zeit
2014?“
Überrascht überlegte ich einen Moment und holte dann zuerst das Haus vom 20. Oktober
2090, 12 Uhr mittags auf den Bildschirm. Stephen sah und hörte sich das erste Mal selbst und
war darüber fassunglos.
Kersty bemerkte das und sagte: ,,Papa, daran wirst du dich allmählich gewöhnen.“
Nun probierte ich langsam etwas für mich Neues aus und ging ins Internet auf Google Satellit
und suchte das Haus im Jura in Frankreich. Dort tauchte ein Haus auf, das vom Äußeren,
ebenso auch die Umgebung dem Haus von 2090 entsprach. Stephen und Kersty waren damit
nicht zufrieden.
Dazu erklärte ich ihnen nun folgendes: ,,Mein Haus entspricht dem von 2008 auch nicht mehr
100% ig.“
Ich ging auf Google Street View und holte mein Haus auf den Bildschirm. Jetzt staunten
beide und Kersty rannte nach draußen, um zu sehen was es dort für Unterschiede gab.
Ihre Flitzerei bemerkte Anni, die gerade meiner Mutter in der Küche half. Als Kersty wieder
befriedigt zurück war, kam auch Anni, um nach ihrer Hektik zu fragen und sah ihre Tochter
außer Atem da stehen.
,,Es stimmt was er sagte“, schnaufte sie.
Ich amüsierte mich und nahm sie in den Arm und sagte darauf: ,,Jetzt gehen wir einmal auf
Google Street View zum Vichothaus von heute und schauen uns alles an."
Wieder herrschte Kopfschütteln über diese Technik. Aber das war noch nicht alles. Es war ihr
Haus, und auch wieder nicht ihr Haus. Ich erklärte ihnen, dass jetzt hier 2014 ist und diese
Bilder im Internet 2009 entstanden sind und es liegen 81 Jahre dazwischen nach eurer
heutigen Zeitrechnung 2090.
Kersty, nun beruhigt, fragte auf einmal wieder:
,,Wieso steht da oben England und nicht Frankreich? Dieses Vichothaus ist ja in England,
kannst du uns das erklären?“
,,Ihr habt leider dabei vergessen, nämlich, dass ihr aus einer anderen Realität kommt. Die
Dreibeiner kamen in den 1980er Jahren in eure Realität, das heißt vor 110 Jahren eurer Zeit.
Hier waren sie noch nie und sind auch niemandem bekannt, außer uns. Da hier alles völlig
anders ist als bei euch, vermute ich, dass euer Haus in dieser Realiät in England steht und das
Anwesen in eurer Zeit und Realität jetzt bei euch in Frankreich zu finden ist. Eine bessere
Erklärung habe ich im Augenblick nicht anzubieten“, erklärte ich.



Es gibt mehr zu sehen

Ich merkte, dass Kersty und ihre Eltern dieses erst einmal verarbeiten mussten.
Dann fragte ich: ,,Was meint ihr, worüber sollen wir Stephen weiter informieren?“
Anni antwortete darauf: ,,Zeige meinem Mann doch warum Jeannie die Verlobung mit Daniel
gelöst hat, er soll es heute genaustens erfahren.“
Er nickte, und ich stellte vom Internet auf das Jahr Frankreich 2089 um. Anni ließ uns nun
allein und ging nach oben, um meiner Mutter beim Vorbereiten des Mittagessens zu helfen.
Gespannt schaute er nun auf den Bildschirm. Er sah *Henry, Will und Beanpole wie sie vor
dem Tribunal standen, das was Daniel dann erzählte, wie sie abstransportiert wurden und sich
dann befreien konnten.
(*Quelle: The Tripods Folge 12)
Er schüttelte nur den Kopf. Ich zeigte ihm nun weiter die Stelle, an der Daniel Kersty suchte
und was er da so von sich gab.
Danach erwiderte Stephen fassungslos: ,,Wenn Jeannie das Gleiche gesehen hat wie ich
jetzt, verstehe ich sie nun, es ist gut, dass ich das auch weiß, denn so etwas gehört nicht in
unsere Familie.“
Gleich darauf zeigte ich ihm im Zeitraffer auch einzelne Passagen von **den Freien
Menschen, die Gewinner der Spiele, die in die Stadt der Dreibeiner transportiert wurden, das
Innere der Stadt, die Meister, die Sklaven, die schwarzen Garden und das Gespräch, das Will
mit dem Cognosc führte, der ihm vom Ende der Menschheit erzählte.
(**Quelle: The Tripods Folge 13 bis 22 )
Stephen war geschockt und sprachlos als er das alles sah und zuletzt hörte.
Gut, dass meine Mutter uns jetzt zum Mittagessen rief. Ich schaltete alles aus und wir gingen
nach oben. Dort erwartete uns eine leckere Paella. Nach diesem für ihn schrecklichen Erlebnis
war Stephen froh, etwas Anderes zu sehen und staunte über dieses besondere Essen. Dafür
suchte er den passenden Wein für uns alle aus. An diese Spezialität musste er sich erst
einmal gewöhnen, denn er kannte keine Meeresfrüchte.
Als sie sich nach dem Essen erst mal ausgeruht hatten, ging Anni für Stephen mit ihm einige
schicke Kleidungstücke kaufen, denn sie hatten ja nur ein paar Kleinigkeiten mitgebracht.
Kersty blieb hier und half meiner Mutter in der Küche.
Vorher hatte ich mit Anni besprochen, dass ich in der Zwischenzeit unseren Arzt anrufen
werde, um sobald wie möglich einen Termin zu vereinbaren, um Stephens Kappe unschädlich
zu machen und sie versprach mir, mit ihm unterwegs darüber zu reden.
Als ich anrief, war er sofort zu sprechen und fragte mich:
,,Ist Kerstys Vater jetzt bei euch? Ich werde sogleich mit meinem Kollegen alles
koordinieren.“
Später kam Anni mit ihrem Mann zurück und erzählte mir, dass sie alles mit ihm besprochen
hätte, und er mit dem Eingriff einverstanden ist.



Die gleiche Prozedur

Wir wollten gerade zum Einkaufen fahren als unser Arzt uns anrief. Er erklärte uns, dass sie
morgen um 12 Uhr einen Termin frei hätten.
Ich sagte: ,,Wir sind einverstanden und ich werde zu dieser Zeit das Portal zum CT Raum
öffnen.“
Dann machten wir uns auf den Weg zum Bauernmarkt. Dort trafen wir unsere kanarischen
Freunde, ein Ehepaar mit vier erwachsenen Töchtern. Nachdem wir dort unsere Einkäufe
beendet hatten, fuhren wir gemeinsam zu ihrer Finka. Dort erwartete uns der Rest der Familie,
die schon alles zum Grillen vorbereitet hatten. Dank der Übersetzer war die Verständigung gut
und man lernte sich noch besser kennen. Nach dem Essen besichtigten wir ihr gesamtes
Anwesen. Stephen wie auch Anni waren erstaunt über die Vielfalt des Gemüses und der
Früchte. Da auch Kersty ihren Übersetzer dabei hatte, weil sie nicht so gut spanisch sprach,
schloss sie dadurch schnell Freundschaft mit den Töchtern. Sie hatte natürlich vorher ihre
Eltern angewiesen, dass sie niemandem hier von ihrer Herkunft, den Dreibeinern und das
Weihen erzählen sollten. Später nach dem Besuch machten wir noch die restlichen Einkäufe in
den großen Supermärkten. Kersty nahm wieder ihren Vater bei der Hand und zeigte ihm die
riesige Auswahl der Produkte. Anni amüsierte sich über die Reaktionen ihres Mannes als er
durch die Märkte schritt. Am Abend saßen wir wieder auf der Terrasse bei Kerzenschein und
einem Glas Wein und ließen den Tag ausklingen.
Am nächsten Tag wie vereinbart, kurz vor 12 Uhr schaltete ich den Raum & Zeit Converter
wieder ein und schaute in die Klinik, um zu sehen ob außer den beiden niemand dort war. Ich
übertrug Kersty die Verantwortung über den Converter, nahm die Fernsteuerung und öffnete
das Portal. Stephen war nicht wohl bei der Sache aber seine Frau beruhigte ihn und nahm
seine Hand, und wir gingen hindurch. Kersty verfolgte wieder alles auf dem Bildschirm, und als
ich ihr ein Zeichen gab, schloss sie das Portal. Die beiden Ärzte begrüßten uns herzlich und
baten den besorgten Stephen, sich in die Röhre zu legen. Anni nahm ihm den Übersetzer ab
und erklärte ihm den Ablauf der jetzt folgte. Danach schauten wir uns die CT Aufnahmen an
und beruhigten ihn. Aber trotz wieder aufgesetztem Übersetzer verstand er nicht alles, und es
war ihm hier ziemlich unheimlich zu mute wegen der vielen unbekannten Geräte. Die Ärzte
machten, nachdem sie uns versicherten, dass es die gleiche Prozedur ist wie bei den anderen
beiden, einen Termin auf den morgigen Tag um 11Uhr.



Meine Eltern kehren heim

Wir verabschiedeten uns und mit der Fernsteuerung öffnete ich das Portal. Bevor wir
durchgingen rief ich nach Kersty, um mit ihr einen Uhren- und Datumsvergleich zu machen.
Sie bestätigte, dass alles in Ordung ist. Zufrieden schritten wir durch das Portal und waren
augenblicklich wieder im Keller meines Hauses. Kersty schaltete alles aus und kam auf uns zu
und begrüßte jeden einzelnen. Dann machten wir uns auf den Weg nach oben, und ich
schmiss den Räucherofen an. Die Fische hatte meine Mutter vorher schon mit Räuchersalz
behandelt und den Kartoffelsalat mit viel Liebe zubereitet. Kersty half mir fleißig beim
Räuchern, und ihre Eltern nahmen unterdessen am Tisch Platz und warteten auf die ersten
fertigen Fische, denn es duftete hervorragend. Räuchern war ihnen ja nicht unbekannt, aber
dabei zuzusehen und sofort den frisch geräucherten Fisch zu verspeisen, das war ganz neu
für sie.
Kersty schmiss sich in die Brust und sagte stolz zu ihren Eltern: ,,Seht her, mein Schatz kann
einfach alles und das Beste daran ist, dass er mich an allem teilhaben lässt“, und dann gab
sie mir vor allen einen dicken ,,Schmatzer“.
Spät am Nachmittag führte ich Stephen das Fernsehen vor und zeigte ihm die Nachrichten
von dieser Welt.
Als er sah was sich so überall ereignete, die vielen Kriegsherde, das Leid und die vielen
Flüchtlingsströme, sagte er traurig:
,,Das, was ich hier gerade gesehen habe, hat man uns im Geschichtsunterricht in der Schule
erzählt. Denn diese chaotischen Zustände, die ihr jetzt habt, herrschten damals auch bei uns,
dadurch wurden die Dreibeiner auf uns aufmerksam und erschienen. Sie töteten Millionen von
Menschen, weihten die übrigen und beendeten dadurch das Chaos auf unserer Welt. Ihr hattet
bisher großes Glück, dass sie bei euch noch nicht aufgetaucht sind.“
Was er sagte machte mich nachdenklich. Aber was sollte ich schon dagegen tun?
Am nächsten Tag kamen die beiden Ärzte mal wieder durch das Portal und führten
gemeinsam an der Kappe von Stephen die gleiche Prozedur durch wie bei Anni und Jeannie.
Auch bei ihm gab es keine Komplikationen, und er erholte sich durch unserer aller Fürsorge
recht schnell. Auch bei ihm öffnete ich zur Kontrolle während des Eingriffs wieder das Portal,
um zu sehen ob noch Einfüsse von den Dreibeinern zu verzeichnen waren. Aber es war alles
in bester Ordnung. Nicht nur Stephen, sondern auch wir freuten uns alle darüber. Danach
kehrten die Ärzte stolz und zufrieden nach ihren bisher gelungenen Eingriffen wieder zurück.
Meine Verlobte Kersty war sehr traurig und niedergeschlagen als ihre Eltern am 30.
September 2014 nach Hause zurückkehrten. Zuvor drückte mich Stephen ganz herzlich und
dankte uns auch im Namen seiner Frau für alles. Dann verabschiedeten wir uns, und ich stellte
die Zeit dort auf den 20. Oktober 2090 um 17.20 Uhr, öffnete das Portal und beide gingen
glücklich Hand in Hand wieder in ihre Heimat.
Kersty drückte sich nun schutzsuchend an mich, da sie das Gefühl hatte, nun wieder allein zu
sein als ich das Portal wieder schloss.



Nein

Wir blickten neugierig auf den Bildschirm wie die beiden nach ihren Kindern sehnsüchtig
riefen und Ausschau hielten. Die vier jüngeren Mädchen verstanden natürlich nicht, warum
Jeannie auf einmal ihre Eltern so herzlich begrüßte, denn sie hatten sie ja erst noch vor ca. 30
Minuten gesehen.
Als die vier jüngeren Töchter abends im Bett lagen, konnte sich Jeannie mit ihren
zurückgekehrten Eltern endlich über das Erlebte bei uns unterhalten. Zufrieden schaltete ich
jetzt alles aus.
Nun wieder allein, holten wir alles ,,Versäumte“ nach und gingen in den nächsten Tagen viel
baden und unternahmen ausgedehnte Radtouren.
Als meine Mutter von Freunden, die aus Deutschland gerade zurückgekehrt waren,
eingeladen wurde, machte ich Kersty den Vorschlag, dort weiter zu sehen wo * Will und
Beanpol auf dem Rückweg zu den Freien Menschen waren.
Leider ahnte ich ja nicht was das alles für Auswirkungen auf uns haben würde.
*Will und Beanpol versteckten sich wegen eines Missverständnisses im Circus vor den
Schwarzen Garden. Dort wurden sie als neue Mitarbeiter aufgenommen. Aber leider wollte der
Chef sie den Gardisten doch noch ausliefern, um eine Belohnung zu kassieren. Nicht nur die
beiden hatten Probleme, sondern auch die Kinder, die im Circus mitwirkten, sollten nach der
letzten Vorstellung am nächsten Tag geweiht werden. Jetzt sahen wir wie Will ihnen im Wagen
von ihrer bevorstehenden Weihe berichtete und ihnen u.a. erzählte was auf die Menschheit
zukommen wird, bezüglich des Raumschiffes das in 3 Jahren (**4 Jahren) auf die Erde
kommen wird, um die Atmosphäre hier zuvergiften und die Menschheit dadurch ausgelöscht
wird, damit die Meister hier leben können.
Er machte ihnen daher das Angebot, dass sie ihn und Beanpole begleiten sollten, und sie
nahmen sie alle in einer Nacht- und Nebelaktion nun mit zu den Freien Menschen. In der
Nacht, auf dem Weg zu ihnen, wurden sie im Wald von mehreren Roten Dreibeinern
beschossen. Zum Glück passierte ihnen nichts, und wir waren daher sehr erleichtert. Als wir
den beiden Jungen auf dem Bildschirm folgten wie sie allein voraus gingen und nachsahen ob
alles in Ordung ist, schrien wir beide diesmal auf, denn das Trainingslager mit den Hütten der
Freien Menschen war inzwischen niedergebrannt und es war niemand mehr da. Will und
Beanpole setzten sich verzweifelt auf einen Felsen, und zwei der Circuskinder standen wie
gelähmt daneben.

( * Quelle: The Tripods Folge 24 u. 25 )
(** Quelle: The Tripods Buch / CD )

Nachdem wir uns vom Schock erholt hatten, sagte ich zu Kersty: ,,Ich muß mit Hilfe des
Raum & Zeit Converters noch vor dem Angriff zu den Freien Menschen gelangen, um sie zu
warnen, und da Henry dich kennt, musst du mit mir kommen!“
Kersty sah mich groß an, schüttelte den Kopf und sagte: ,,Nein.“
Ich hörte wohl nicht richtig und fragte sie, warum nicht? Aber immer wieder sagte sie, nein.
Ich drängte sie mit meinen Fragen weiter: ,, Hast du etwa Angst dort hin zu reisen?“
Sie schüttelte immer noch den Kopf. Ich hatte Kersty noch nie so erlebt.
Genervt fragte ich sie weiter: ,,Hat das irgend etwas mit Henry zu tun?“
Sie nickte, und ihre Augen füllten sich mit Tränen. Anschließend wischte sie sich die Augen
trocken und sagte:
,,Bevor ich Henry gegenübertrete, heiraten wir.“
Ihre Antwort versetzte mich in Erstaunen.



Erst das Eine, dann das Andere

,,Und wann gedenkst du sollen wir heiraten?“ fragte ich sie.
Kersty überlegte und sagte: ,,Am 16. July 2015, einen Tag nach meinem 18 Geburtstag, da
ist man ja volljährig habe ich mir vorgestellt!“
,,Das sind ja noch 9 Monate und weißt du wie lange das ist?"
rief ich aus.
,,Ich weiß, aber vorher können wir nicht heiraten, denn du sagtest mal zu mir als ich mit dir
vor einigen Monaten über das Thema Bettteilen gesprochen habe, du kannst erst mit mir
schlafen, wenn du laut Gesetz 18 geworden bist. Bei uns aber teilt man das Bett, oder hier
sagt man sie schlafen miteinander, mit demjenigen, mit dem man verheiratet ist. Daher kam
ich auf den 16. July 2015“, sagte sie.
Ich fragte sie weiter überrascht über ihre Äußerung: ,,Was machen wir bis dahin mit den
Freien Menschen?“
,,Gar nichts, wir haben ja den Raum & Zeit Converter, die müssen bis dahin auf ihre Rettung
warten. Zuerst möchte ich dich heiraten, und dann werde ich als deine Ehefrau Henry
gegenüber treten. Wir können ja in Las Vegas heiraten, das habe ich im Internet gesehen“,
antwortete sie mit einer Entschlossenheit.
Ich erkannte sie gar nicht wieder was sie da von sich gab. Daraufhin nahm ich sie in meine
Arme und schaute ihr in die Augen, um zu sehen was sie bewegte. Dann endlich kam der
wahre Grund aus ihr heraus, und sie offenbarte sich mir:
,,Henry war meine erste große Liebe und hat mir das Herz gebrochen als er von uns ging. Mit
ihm gehen konnte ich wegen meiner Familie nicht, und ich habe monatelang innerlich sehr
gelitten, es war eine Kunst, das vor meiner Familie zu verbergen. Henry soll endlich sehen,
dass ich mit dir glücklich verheiratet bin und nicht nur verlobt, und daher gibt es auch für ihn
keine Chance mehr, mich je wieder zu bekommen. Es ist auch ein besonderer Schutz für mich,
und aus diesem Grund will ich ihm nur verheiratet gegenüber stehen“, sprach sie nun
erleichtert aus.
,,Bist du jetzt enttäuscht von mir von dem was ich so eben von mir preisgab?“ fragte sie mich
und schaute mir dabei, auf eine positve Antwort wartend, in meine Augen.
Ich schüttelte den Kopf und zum Beweis, dass sich an meiner Liebe zu ihr nichts geändert
hatte, zog ich sie an mich und küsste sie einen Moment lang sehr leidenschaftlich auf ihre
süßen Lippen.
,,Jetzt bin ich aber sehr beruhigt“, seufzte sie nach diesem intimen Kuss.
,,Ich könnte dir niemals böse sein, dafür liebe ich dich inzwischen viel zu sehr, und wir
heiraten natürlich in Las Vegas am 16. July 2015“, antwortete ich nun begeistert.
,,Eigentlich hatte ich ja geplant, unsere Hochzeit groß im Hause meiner Eltern zu feiern, aber
da ich ja dort von den Behörden gesucht werde, kann kein Pfarrer ins Haus kommen, um uns
zu trauen. Warten bis die Dreibeiner besiegt sind, ist nicht möglich, weil es im Augenblick
keine Freien Menschen mehr gibt, denn vorweg müssen sie erst von uns informiert werden,
dass die Dreibeiner sie vernichten werden. Aber das ist momentan nicht möglich, weil ich in
meiner jetzigen emozionalen Verfassung Henry nicht unverheiratet gegenüber treten will.
Wegen deiner Gesetzeslage hier und wegen meiner dort, können wir leider erst am 16.7.2015
heiraten, einen Tag nach meinem Geburtstag“, klärte sie mich überzeugend auf.
Ich staunte über das Wissen der Temporallehre, die sie inzwischen von mir gelernt hatte.
Jetzt merkten wir erst, dass es schon spät war, ich schaltete alles aus, und wir gingen
daraufhin nach oben.



Neue Träume

Dann setzten wir uns in die Küche und aßen noch eine Kleinigkeit. Während wir uns über das
Geschehene unterhielten, kam meine Mutter zurück und nahm auch am Tisch platz. Wir
erzählten ihr von der Vernichtung der Freien Menschen durch die Dreibeiner und auch von
unserer geplanten Heirat am 16.7.2015 in Las Vegas.
Sie hörte sich alles genau in Ruhe an und meinte lachend dazu: ,,Ihr seid die letzten ,,Freien
Menschen“ und müsst wissen, was ihr tut. Nur die Trauung in Las Vegas ist nicht nach
meinem Geschmack, und ich glaube, dass Kerstys Eltern von dieser Idee auch nicht begeistert
sind.“
Kersty äußerte sich nun: ,,Aber Maman, ich habe die Idee aus dem Internet, und wir machen
dort keinen großen Aufwand, und eine richtige Hochzeit holen wir mit der ganzen Familie
später nach.“
Anschließend gingen wir zu Bett. In der Nacht hörte ich aus Kerstys Zimmer Nein - Nein -
Rufe. Sie klangen ganz verzweifelt. Da wusste ich, sie hat mal wieder Albträume. Ich ging in
ihr Zimmer und fasste sie an den Schultern, um sie sanft zu wecken, und meine Mutter wurde
dadurch auch wach. Ganz langsam kam mein Schatz endlich zu sich und sagte ganz
verträumt:
,,Danke, dass du mich in die Wirklichkeit zurückgeholt hast. Es war fürchterlich was ich
geträumt habe“, sie stand auf und ging zu meiner Mutter. Ich folgte ihr und sie begann, uns
ihren Traum zu erzählen:
,,Ich war eins der Circuskinder, und wir waren in diesem Wald als die Roten Dreibeiner mit
ihren Laserwaffen auf uns schossen. Plötzlich sah ich wie ein Dreibeinerarm mit dem
geöffneten Dreifinger auf mich zukam. Ich lief davon und der Arm verfolgte mich. Dann sah ich
das gelbe Portal und lief hinein, aber der Arm ging dann auch durch das Portal und bei uns im
Keller packte er mich doch noch. Ich schrie auf, und gut dass du auch da warst, Dirk. Um mir
zu helfen, schlugst du auf diesen Not - Stop - Schalter. Dadurch wurde das Portal
ausgeschaltet und der Arm vom Dreibeiner getrennt. Während du mich von den drei Fingern
befreitest, hörten wir vom Bildschirm wie der Dreibeiner vor Schmerzen schrie. Dann wecktest
du mich endlich auf“,erzählte Kersty erleichtert.
Als meine Mutter das hörte, sagte sie:
,,Ein schrecklicher Traum, und bevor du in dieser Nacht weitere Träume hast musst du nicht
allein schlafen, wenn du nicht willst. Ich habe nichts dagegen, wenn du heute nacht bei ihm
schläfst."
Kersty war damit einverstanden, und ich hatte auch nichts dagegen. Sie nahm ihr Bettzeug,
kam zu mir und legte sich neben mich, gab mir noch einen Gute Nachtkuss und sagte:
,,Danke, mein Retter, ich liebe dich so sehr“ und schlief auch gleich wieder ein.



Das geheimnisvolle Teneriffa

Am nächsten Morgen war Kersty schon wach als ich meine Augen öffnete.
Sie schaute mich an und sagte: ,,Guten Morgen mein Schatz, weißt du noch als unsere
Mütter uns hier erwischten und uns aus dem Bett schmissen?“
Ich lachte und sagte darauf: ,,Ja, sie dachten wir hätten Dummheiten angestellt. In ca. 9,5
Monaten ist diese Situation alltäglich.“
,,Ja, und an die muss man sich dann erst gewöhnen“, lachte sie. Darauf gab sie mir einen
Kuss und stand auf.
Wir hatte inzwischen den 9. Oktober, und Kersty wollte nun unbedingt in der Fahrschule
Unterricht nehmen, aber da sie kaum Spanisch sprach,war es besser für sie, dass meine
Mutter sie erst mal unterrichtete, denn wir wussten aus Erfahrung, dass man hier in der
Sprachschule im Unterricht viel zu schnell vorangeht, um mitzukommen. Bei uns zu Haues
hatte Kersty schon in wenigen Tagen eine Menge gelernt.
Am 20. Oktober 2014 wollte ich wieder synchron gehen mit dem 20.10.2090, weil um 17.20
Kerstys Eltern zurückgekehrt waren. Um 17.20 Uhr, also unserer Zeit, schaltete ich den Raum
& Zeit Converter wieder ein und ging parallel mit der anderen Zeit und verfolgte das
Geschehen dort auf dem Bildschirm. Der Computer übersetzte mir die Gespräche bei den
Vichots. Kersty benötigte ich im Augenblick nicht dabei. Aus Neugier ging ich auf Zeitraffer
Modus, indem ich die Zeit wie beim Videofilm vorspulte und fand eine Situation am 24.10.2090
um ca. 12.35 Uhr und sah Helen mit einem Brief in der Hand aus der Schule kommen. Ich
stellte auf Pause, und das Bild blieb stehen. Dann rief ich nach Kersty, die gerade beim
Spanischlernen war.
Sie kam sofort und fragte: ,,Was ist los?“
Ich schaltete auf Wiedergabe, und wir konnten auf dem Bildschirm verfolgen wie Helen ihren
Eltern den Brief übergab, in dem stand, dass sie nächstes Jahr am 5. July 2091 um 12 Uhr
geweiht wird.
Ich sagte darauf zu Kersty: ,,Da haben wir den Salat, gut, dass wir den Converter haben,
nicht wahr? Das mit dem Synchronschalten ist nicht unbedingt notwendig, wenn man die
Begebenheit dort vor- und zurückspulen kann.“
Wir schauten weiter was nun dort geschah. Anni, Stephen und Jeannie machten ein ernstes
Gesicht.
Dann ergriff Anni das Wort und sprach: ,,Setzt euch bitte alle mal hin.Was ich euch jetzt zu
sagen habe, darf außer uns, niemand außerhalb erfahren, und euer Vater und Jeannie wissen
es schon längst. Es geht um eure Schwester Kersty, ihr geht es gut und wir haben sie schon
besucht. Sie lebt jetzt sehr glücklich in einer anderen Realität auf der geheimnisvollen Insel
Teneriffa im Jahr 2014, wo es keine Dreibeiner noch Weihe gibt, zusammen mit ihrem
Verlobten Dirk und dessen Mutter."


Fiona und Helen kommen

,,Als du Helen, heute mit dieser fatalen Nachricht zu uns kamst, sahen wir den Tag für
gekommen, euch aufzuklären“, sprach Anni weiter.
Helen, Shelag, Fiona und Lucy trauten ihren Ohren nicht als sie das hörten, aber sie wollten
auch keine Fragen stellen, sondern waren nur glücklich als sie das über Kersty erfuhren.
Dann rief Anni in den Raum hinein: ,,Kersty, Dirk hört ihr mich öffnet das Portal bitte!“
Die vier jüngeren Schwestern schauten sich verwundert gegenseitig an und dachten, dass
ihre Mutter den Verstand verloren hatte.
Ich fragte darauf Kersty: ,,Wollen wir ihr den Gefallen tun und bei deinen Schwestern
erstaunte Gesichter hervorrufen?"
Kersty klatschte in die Hände und bejahte es freudig.
Zur Sicherheit schaute ich für die nächste Stunde dort auf die Umgebung, und zum Glück
sahen wir niemand. Während Kersty nun alles auf dem Bildschirm verfolgte, schaltete ich das
Portal ein und es erschien im Inneren der Küche.
Ein Aufschrei der Schwestern erfolgte. Aber Jeannie beruhigte sie sofort.
Stephen rief nach Kersty und sie antwortete: ,,Wir sind hier, und es geht uns allen gut.“
Sofort reagierten die Mädchen und fragten durcheinander Kersty alles Mögliche.
Anni musste sie zügeln und darauf fragte sie mich direkt aber doch bescheiden: ,,Ist es
vielleicht möglich, dass die vier Anderen auch einmal für ein paar Tage zu euch kommen? Ich
würde dann als erstes vorschlagen, Helen und Fiona und später Shelag und Lucy."
Ich überlegte kurz und sagte: ,,Es ist bestimmt möglich aber ich werde es erst vorsichtshalber
mit meinen ,, Frauen“ abklären.“
Sie waren natürlich einverstanden und freuten sich auf den Besuch, und ich sagte das auch
Anni. Sie packte darauf die Sachen für Helen und Fiona, machte sie reisefertig und nach 30
Minuten nahm Anni sie an die Hand und schritt mit ihnen durch das Portal, denn allein trauten
sie sich nicht. Wie freuten Fiona und Helen sich als sie nach Monaten zum ersten Mal ihre
Schwester Kersty wieder sahen. Anni begrüßte uns alle wieder herzlich und kehrte dann zu
ihrer Familie ins Jahr 2090 zurück, worauf ich dann das Portal ausschaltete. Kersty setzte
inzwischen ihren Schwestern den Übersetzer auf, und nun konnte ich mich auch ihnen widmen
wobei Kersty sie mir dann stolz vorstellte. Auch sie waren nicht nur von der Umgebung hier,
sondern auch über Kerstys ungezwungenes Verhalten, überrascht.
Sie sagte darauf zu ihnen: ,,Ihr seid jetzt auf der Insel Teneriffa, ca. 4000 km von Frankreich
entfernt, und wie ihr ja schon von unserer Maman wisst, schreiben wir hier das Jahr 2014 und
außerdem ist diese Welt hier dreibeiner- und weihefrei und befindet sich auch in einer anderen
Realität.“
Das schlug besonders bei Helen wie eine Bombe ein, denn sie hörte dieses heute nun schon
zum 2. Mal und musste es ja nun wohl oder übel glauben.



Was ist los mit den Geweihten?

Dann sagte Helen zu Kersty: ,,Mir war aufgefallen, dass sich unsere Eltern und auch Jeannie
plötzlich so verändert hatten, ich erkannte sie gar nicht mehr wieder, und kannst du mir
erklären was mit ihnen geschehen ist?“
Kersty lächelte darauf und antwortete: ,,Ja, um es kurz zu fassen, seit sie einzeln hier waren,
wurden ihre Kappen außer Funktion gesetzt. Sie verhalten sich jetzt ganz normal wie
Ungeweihte.“
,,Was sagst du da, wie ist denn das möglich?“ rief jetzt Fiona erstaunt aus, und Helen
schüttelte nur noch den Kopf.
,,Das haben wir alles meinem Schatz hier zu verdanken, und wir werden euch alles nach und
nach erzählen“, erwiderte Kersty und küsste mich dankbar vor den beiden ab.
Ich schlug nun vor, dass wir alle nach oben in die Wohnung gingen, damit sie ihre Sachen im
Gästezimmer auspacken konnten.
Kersty sagte darauf: ,,Ach du liebe Zeit, durch euer plötzliches Kommen habe ich die Betten
noch gar nicht bezogen. Dirk, stelle in der Zwischenzeit Helen und Fiona deiner Mutter vor
während ich das Zimmer herrichte.“
Dann sauste Kersty wie ein Blitz ins Schlafzimmer während die Begrüßung stattfand. Danach
zeigte ich ihnen den Rest des Hauses, über das sie nur staunten. Als Kersty wieder erschien,
setzten wir uns gemeinsam an den Tisch und aßen zu Mittag. Dabei schauten sie immer
wieder zu Kersty, weil sie ihnen so völlig fremd vorkam. Auch ihre schicke Kleidung
bewunderten sie, aber vor allen Dingen wie sie sprach und auch in gewissen Situationen kein
Blatt mehr vor den Mund nahm.
Helen war dann die erste, die Kersty danach fragte: ,,Ich erkennen dich gar nicht mehr
wieder, dein Verhalten und wie du auftrittst, lernt man das hier, und können wir das auch
erlernen?“
Kersty lachte und antwortete: ,,Ja, hier konnte ich mich so positiv entwickeln, konnte Fragen
stellen und man zeigte mir alles, ich habe daher in wenigen Monaten mehr gelernt als in den
letzten 17 Jahren meines Lebens. Hier bei uns gibt es keine Geheimnisse voreinander und es
wird über alles offen gesprochen, und die Beiden weisen mich in alles ein. Außerdem sind wir
auch, dank Dirks Raum & Zeit Converter über die Geheimnisse der Dreibeiner informiert,
ebenso wissen wir wo sich Beanpole, Will und Henry jetzt aufhalten. Selbst Daniels
Schandtaten wurden zwischenzeitlich offengelegt. Dieses Wissen haben auch jetzt unsere
Eltern und Jeannie erhalten als sie hier waren, und das war auch der Grund warum sie ihre
Verlobung mit Daniel so plötzlich gelöst hatte.“
,,Wo ist Beanpole jetzt?“ fragte Helen ganz aufgeregt.
Ich antwortete ihr: ,,Beanpole und die beiden Anderen sind als sie euch verlassen hatten, zu
den Freien Menschen, die übrigens alle ungeweiht sind und am Mont Blanc leben, wissentlich
gegangen.“
Das mussten die beiden Neuankömmlinge erst einmal verdauen.



Drei Schwestern haben Spaß

Dann stellte Fiona Kersty folgende Frage: ,,Wann und wie kamst du so plötzlich hierher?
denn das ist uns alles unverständlich.“
,,Das glaube ich dir schon, denn für mich ist das bis heute auch noch unfassbar, dass ich hier
so plötzlich in dieser anderen Welt gelandet bin“, sagte sie und erzählte ihnen darauf ihr
Abenteuer.
Als sie beendet hatte, sagte sie zu Helen und Fiona: ,,So, nun lasst uns für euch ein paar
schöne Kleider und einen Bikini kaufen, und anschließend gehen wir dann mit Dirk zum
Baden, und somit bekommt ihr schon einen Einblick in unsere Welt.“
Wie freuten sie sich und waren gespannt was sie wohl zu sehen bekamen. Nach ca. 2
Stunden tauchten sie lachend und fröhlich wieder bei uns zu Hause auf, und ich fuhr mit ihnen
danach zu unserem Traumstrand. Natürlich standen wir mal wieder vor dem gleichen Problem
der Situation des Autofahrens wie bei den anderen. Um ihnen zu zeigen, dass es ungefährlich
ist, gab ich Kersty den Schlüssel. Unter ungläubigen Blicken ihrer Schwestern stieg sie ins
Auto und fuhr den Wagen aus der Gerage vor die Haustür. Na, das war was für die beiden.
Nun überließ mir Kersty das Steuer und bat sie, endlich einzusteigen. Ich fuhr langsam, und
Kersty lenkte die beiden mit Musik ab und erklärte ihnen die Umgebung. Als wir endlich am
Strand angekommen waren, gab es für die Mädchen kein Halten mehr aus dem Auto zu
steigen und zum Strand zu rennen. Kersty war die erste im Wasser und für Fiona und Helen
war das Meer natürlich gewöhnungsbedürftig, denn sie kannten ja nur Seen.
Ich fragte die beiden: ,,Könnt ihr auch schwimmen?“
Darauf antworteten sie: ,,Ja, aber das Wasser bewegt sich so sehr, und Maman hat uns viel
davon erzählt.“
Allmählich vertrauten sie sich dem Wasser dann doch an. Vor allen Dingen, weil wir im Meer
herumtollten und viel Spaß dabei hatten.
Als wir alle danach auf unseren Badetüchern lagen, gab Kersty ihnen ein Sonnenschutzmittel
zum Einreiben, weil Fiona und vor allem Helen so eine helle Haut hatten und bei dieser
starken Sonnenstrahlung schnell einen schlimmen Sonnenbrand bekommen hätten.
Anschließend besuchten wir ein Eislokal zum Eisessen.
Beim Schlemmen dort sagte Fiona und lachte dabei: ,,In welcher herrlichen Welt lebt ihr hier
doch, einfach wunderbar. Es ist kein Wunder, dass Kersty sich so verändert hat und wie
liebevoll du mit ihr umgehst, ist einfach toll, das hat sie auch verdient.
Danach unternahmen wir noch einen ausgedehnten Spaziergang, bei dem sich die beiden
interessiert sämtliche Läden anschauten. Als sie alles genossen hatten, fuhren wir heim.
Nach dem Abendessen fielen Helen und Fiona todmüde ins Bett.



Zeige mir Beanpole !

Am nächsten Morgen beim Frühstück fragte mich Helen: ,,Könnt ihr mir bitte heute Beanpole
zeigen? Ich wüsste gerne wie es ihm jetzt geht.“
Kersty schaute mich an und fasste mich an die Hand, lächelte und sagte: ,,Na klar, warum
denn nicht, ich habe schon gemerkt, dass du in ihn verliebt bist. Dirk und ich haben mit den
Eltern schon darüber gesprochen, dass du und auch deine Geschwister mit dem Raum & Zeit
Converter kurz vor der Weihe zu den Freien Menschen gebracht werdet und ihr dort eine
falsche Kappe bekommt. Dabei siehst du ihn endlich wieder, deinen Beanpole.“
Helen wusste gar nicht so recht was sie über diese kecke Antwort von Kersty sagen sollte.
Anschließend gingen wir dann in den Keller, und ich schaltete den Converter ein. Ich gab
Kersty nun ein Zeichen, und sie kam dann ganz nahe an mich heran. Unter einem Vorwand
schmuste ich mit ihr und flüsterte ihr ins Ohr:
,,Was machen wir denn jetzt, du weißt doch, dass Beanpole und Will ungefähr jetzt in ihrer
Zeit beim Circus sind und was danach Furchtbares geschieht.

Helen und Fiona wunderten sich über unser zärtliches Beisammensein in diesem Moment.
Dann ergriff Kersty die Initiative und fragte Helen: ,,Willst du Beanpole, bevor er zu uns kam
oder nachdem er von uns ging, sehen?“
Helen war mit der Antwort überfordert und sagte: ,,Ihr könnt das besser entscheiden, denn ihr
kennt die Situationen.“
Ich ging zum Anfang zurück, an den Tag, an dem *Wills Freund Jack geweiht wurde. Ich
stellte alles so ein, dass die wichtigsten Passagen gezeigt wurden, und alles endete kurz
nachdem *Beanpole Will aus dem Fluss gezogen hatte.
(*Quelle: The Tripods Folge 1 u. 24 )
Die beiden Mädchen nahmen Platz und verfolgten das Geschehen auf dem Bildschirm.
Kersty und ich wechselten uns in dieser Zeit gegenseitig ab, da wir das schon x - mal gesehen
hatten.
Zum Mittagessen unterbrachen wir die ,,Vorführung“. Meine Mutter hatte für alle Spagetti
Bolognese zubereitet. Natürlich waren wir durch Kersty informiert, dass den beiden dieses
Gericht unbekannt war. Am Anfang waren Fiona und Helen perplex über die ,,Schnüre“ mit
der Sosse, die sie auf ihren Tellern sahen, aber nachdem sie zuschauten wie wir die Spagetti
mit der Gabel aufdrehten und aßen, probierten sie es unter einem großen Gelächter auch aus
und konnten gar nicht genug davon bekommen.
Nach dem üppigen Mahl, betrachteten die beiden die Odyssee der Jungen weiter. Besonders
überrascht waren Kersty und Helen als sie sich selber mit Henry und Beanpole erblickten, und
es schmerzte sie sehr.



Helens Enttäuschung

Als Kersty sich mit Henry sah, schmiegte sie sich zärtlich an mich und flüsterte mir in Ohr:
,,Verstehst du mich jetzt Liebster, dass ich erst als deine Ehefrau vor ihn treten möchte?“
Ich nickte und küsste sie darauf verständnisvoll. Kurze Zeit später kamen wir an die Stelle an
der *Daniel die Jungen beim Tribunal verleumdete. Helen, wie auch Fiona waren zuerst
entsetzt aber es erfreute sie dann doch als *Beanpole und die Anderen sich befreiten. Nun
verstanden sie endlich ihre Schwester Jeannie. Spannend verfolgten die beiden Mädchen
weiter *die Zerstörung des Dreibeiners.
(*Quelle The Tripods Folge 12 )
Aber als sie**die Roten sahen wie sie nachts auf die Jungen mit ihren Laserwaffen schossen,
bekamen sie es mit der Angst zu tun. Nach dem Schrecken schlug ich vor, für heute Schluss
zu machen und uns morgen den Rest anzusehen. Ich schaltete alles aus, und danach zeigte
Kersty ihnen unsere Umgebung. Als sie später zurückkehrten, führte sie Helen und Fiona das
Fernsehen vor und legte einige CDs in die Musikanlage.
Am nächsten Tag schauten die beiden gespannt wie es wohl mit Beanpole, Henry und Will
weiterging. Jetzt konnten sie endlich **die Freien Menschen sehen und verstanden auch,
warum die Jungen damals fortgegangen waren. Später, nach dem **Erblicken der Prozedur,
bei der man sah wie man den Athleten unter primitiver Narkose die Kappe aufsetzte, war es
Helen gar nicht Wohl zumute und ferner sahen die Schwestern auch noch wie man**ein
Mädchen kahlköpfig durch Gewaltanwendung zum Weihen brachte, und sie empfanden diesen
Anblick furchterregend und abscheulich. Ich erzählte den beiden darauf, dass Kersty als sie
das sah, in der Nacht einen schrecklichen Albtraum bekommen hatte. Danach verfolgten sie
aufmerksam das Geschehen weiter auf dem Bildschirm. Kersty kam später wieder dazu und
sah gespannt wie Helen nach ,,ihrem“ Beanpole schaute. Dann kam aber eine nicht
vorhergesehene Situation wo **zwei leichtbekleidete Mädchen Beanpole und Will abküssten.
Das war natürlich für Helen zu viel, und ich musste sie erst einmal beruhigen und
währenddessen ging es dort weiter. Ich erklärte ihr, dass man sich zu allererst das Ende
anschaut bevor man ein Urteil abgibt. Das sah sie ein als sie dann erblickte was dort auf dem
Spiel stand, und jetzt schauten wir wie **die beiden Jungen mithilfe der Mädchen den Beginn
der Spiele im letzten Moment noch erreichten. Wir kannten zwar das Ende der Spiele, aber
trotzdem sahen wir weiter mit Kersty die komplette Veranstaltung an, schon um zu erfahren
wie es mit Beanpole und dem Mädchen endete.
( ** Quelle: The Tripods Folge 13 bis 17 )



Helen und Fiona kehren heim

Dort passierte nichts weiter, außer dass **sie miteinander tanzten, und somit sahen die
beiden zufrieden den Rest der Ereignisse auf dem Bildschirm.
(**Quelle: The Tripods Folge 17)
Als nun alles beendet war, gingen wir frohen Mutes zum Mittagessen. Es gab als
Überraschung eine selbstgemachte köstliche Pizza. Das kannten Fiona und Helen auch nicht
und Kersty amüsierte sich heimlich. Es schmeckte den beiden so gut, dass wir um ein Haar
noch eine weitere Pizza nachmachen mussten.
Am nächsten Tag unternahmen wir mal wieder eine Inselrundfahrt und besuchten dabei auch
den Loropark im Norden. Um unser vorgenommenes Pensum zu schaffen, mussten wir sehr
früh aufstehen. Auch Kersty war noch nicht dort gewesen und somit kannte sie, sowie auch
ihre Schwestern, diese exotischen Tiere nicht. Diese Fülle von Angeboten dort wird ihnen noch
lange im Gedächtnis bleiben, und darum wurde dieser Tag für die drei Schwestern ein
unvergessenes Erlebnis.
Wir hatten inzwischen den 27. Oktober 2014, und es wurde nun Zeit für Helen und Fiona
nach Hause zurückzukehren. Tränenreich verlief der Abschied unter den Geschwistern. Wir
versprachen ihnen aber, dass wir sie sobald wie möglich wieder holten. Nun schaltete ich den
Raum & Zeit Converter ein und stellte die Zeit dort auf den 24. Oktober 2090. Der Computer
zeigte an, dass sie um 13.44 Uhr damals zu uns kamen. Ich stellte die Zeit auf 13.49 und
öffnete das Portal. Wir verabschiedeten uns ganz herzlich, und während Kersty alles auf dem
Bildschirm überwachte, durchschritten Helen und Fiona das Portal und waren im nächsten
Augenblick wieder daheim. Natürlich wunderten sie sich, dass dort nur 5 Minuten vergangen
waren, während hier eine ganze Woche verstrichen war.
Anni rief sofort nach uns und sagte: ,,Dirk, Kersty lasst das Portal noch offen, Jeannie packt
gerade die Kleidung von Lucy und Shelagh ein.“
Kersty antwortete: ,,Oh Maman langsam, langsam, ich muss noch Spanisch lernen, damit ich
hier den Führerschein machen kann, denn ich bin durch den Besuch der Beiden im Rückstand
und muss dadurch jetzt alles nachholen. Können wir nicht das Portal in ein oder zwei Stunden
nach euer Zeit, so wie Dirk die Lage bei euch überprüft hat, erneut öffnen? Fiona und Helen
können euch inzwischen alles von hier berichten.“
Anni war damit einverstanden, und ich spulte die Zeit vor und stellte fest, dass niemand in der
Zeit bei ihnen auftauchte. Danach vereinbarten wir den Termin um 15.00 Uhr dortiger Zeit und
schaltete das Portal wieder aus.
Bevor mein Schatz zum Lernen ging, fragte sie mal wieder so etwas für mich
Unverständliches:
,,Sag mal, gibt es eigentlich in dieser Zeit hier Doppelgänger von unserer
Familie Vichot? Ich frage deshalb, weil wir aus einer anderen Realität kommen und das
Vichothaus hier in England steht, so könnten doch diese alle Engländer sein und in England
leben
und wer weiß, ob meine Doppelgängerin nicht sogar verheiratet ist und schon Kinder
hat.“
Verblüfft antwortete ich ihr: ,,Liebes, deine Mutmaßung beruht auf einen Denkfehler. Ja, ich
könnte es mir vorstellen, wenn wir jetzt hier das Jahr 2090 schreiben würden und nicht 2014.“
,,Ach, laß mir doch mein bisschen Fantasie, ich stelle es mir eben nur mal vor und außerdem
passt es doch in die Realitätslehre oder nicht?“ bemerkte Kersty.
,,Ich stelle fest, dass du seit deinem Hiersein viel gelernt und auch behalten hast was ich dir
beigebracht habe und sehe täglich, dass du immer mehr dazu lernst, weil du so wissbegierig
bist“, sagte ich stolz und erfreut dazu.
Dann gab sie mir einen zärtlich Kuss und sprang glücklich über mein Lob nach oben.



Lucy und Shelagh kommen

In den nächsten Wochen büffelte sie fleißig Spanisch. Ich war mächtig stolz auf sie, und
somit meldete ich sie für das nächste Jahr im Frühjahr bei der Fahrschule an, damit sie an
ihrem 18 Geburtstag am 15.7.2015 ihren Führerschein schon vorliegen hat.
Am 19. November 2014 war es wieder soweit, dass ich den Raum & Zeit Converter aktivierte
und ihn auf den 24. Oktober 2090, 15.00 Uhr Vichothaus einstellte, und Kersty saß wieder am
Bildschirm, um alles zu überwachen. Wir sahen, dass sich alle Familienmitglieder versammelt
hatten, außer Kersty, die bei mir war. Nun öffnete ich das Portal an der gleichen Stelle wie das
letzte Mal, und Anni brachte Lucy und Shelagh hindurch. Eifrig setzte Kersty als erstes ihren
Schwestern die Übersetzer auf und begrüßte sie ganz herzlich und umarmte sie.
Als Anni Kersty sah, schnappte sie sich vor Schreck schnell einen Übersetzer und fragte sie:
,,Du liebe Zeit was hast du mit deinen Haaren gemacht? Vor zwei Stunden waren sie noch
nicht kraus, und dadurch ist dein Aussehen völlig anders geworden."
Kersty lachte und sagte: ,,Aber Maman, als wir uns das letzte Mal mit Helen und Fiona
gesehen hatten, schrieben wir den 20. Oktober, und heute ist der 19. November, und in
diesem einen Monat habe ich mir eine andere Frisur zugelegt, die hier jetzt modern ist.“
Für Anni war es nicht leicht, sich an diese verschiedenen Zeitunterschiede zu gewöhnen.
Danach erzählte Kersty ihrer Mutter, dass sie inzwischen jetzt schon gut spanisch sprechen
kann, und sie nächstes Jahr zum Fahrunterricht geht. Anni war glücklich als sie das hörte.
Dann umarmte sie uns und ging wieder durch das Portal zurück. Ich schloss es und wandte
mich unserem Besuch zu. Kersty stellte sie mir vor, und da es bei uns Nachmittag geworden
war, gingen wir zur Stärkung nach oben. Meine Mutter hatte für den neuen Besuch Kekse
gebacken und dazu gab es heiße Schokolade mit Kokosmilch.
Beide waren sehr schüchtern, das merkte ich als sie meine Mutter begrüßten.
Kersty ergriff das Wort: ,,Seid nicht so bescheiden, traut euch, stellt Fragen, esst trinkt und
seid locker.“
Zaghaft griffen sie zu. Aber als sie merkten wie ungeniert wir miteinander umgingen und
Kersty hier schon Regie führte, ,,tauten“ sie langsam auf.
Lucy fragte als erstes: ,,Kersty, wann kommst du endlich durch das Portal wieder zu uns
nach Hause?“
Kersty, über diese Frage ganz überrascht, antwortete: ,,Leider kann ich euch erst wieder
besuchen, wenn die Dreibeiner und ihre menschlichen Lakaien, wie z.B. Daniel nicht mehr
vorhanden sind, und außerdem bin ich jetzt hier zuhause und das ist jetzt meine Heimat."



Ich bleibe, wo ich bin

,,Ich bin inzwischen mit Dirk verlobt, möchte mit ihm den Rest meines Lebens verbringen und
Kinder bekommen“, ergänzte Kersty noch.
Jetzt meldete sich Shelagh zu Wort und sagte kleinlaut: ,,Das war doch kein Vorwurf von
Lucy, sie hat dich doch nur gefragt, denn wir waren furchtbar traurig und hatten dich so
vermisst und dachten, wir sehen dich nie mehr wieder, und erst seit heute wissen wir wo du
bist und dass es dir gut geht. Deine kleine Schwester hier hat am meisten gelitten und
geweint.“
Kersty wurde ruhiger und verteidigte sich und sagte:
,,Ich habe das auch nicht als Vorwurf von Lucy empfunden, aber auf dieses Erlebnis, damals
am 4. July, darauf reagiere ich immer noch allergisch, und bekomme, wenn ich jemand auf
dem Bildschirm sehe, der geweiht wird, Albtäume. Ebenso habe ich gesehen, dass unsere
Eltern euch alle am 4 July in die Scheune schickten, und ich sah auch wie ihr alle traurig ward
und Lucy jämmerlich weinte.“
Die beiden waren überrascht, dass ihre Schwester das wusste.
Ja, an diesem Tag ist mein Schatz hier in mein Leben getreten, und ich werde euch alles mit
dem Raum & Zeit Converter zeigen, dann werdet ihr verstehen, welche Ängste sie vor der
Weihe und ihren Verfolgern hatte“, erzählte ich ihnen und streichelte Kersty ihre Hand.
Natürlich wollten die beiden Schwestern Kerstys Flucht anschauen, und ich versprach ihnen
das vorzuführen. Dann gingen sie in das für sie vorbereitete Gästezimmer, und wir zeigten
ihnen danach das restliche Haus was in ihren Augen Luxus war.
Für sie war es erst einmal sehr wichtig, das Meer zu sehen, von dem die restlichen
Familienmitglieder so geschwärmt hatten. Daraufhin machten wir uns auf und gingen in den
Ort an den Strand. Zum ersten Mal sahen sie das weite Meer. Ich schlug nun vor, dass sie sich
ihre Schuhe ausziehen sollten, um barfuß am Strand die Wellen und den Sand an ihren Füßen
zu spüren.
Sie hatten Angst, als sie sahen wie sich das Meer so ,,bewegte“ und die hohen Wellen hin
und wieder auf sie zukamen. Kersty und ich nahmen sie an die Hand, und wir gingen
zusammen barfuß ins Wasser, und danach wagten sie es alleine und hatten viel Spaß dabei.
Zur weiteren Freude besuchten wir die nächstliegende Eisdiele, dort schauten sie sich die
verschiedenen Sorten Eis an. Sie schüttelten nur den Kopf und hatten die Qual der Wahl beim
Aussuchen. So ging dieser ereignisreiche Tag fröhlich zu Ende.
Am nächsten Tag dann löste ich mein Versprechen ein und zeigte Shelag und Lucy mit dem
Raum & Zeit Converter auf dem Bildschirm den 4. July 2090 das Vichothaus. Nun konnten sie
ihre Schwester sehen wie sie den Brief geschrieben hatte, ihre Flucht, ihre Verfolger, unter
ihnen Daniel und wie sie durch das Poral ging und bei mir landete. Ebenso sahen sie unsere
Gespräche hier, den Tagesablauf, die Ängste und Verzweiflung im Vichothaus. Was sie nun so
unerwartet erblickten, erschreckte sie und machte sie auch nachdenklich.
Danach unterhielten sie sich darüber, und Shelagh sagte dazu: ,,Wir danken euch, dass wir
das alles sehen durften, es ist für uns einfach unfassbar. Jetzt verstehen wir unsere Schwester
warum sie hier bleiben will, denn hier hat sie es gut und ist glücklich mit dir.
Schade, dass wir dieses Wissen und euer Glück außerhalb der Familie mit niemandem teilen
können.“



Zeige uns mehr, bitte

Wir nickten, und dann sagte ich ihr: ,,Es ist sehr, sehr gefährlich, nicht ein Wort von allem darf
nach außen dringen, das gilt ganz besonders für Lucy. Das müsste man eigentlich mit ihr
üben, damit sie sich nicht mal verplappert. Es ist auch gut, dass Daniel nicht mehr zu euch
kommt, aber er kann euch immer noch ausspionieren lassen und wenn man dann entdecken
würde, dass die Kappen eurer Eltern und Jeannie nicht mehr funktionieren, werden sie noch
einmal geweiht und dann wüssten sie auch von unserer Existenz hier. Kersty und mich könnte
man zwar nicht erreichen, aber eurer gesamten Familie furchtbaren Schaden zufügen, um uns
hier zu erpressen.“
Jetzt schaltete sich Kersty ein und sprach: ,,Ich weiß nicht ob ihr bei der Rückkehr eurer
Schwestern erfahren habt was wir in den nächsten Jahre planen, denn das ist sehr gefährlich.
Ihr werdet nach und nach kurz vor eurer anstehenden Weihe mit dem Raum & Zeit Converter
zu den Freien Menschen gebracht, und ihr erhaltet dort eine falsche Kappe, und Helen macht
nächstes Jahr den Anfang.
Alle schwiegen wir danach, und nach einer Weile fragte dann Shelagh: ,,Ich weiß nicht ob es
jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um etwas über Will zu erfahren, denn als *die drei Jungen bei
uns waren, verliebte ich mich in Will. Als ich ihn dann fragte ob ich hübscher sei als irgend eine
andere in Frankreich, rannte er davon. Ich war eine zeitlang sehr traurig, habe geweint und
man tröstete mich zwar aber ich habe nie die Ursache erfahren. Könnt ihr es mir bitte mit dem
Converter hier zeigen?“
( *Quelle: The Tripods Folge 10 )
Kersty antwortete: ,,Natürlich ist das möglich. Dirk, geh bitte auf den Zeitindex wo **Will im
strömenden Regen vor dem Schloss Ricordeau entdeckt wurde.“
Ich bejahte und stellte das Ereigniss her. Während Shelagh und Lucy sich setzten, erklärte
Kersty ihrer Schwester, dass **Will in den Ruinen von Paris von Vaganten mit einem Stein am
Kopf verletzt wurde. Neugierig verfolgten sie das Geschehen auf dem Bildschirm, und nun
verstand Shelagh endlich alles. Dann kam die Situation, dass Eloise nach der Wahl zur
Turnierkönigin freiwillig mit dem Dreibeiner ,,gegangen“ war, um ihnen in ihrer Stadt zu dienen
anstatt bei ihrem Verlobten Will zu bleiben, um ihn später zu heiraten. Das verstand sie nicht,
auch das für uns unverständliche Gerede zu Will über Stolz und Ehre, konnten weder sie noch
wir begreifen. Er tat ihr nur noch leid.
(** Quelle: The Tripods Folgen 4 bis 8 )
Als wir nun das alles gesehn hatten, fragte sie uns: ,,Was macht eigentlich Eloise in der Stadt
der Dreibeiner und holt Will sie später da heraus?“
Kersty schaute mich an und lächelte.
Dann sagte sie: ,,Das solltest du dir lieber allein anschauen, denn Lucy wird vom Anblick der
Meister Albträume bekommen.



Shelagh und Lucy kehren heim

Kersty nahm Lucy an die Hand, verließen den
Converterraum und gingen auf den nahe gelegenen Spielplatz.
Nun holte ich das Ereignis auf den Bildschirm hervor wo sich *** der Meister 468 mit Will in
der Halle der Schönheit befand, die in der Stadt der Dreibeiner liegt. Shelagh erschrak als sie
den Meister sah und rief aus:
,,Das gibt es doch nicht, der sieht ja schrecklich aus und dort steht ja Will, und er hat
überhaupt keine Angst vor diesem Wesen!“
Ich nickte, und dann sah sie auch schon Eloise wie sie regungslos in einer Glasvitrine lag und
ringsherum noch viele andere schöne Frauen, die das gleiche Schicksal teilten.
(*** Quelle: The Tripods Folge 20 )
Völlig fassungslos beobachtete Shelagh alles und sagte darauf: ,,Dirk, kannst du ihm
helfen?“
Ich erklärte ihr, dass es im Augenblick nicht möglich wäre. Nachdem wir fertig waren, ging sie
nach oben, und ich schaltete alles aus.
Dann unternahmen die drei Mädchen eine Shopping Tour und suchten sich schicke Kleidung
und Badesachen aus.
Am nächsten Tag fuhren wir dann mit dem Auto zum Wasserpark. Auch im Vorfeld gab es
mal wieder bezüglich der Angst vor dem Autofahren den gleichen Stress wie mit allen anderen.
Im Park angekommen, war die ganze Aufregung vergessen. Da alles dort auch für mich und
Kersty Neuland war, mussten wir uns erst einmal zurechtfinden. Ja, so etwas Tolles kannten
die Vichot Mädchen natürlich nicht. Überall gab es Rutschen und Rutschen mit Tunneln und
viel Lärm mit langen Menschenschlangen vor den Rutschen, worauf man viel Zeit und Geduld
mitbringen musste. Aber trotzdem wurden alle, eine nach der anderen ausprobiert, und wieviel
Spaß wir dabei alle hatten, kann man sich ja vorstellen.

Am Wochenende dann, zeigte ich ihnen hier im Süden, ganz in der Nähe von uns, unsere
beiden riesigen Flohmärkte.
Was sie da zu sehen bekamen, versetzte sie so in Erstaunen, dass sie von einem Stand zum
anderen liefen, denn die bunte Vielfalt, der für sie wunderschönen Sachen, setzte sie so in
Entzücken, dass wir sie erst einmal beruhigen mussten. Dann kaufte Lucy für sich Puppen und
anderes Spielzeug. Shelagh deckte sich mit Diesem und Jenem für sie Nützlichem ein, und
vorallem kaufte sie Geschenke für die restlichen Vichots, ganz besonders erwarb sie nützliche
Dinge für den Haushalt.
Kersty meinte nun im Spaß: ,,Wenn die Dreibeiner erst einmal fort sind, und meine Eltern
dann Strom bekommen haben, können endlich die ganzen elektrischen Haushaltsgeräte
eingeführt werden, und wir können mit dem Raum & Zeit Converter dort einen Handel
aufmachen, und zwar die Sachen hier einkaufen, durch das Portal bringen und auf dem
Vichothof verkaufen.“
Ich lächelte und meinte: ,,Dann überlege dir auch eine gemeinsame Währung, mein Schatz.“
In den nächsten Tagen unternahmen wir verschiedene Insel Touren, damit die Kinder noch
Einiges mehr zu sehen bekamen, und dann war auch schon die Zeit für Shelagh und Lucy hier
beendet.
Wir hatten jetzt den 27.11.2014 und ich schaltete den Converter wieder ein. Ihre Zeit dort
stellte ich auf 24.10.2090, um 15.05 Uhr, schaltete das Portal ein, und wir verabschiedeten
uns, und mit viel Gepäck gingen beide hindurch.



Weihnachten mit den Vichots

Bevor ich das Portal ausschaltete, schaute Kersty auf den Bildschirm und sagte: ,,Dirk warte,
Maman kommt noch zu uns.“
Im nächsten Moment war Anni auch schon hier, setzte sich den Übersetzer auf und fragte:
,,Jetzt sehen wir uns schon wieder, welches Datum habt ihr? “
,,Den 27. November 2014“, sagte ich.
Kersty lachte und meinte: ,,Ganz schön verwirrend, Maman.“
Anni nickte und sprach: ,,Ich frage deshalb, weil bald bei euch Weihnachten ist und die beiden
so viele Geschenke mitgebracht haben. Was wünscht ihr euch denn zu Weihnachten von uns?"
Ich rief meine Mutter, die auch sofort erschien und freudig Anni begrüßte. Wir berieten uns
nun, denn jeder hatte einen anderen Wunsch.
Dann sprach ich: ,,Kommt Heiligabend zu uns, bringt einen schönen Baum mit, auch eure
Spezialitäten und den guten Wein aus eurer Region, und dann feiern wir zusammen.“
Anni war damit einverstanden, gab mir den Übersetzer und kehrte zurück, und darauf
schaltete ich das Portal und den Bildschirm wieder aus.
Bei uns kehrte der normale Alltag wieder ein und Kersty lernte weiter spanisch und
Weihnachten rückte immer näher.
Um meinem Schatz eine Freude zu bereiten, wollte ich mit ihr einen Weihnachtsmarkt
besuchen. Ich wählte den Ort im Süden von Deutschland aus, an dem meine verstorbene Frau
gelebt hatte. Bei uns war es inzwischen der 21.12.2014, nachmittags, und in Deutschland war
es schon dunkel. Hier auf Teneriffa geht um diese Zeit die Sonne erst nach 18.00 Uhr unter.
Ich bat Kersty, jetzt sich etwas Wärmeres anzuziehen und erzählte ihr dann von meiner
Überraschung. Oh, wie sie sich darüber freute und mir um den Hals fiel. Ich bat nun meine
Mutter, dass sie alles, während unserer Abwesenheit auf dem Bildschirm überwacht, nachdem
ich den Raum & Zeit Converter eingeschaltet hatte.
Ich suchte darauf dort eine passene Stelle und öffnete dann das Portal, und zur Sicherheit
nahm ich die Fernsteuerung mit. Dort angekommen, schloss es meine Mutter wieder. Wir
erschienen plötzlich in der Seitenstraße vom Weihnachtmarkt. Kersty war ganz aufgeregt und
war vom Anblick der vielen Lichter, der Musik, dem Duft, die Atmosphäre, die dort herrschte,
so überwältigt, dass sie momentan kein Wort von sich geben konnte. Als verliebtes Paar
genossen wir alles in vollen Zügen und schauten uns jeden Stand an. Auch probierten wir
natürlich die verschiedenen Spezialitäten aus, die Kersty völlig fremd waren, ebenso die
unterschiedlichen Geschmacksrichtungen der verschiedenen Produkte. Am meisten
bewunderte sie die riesige Auswahl an Weihnachtsschmuck. Sie kaufte sich davon etwas
Besonderes als Andenken und für unseren Weihnachtebaum ebenso ein paar Kleinigkeiten für
ihre Familie. Als wir dort alles genossen hatten, kehrten wir auf demselben Weg zurück, den
wir gekommen waren.



Weihnachten 2014 / 2090

Nach dem Besuch des Weihnachtsmarktes in Deutschland war Kersty ganz still und
nachdenklich.
Besorgt fragte ich sie darauf: ,,Schatz, hat es dir dort denn nicht gefallen?“
,,Doch, doch, aber dieses für mich einmalige Erlebnis hätte ich so gerne mit der ganzen
Familie genossen, besonders mit meinen jüngeren Schwestern.“
Ich nickte und nahm sie in meine Arme, was ihr sicher jetzt gut tat.
Sie küsste mich darauf liebevoll und sagte: ,,So etwas wie dich kann man ja nur lieben.
Danke, für dieses alles Wunderschöne.“
Ich erwiderte ihren süßen Kuss und antwortete: ,,Nur aus lauter Liebe zu jemand ist man im
stande so etwas zu vollbringen, mein Juwel.
Nun waren es nur noch drei Tage bis Kerstys Familie zu uns kam, und daher gab es noch
Einiges zu erledigen. Mein Schatz war außer sich vor Freute, war sie doch zuletzt am 3. July
2090 mit allen Vichots zusammen. Wir schauten jetzt nach, um zu sehen ob die Vichots
inzwischen bereit waren, die Reise zu uns anzutreten. Ich ging in den Keller und schaltete den
Raum & Zeit Converter wieder ein. Heute war der 23. Dezember 2014, und den letzten Kontakt
hatten wir am 27. November 2014. Bei ihnen war es der 20. Oktober 2090 als Anni uns verließ.
Ich ging auf dieses Datum und rief nach Kersty. Gemeinsam schauten wir uns im Zeitraffer
oder im normalen Tempo an was jetzt bei ihnen vor sich ging, denn wir hatten ja mit Anni keine
Uhrzeit vereinbart, wann sie am 24. Dezember zu uns kommen sollten.
Sie waren wie immer dort beschäftigt, und wir fanden leider keinen Hinweis bis zum
23.12.2090 dortiger Zeit. Als sie alle beim Essen saßen, schaltete ich das Portal ein.
Kersty, ,,frech“ wie sie manchmal war, rief ins Portal hinein: ,,Hey, ihr Vichots, jetzt sitzen wir
schon eine geschlagene Stunde hier und suchen einen Hinweis wann ihr morgen zu uns
kommen wollt.“
Dabei lachte sie ganz freudig und auch bei ihrer Familie fingen alle laut an zu lachen.
Anni sagte darauf: ,,Typisch meine ,,neue“ Tochter, für immer einen Scherz parat, aber wir
hatten es uns vorgenommen, mit euch das zu besprechen.“
Vorsichtshalber hatte ich bevor ich das Portal öffnen werde, nachgesehen ob heute oder
morgen beim Vichots - Haus und Umgebung jemand erscheinen wird.
Darauf sagte ich zu Anni: ,,Morgen 12 Uhr öffne ich das Portal, denn vorher bekommt ihr noch
Besuch von euren Nachbarn, die euch etwas bringen werden.“
Am nächsten Tag, wie verabredet mittags, öffnete ich das Portal und Stephen kam mit einem
wunderschönen Weihnachtsbaum als erster hindurch, gefolgt von Anni und dem Rest der
Vichot Mädchen, die alle herrliche Köstlichkeiten dabei hatten und auch die Geschenke für uns
drei durften nicht fehlen. Sofort gaben wir allen ihren Übersetzer zur besseren Verständigung,
und ich schaltete das Portal nun aus. Endlich war die Familie Vichot wieder vereint. Ich glaube,
ich habe Kersty noch nie so glücklich gesehen wie in diesem Moment. Es war ein
wunderschöner Baum, den sie mitbrachten, und wie der duftete.
Hier sind die Bäume sehr teuer und nadeln schon früh, weil sie Anfang des Monats eingeführt
werden und deshalb nicht mehr frisch sind.
Jetzt hieß es mit Stephen den Baum aufzurichten, damit er geschmückt werden konnte.
Währenddessen lief im Radio schöne Weihnachtsmusik, Geschichten und Anekdoten der
Zuhörer, welche die Vichots und wir aufmerksam verfolgten, damit wir alle so langsam in
Stimmung kamen. Ich händigte Kersty die Kartons mit dem Weihnachtsschmuck aus und eifrig
schmückten alle Vichot Mädchen, außer Jeannie, mit Begeisterung den Baum. Während die
Geschwister den vielen Weihnachtsschmuck bestaunten, erzählte Kersty ihnen von ihrem
Besuch auf dem Weihnachtmarkt. Unterdessen bereiteten die beiden Mütter in der Küche ein
köstliches warmes Mahl vor während Jeannie den Eßtisch festlich herrichtete. Es ist ihr auch
toll gelungen. Vater Vichot begutachtete alles und gab seinen Segen dazu. Als alle ihre
Aufgaben zufriedenstellend erfüllt hatten, kleideten wir uns nun festlich, und dann begann der
Heilige Abend. Ein großes Lob gab es für den buntgeschmückten Baum und die herrliche
Musik. Sehr sehr spät und wehmütig verließen uns unsere Gäste und kehrten in ihre Zeit
zurück.


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


So Mär 01, 2015 7:42 pm
Profil
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Benutzeravatar

Registriert: Di Jan 27, 2015 12:47 pm
Beiträge: 1294
Wohnort: Teneriffa
Beitrag Re: 236 | Fan-Fiction!
Die Dreibeiner - Kerstys Zuflucht - Fortsetzung -


Ein neues Jahr 2015 / 2091

Noch lange danach schwelgten wir in Erinnerungen und erzählten uns immer wieder von
diesem gemeinsam gelungenen Fest, und ich bemerkte immer wieder Kerstys wechselnde
Traurigkeit Um sie abzulenken, erzählte ich ihr von dem nächsten Fest, das schon in einer
Woche auf uns zukam, Sylvester mit dem Feuerwerk. Das war für sie auch unbekannt und sie
wollte mehr darüber informiert werden, und so plante ich als Überraschung etwas ganz
Besonderes.
Festlich gekleidet am 31.12.14 um 22.55 unserer Zeit, öffnete ich das Portal, und wir begaben
uns erneut an die Stelle, an die wir den Weihnachtsmarkt besuchten, nahmen die
Fernsteuerung, Sekt, zwei Gläser und für jeden eine warme Jacke mit, durchschritten das
Portal worauf meine Mutter es wieder verschloss. Da uns Deutschland eine Stunde voraus ist,
ging das Spektakel jeden Augenblick los. Im ersten Moment erschrak Kersty fürchterlich, aber
dann bewunderte sie das fantastische langandauernde bunte Feuerwerk und genoss es in
vollen Zügen. Nun stießen wir auf das neue Jahr mit Sekt und einem langen Kuss an und
kehrten halb beschwipst auf dem selben Weg zurück und wiederholten es erneut mit meiner
Mutter und einem herrlichen Sylvesteressen. Später begrüßten wir das neue Jahr 2015 auf
Teneriffa mit einer herrlichen frischen Erdbeerbowle und flotter Tanzmusik. Kersty war danach
so beschwipst, lachte, kicherte und war einfach glücklich wie nie zu vor. Der Alkohol hatte sie
mal für eine Weile alles vergessen lassen. Ich trug sie danach die Treppe hoch, und sie fiel wie
Stein ins Bett. Neujahr morgen kam sie nicht aus dem Bett und ihr war furchtbar übel, denn
einen Kater hatte sie noch nie gehabt und konnte mit diesem Zustand gar nicht umgehen. Wir
beruhigten sie und gaben ihr für ihre Kopfschmerzen eine Tablette. Nachdem Kersty sich
erholt hatte, gingen wir später wieder in unser Fischlokal am Strand.
Nun schrieben wir das Jahr 2015 und unser Leben ging weiter. Kersty lernte fleissig Spanisch.
Zwischendurch in Abständen besuchten uns die Vichots immer wieder.
Mit der Zeit lernten Kersty und ich uns immer besser kennen, natürlich gab es auch zwischen
uns zwei Verliebten machmal Unstimmigkeiten, aber es wurde über alles in Ruhe gesprochen
und geklärt.
Dann kam für uns das Osternfest, das für sie auch neu war und der Beginn in der Fahrschule.
Die erste Stunde war für sie so aufregend, dass sie davor die ganze Nacht nicht schlafen
konnte. Somit war sie die nächsten Wochen mit Fahrstunden und theoretischem Unterricht voll
beschäftigt.
Im Juni 2015 war es endlich so weit, Kersty bestand die Prüfung und bekam ihren
Führerschein. Natürlich feierten wir das dementsprechend.



Kersty Vichot heiratet

Weil unsere Hochzeit näher rückte, rief sie bei unserem Arzt an, um sich die Pille
verschreiben zu lassen. Er erklärte ihr, dass seine Frau, die Frauenärztin dafür zuständig sei,
besorgte ihr einen Termin bei ihr und Kersty fuhr mit dem Auto an dem besagten Tag dort hin.
Sie war inzwischen nun schon mehr als ein Jahr bei uns, und in dieser Zeit war sie sehr
erwachsen geworden und dadurch reif und verantwortungsbewusst.
Von unserer geplanten Hochzeit ahnte ihre Familie natürlich nichts, und mir war nicht ganz
wohl bei der Sache.
Als sie von ihrer Ärztin zurückgekehrt war, fragte ich Kersty beiläufig: ,,Wir sollten einmal
überlegen, da ja Helen am 5. July 2091 geweiht werden soll, und wir am 16. July 2015 heiraten
und deine Familie bisher davon nichts weiß, wann sollen wir deine Schwester zu uns holen
und ihnen von unserer Hochzeit erzählen?“
Kersty überlegte und antwortete: ,,Ich habe mir schon lange meine Gedanken darüber
gemacht. Wir holen Helen nach unseren Flitterwochen mit dem Raum & Zeit Converter und
stellen die Zeit dort auf den 1. Mai 2091. In der Zwischenzeit sollen meine Familienmitglieder
jedem erzählen, dass Helen vor ihrer Weihe noch eine Reise macht. Ist sie dann zurück, hat
sie eine falsche Kappe von den Freien Menschen bekommen. Wenn dann der passende
Moment gekommen ist, erkläre ich allen den Grund, warum wir heimlich geheirat haben
nämlich, weil ich nicht unverheiratet Henry gegenübertreten wollte.
Wir konnten kaum den Tag erwarten, aber zuerst hatte Kersty am 15.7. ihren 18. Geburtstag
und war endlich volljährig geworden. Unter den zahlreichen Geschenken bekam sie auch ihre
geliebte Schokoladentorte und dann besuchten wir in Feier - Laune unser Stammlokal und
überraschten sie mit dem von uns vorbestellten Viergänge - Menü.
Da der nächste Tag, der Tag unserer Hochzeit war, hatte ich vor kurzem als Überraschung
nach der Trauung in Las Vegas ein Zimmer im Hotel am Fuss des Vulkan Teide gebucht.

Jetzt war endlich der Tag gekommen. Am Nachmittag gingen wir festlich gekleidet durch das
Portal und landeten direkt in Las Vegas an dem Haus wo die Trauung stattfand, denn Kersty
hatte alles vorher im Internet gebucht. Dort erwartete man uns bereits. Nun war der feierliche
Moment gekommen und man machte uns zu Mann und Frau. Nach der ,,nüchternen“ Trauung
kehrten wir glücklich wieder heim. Als Überraschung hatte meine Mutter mit einigen Freunden
schnell ein paar Tapas vorbereitet und den Sekt und andere Getränke kalt gestellt, und die
kleine Hochzeitstorte stand auch schon zum Anschneiden bereit. Wir freuten uns natürlich
über diese gelungene Geste und feierten im kleinen Rahmen. Später dann stiegen wir ins Auto
und fuhren zum Teide hinauf ins Hotel.
Im Auto meinte Kersty: ,,Ich war ja ganz gerührt von dem was deine Mutter mit den Freunden
für uns in der kurzen Zeit auf die Beine gestellt hatte, denn ab jetzt bin ich endlich in deiner
Familie angekommen, und das hatte ich alles gar nicht erwartet.“
In unserem Hotel eingetroffen, freute sie sich über die nächste Überraschung und staunte dort
über diesen Luxus, denn ich hatte vorher schon für alles gesorgt. Ich trug sie über die
Türschwelle in unser Zimmer und kurz darauf servierte man uns ein köstliches Mahl mit
Champagne. Nach einem gemeinsamen duftenden Schaumbad, wurde es für uns eine
unvergessene Nacht, in der wir uns leidenschaftlich liebten, und ich sie zur glücklichsten Frau
machte. Von nun an teilten wir immer das Bett miteinander und mussten nie mehr getrennt
schlafen. Am nächsten Morgen ließ ich uns ein besonderes Frühstück aufs Zimmer bringen
und gemütlich nahmen wir es im Bett ein. Danach schwammen wir noch einige Runden im
Hotelpool und verließen gegen Mittag das Hotel.



Hochzeitsreise und Geständnisse

Dann machten wir eine 14 tägige Hochzeitsreise mit dem Raum & Zeit Converter. Jeden Tag
besuchten wir einen anderen Ort auf dieser Welt und müde, voller Eindrücke von unseren
Ausflügen, kehrten wir abends zurück. So lernten wir beide z.B. Australien, London, San
Francisco, Rio de Janeiro und einige andere Länder und Städte kennen. Auch dieses
Vergnügen ging einmal zu Ende.
Am 1. August 2015 stellte ich den Converter auf den 1. Mai 2091, 13.00 Uhr Vichothaus ein
und es war außer Kerstys Familie niemand anwesend, das hatte ich schon vorher überprüft.
Also öffnete ich das Portal und Kersty rief nach Helen und Anni, die sofort zur Stelle waren.
Nachdem sie ihre Übersetzer aufgesetzt hatten, erklärte Kersty den beiden, dass es besser
wäre, wenn Helen jetzt zu den Freien Menschen gebracht würde und die Familie überall
verlauten lässt, dass Helen erst einmal eine Reise unternimmt bevor sie geweiht wird. Aber
weil die Haare in diesem Fall nicht komplett rasiert werden weiß sie nicht, wann sie dann
zurückkommen sollte. Wir überlegten kurz, dann hatte ich die rettende Idee und sagte:
,,Es ist sicherer, wenn die Haare komplett nachgewachsen sind, sie dann zurückkehrt und
allen erzählt, dass sie unterwegs geweiht wurde und danach noch einige Besuche
unternahm.“
Diese Möglichkeit gefiel allen. Anni rief Jeannie durch das Portal zu, dass sie Helens Kleidung
packen sollte, um sie zu uns zu bringen. Helen ging danach nochmals durch das Portal, um
sich von allen zu verabschieden.
Plötzlich bemerkte Anni dann, dass an Kerstys linker Hand der Verlobungsring fehlte und an
der rechten Hand saß und fragte fingerzeigend auf Kerstys rechter Hand: ,,Was hat das da zu
bedeuten?“
Kersty drugste herum und sagte dann lächelnd: ,,Maman, wir haben vor 16 Tagen in Las
Vegas geheiratet und sind gerade von der Hochzeitreise zurückgekehrt.“
,,Was habt ihr? ohne uns? ohne uns vorher Bescheid zu sagen? Was ist bloß in euch
gefahren? Warum wolltet ihr uns nicht dabei haben? Erklärt es mir bitte!“

Anni war außer sich. Dann erklärte ihr Kersty den Grund, dabei stand ich schützend hinter ihr.
Währenddessen kam Helen und Jeannie durch das Portal.
,,Wir haben auf der anderen Seite eine laute Diskussion vernommen und der Rest der Familie
will auch wissen was bei euch los ist“, fragten sie.
Anni, die sich inzwischen wieder beruhigt hatte, sagte empörend: ,,Eure Schwester hat ohne
uns geheiratet, das war los, warum und weshalb erzähle ich noch.“
Jeannie und Helen schauten uns mit aufgerissenem Mund an und schüttelten nur den Kopf.
Dann verabschiedeten sich Anni und Jeannie von uns, worauf ich das Portal abschaltete. Auf
dem Bildschirm sahen wir wie Anni es allen anderen erzählte. Helen unterhielt sich weiter mit
Kersty über dieses Thema. Meine Frau rechtfertigte ihr Vorgehen, warum sie über ihre
Hochzeit nichts verriet.
Dann sagte sie zu Helen: ,,Wir gehen erst morgen zu den Freien Menschen, du kannst jetzt in
meinem Zimmer schlafen, du weißt ja, dass ich jetzt das Bett mit Dirk teile."
Helen sagte darauf: ,,Wann kommt die nächste Hiobsbotschaft von dir, dass du ein Kind
erwartest?“
,,Ich nehme die Pille, das verhindert, dass man Kinder bekommt nur damit du das weißt“,
antwortete Kersty.



Die Begegnung mit Henry Parker

Am nächsten Tag suchten wir nach dem richtigen Zeitpunkt mit dem Raum & Zeit Converter,
den Tag dort, an dem *Will und Beanpole das zerstörte Lager der Freien Menschen erreichten.
(* Quelle The Tripods Folge 25, die letzten 2 min.)
Es war der 18. November 2090 morgens, und als Helen die Zerstörung sah, fing sie an zu
weinen, und auch uns berührte dieser Anblick. Da ich ja mit dem Computer alles aufgezeichnet
hatte, machte ich von den Ereignissen DVDs ebenso von der Reise in die Stadt der Dreibeiner,
dem Aufenthalt dort und dem Weg zurück zu den Freien Menschen. Den portablen DVD
Spieler mit LCD-Bildschirm werde ich mitnehmen, um Julius, Henry und den anderen das alles
zu zeigen. Jetzt suchte ich auf dem Bildschirm den Moment, wo Henry mit Julius allein in der
Hütte waren, und zwar eine Woche vor deren Vernichtung. Es war schwierig, aber ich fand
eine Situation am 11. November 2090. Nun rief ich nach meiner Mutter und erklärte ihr
unseren jetzigen Plan. Helen sollte vorerst noch hierbleiben, denn ich wollte mit Kersty
vorweggehen. Wir hatten das ganze Videomaterial dabei und die Fernsteuerung steckte in
meiner Tasche. Als Henry und Julius allein in der Hütte waren, öffnete ich das Portal bei ihnen
innen vor der Eingangstür. Ein Aufschrei erfolgte ihrerseits, dann durchschritten wir das Portal
und waren augenblicklich dort. Die beiden waren im ersten Moment wie erstarrt.
Als erstes sprach Kersty Henry an und sagte:
,,Ich bin es Henry, Kersty Vichot, hab keine Angst, mein Mann Dirk und ich sind ungeweiht
und kommen aus dem Jahr 2015 aus einer anderen Realität wo es keine Dreibeiner gibt.
Daher wissen wir, dass die Dreibeiner dieses Lager am 18. November nachts angreifen und
alle töten werden. Damit ich alles verstand, hatte ich mir vorher den Übersetzer aufgesetzt,
weil das Gespräch zwischen ihnen in Englisch stattfand. Es dauerte etwas bis beide alles
realisiert hatten, erst dann begrüßten sie uns herzlich. Da das Portal noch geöffnet war, rief ich
nach Helen, die sofort bei uns erschien, darauf gab ich den Befehl das Portal wieder zu
schließen.



Änderung der Zeitlinie

Sie staunten immer wieder über unser plötzliches Erscheinen und meinten im ersten
Augenblick, dass sie träumten. Henry war der erste der sich fasste und dann erkannte er
Kersty und Helen. Während er nun mit den beiden sprach, zeigte ich Julius die Videoaufnahme
von *dem zerstörten Lager am 18. November und auch *die Verzweiflung von Will und
Beanpole bei dem Anblick darauf und der noch rauchenden Trümmer. Danach stand Julius auf
und rief seine Mitarbeiter zu sich. Ich wandte mich derweil meiner Frau zu, die sich gerade mit
Henry unterhielt und ihm erzählte, wie sie mich kennenlernte, wo sie jetzt lebt und dass sie
mich vor 17 Tagen geheiratet hatte.
( * Quelle: The Tripods Folge 25, die letzten 2 min.)
Henry sagte darauf verwundert: ,,Weißt du Kersty, ich habe dich kaum wieder erkannt, denn
du bist seit damals ein völlig anderer Mensch geworden, Helen dagegen hat sich kaum
verändert.
Kersty klärte ihn auf: ,,Ich habe durch meinen Mann seit damals viel gesehen und gelernt, und
diese neue Umgebung hat mich zu dem gemacht was ich und wie ich jetzt bin.
Inzwischen kamen die engsten Mitarbeiter von Julius herbei. Sie wunderten sich über unser
Erscheinen, und um ihnen die Angst zu nehmen, zeigten wir ihnen unsere Köpfe ohne Kappe.
Dann führte ich auch ihnen die Videoaufnahmen auf dem portablen DVD Player vor, und nun
konnten sie mit eigenen Augen sehen was als nächtes hier passiert. Völlig überrascht von der
Tatsache, von meinem Videogerät und dem Übersetzer, den ich trug, fragten sie mich nach
unserer aller Herkunft.
Ich antwortete darauf:
,,Ich komme von Teneriffa aus dem Jahr 2015 und wichtig für euch ist, dass ihr wisst, dass es
bei uns keine Dreibeiner gibt, weil wir in einer anderen Realität leben. Ich habe einen Raum &
Zeit Converter erfunden, und dadurch ist meine jetzige Frau Kersty, die von hier stammt,
damals zufällig durch das offene Portal in mein Leben getreten, weil sie vor ihrer Weihe
geflohen war.
Mit der medizinischen Technik bei uns konnten wir inzwischen die Kappen von Kerstys Eltern
und ihrer Schwester Jeannie per Stromschlag unbrauchbar machen. Sie wurden dadurch zu
Ungeweihten.
Da nun Helen vor der Weihe steht, und da ich durch meine Erfindung gesehen hatte wie Will,
Fritz, Beanpole und die anderen von euch mit einer falschen Kappe ausgestattet wurden,
bitten wir euch nun, dass ihr Helen jetzt und in den nächsten Jahren den anderen Vichot
Mädchen vor ihrer geplanten Weihe eine falsche Kappe verabreicht. Als Dank dafür bekommt
ihr die von mir gemachte Aufzeichnung, in der ihr seht wie es in der Stadt der Dreibeiner
aussieht und deren Pläne.
Wie wir auch wissen, ist ein riesiges Raumschiff unterwegs, das in vier Jahren hier sein soll,
bestückt mit Maschinen, die eure Atmosphäre in deren umwandelt, sodass ihr alle ersticken
und sterben werdet."
Als sie das hörten, wurden sie ganz blaß im Gesicht.



Die Rettung der Freien Menschen

Auf Grund unserer wertvollen Informationen wollten sie uns den Gefallen tun, unseren
Wünschen entsprechend, Helen und den anderen Vichot Mädchen eine falsche Kappe geben.
Julius gab nun die Anweisung dazu, und einer der Mitarbeiter nahm sich Helen an und ging mit
ihr in das dafür vorgesehene Haus. Kersty ging als Begleitung und Unterstützung mit.
Inzwischen zeigte ich Henry, Julius und den anderen den Beginn, an den *die Athleten mit
den Dreibeinern in die Stadt gebracht werden.
(*Quelle: The Tripods ab Folge 18 )
Obwohl ich ihnen nur das Wichtigste zeigte, dauerte es doch einige Stunden.
Als wir fertig waren, bedankte sich Julius für diese sehr sehr wertvollen Informationen und
sagte:
,,Wir wissen zwar, dass Will und Beanpole mit diesem Wissen auf dem Weg zu uns sind, aber
es selbst gesehen zu haben und es sich immer wieder anschauen zu können, ist doch etwas
ganz anderes. Wenn es dir nichts ausmacht, lass uns bitte das Gerät mit den Scheiben
solange bei uns bis wir die Dreibeiner in ihrer Stadt besiegt haben und zeige einem unserer
Wissenschaftler wie man mit dem Gerät umgeht, es bedient und die Batterien lädt."
Ich nickte und bejahte es und sprach:
,,Mein Vorschlag überhaupt ist, evakuiert das Lager bis zum 18. und lasst die Dreibeiner im
Glauben, dass sie Erfolg hätten. Es ist zwar sehr schade um den Verlust der Hütten, aber
wichtig ist, dass ihr ein paar Aufpasser abstellt, die auf Beanpole, Will und die Circuskinder
warten, um sie danach in einen anderen Unterschlupf zu bringen“
Julius erwiderte: ,,Ich hatte dasselbe vor.“
Inzwischen kamen Kersty und Helen mit einem der Freien Menschen zurück, und Helen hatte
endlich ihre falsche Kappe bekommen. Es sah zum Schreien aus, um die Kappe herum war
der Kopf kahl aber seitwärts war ihre Haarbracht vorhanden. Unsere Mission war für heute
beendet und es war Zeit, heimzukehren.
Da fragte ich Helen: ,,Möchtest du hier auf Beanpole warten?“
Helen antwortete: ,,Nein, er kommt ja erst in einer Woche zurück, und ihr zeigt mir auf dem
Bildschirm des Converters wann der passende Zeitpunkt für mich gekommen ist, um ihn zu
besuchen.“
Henry bedauerte, dass wir nun wieder zurückkehrten.
Kersty sagte noch zu ihm:
,,Heute verstehe ich, dass du damals gehen musstest, und ich habe monatelang gelitten
obwohl du mich batest, mitzukommen. Als ich bei Dirk war, habe ich dann erfahren, warum ihr
alle gegangen seid, ihr aber habt dieses Leben gewählt, und ich habe mir meins inzwischen
mit meinem Mann aufgebaut und bin sehr glücklich mit ihm, denn ohne ihn wäre ich nicht hier,
und ihr alle wäret in ein paar Tagen nicht mehr am Leben."



Falsche Kappe, neues Lager

Ach, noch etwas möchte ich dir erzählen:
,,Du kannst dich doch noch an Daniel erinnern, er war auch hinter mir her, um zu sehen ob
man mich auch wirklich zum Weihen bringt. Durch Dirks Erfindung hatte Jeannie nun erfahren
wie er euch damals beim Tribunal denunzierte und was danach noch geschah. Sie zog daraus
die Konsequenzen und löste die Verlobung mit ihm. Erzähle dieses auch noch Will und
Beanpole, wenn sie zurückkommen."
Nach dem Gespräch verabschiedeten wir uns, und ich öffnete mit der Fernsteuerung das
Portal. Unter staunenden Blicken der Zurückgebliebenen ging Helen als erste hindurch, Kersty
folgte ihr und ich sagte allen Freien Menschen dort, dass wir mit ihnen in Verbindung bleiben
werden. Nachdem auch ich wieder zurück war, schloss es Kersty für mich.
Sofort spulten wir die Zeit bei den Freien Menschen vor und schauten uns an was dort in den
nächsten Tagen geschah. Julius hatte das Lager am See mit den anderen die dort lebten,
geräumt und mit ihnen ein neues Quartier bezogen und zwei Aufpasser in der Nähe
zurückgelassen. Es geschah genau so wie wir es schon vorher sahen, nur dass diesmal kein
einziger Freier Mensch getötet wurde. Als Beanpol und Will am zerstörten Lager eintrafen,
tauchten die Aufpasser nach wenigen Minuten auf und nahmen sie und die Circuskinder mit
ins neue Lager.
Unterwegs sagte einer zu ihnen:
,,Um ein Haar wäre keiner mehr von uns am Leben. Vor einer Woche waren drei Personen
hier, unter ihnen zwei Mädchen, die ihr von früher her kennt. Es waren Helen und Kersty
Vichot mit ihrem Mann Dirk, die durch ein Portal aus einer anderen Realität aus dem Jahr
2015, zu uns kamen. Diese zeigten Julius, Henry und den anderen, dass heute die Dreibeiner
die Hütten der Freien Menschen angreifen werden und dabei alle umkommen.“
,,Was, wo sind sie jetzt die Drei?“ riefen Will und Beanpole wie aus einem Mund.
,,Ach die, die sind schon wieder fort. Jedenfalls hat diese Helen von uns eine falsche Kappe
bekommen. Wie man mir erzählte, zeigte dieser Dirk uns mit einem Gerät was du Will und
auch Fritz in der Stadt der Dreibeiner vollbracht habt“, erzählte einer der Aufpasser.
Nachdem sie das neue Lager erreicht hatten, speicherte ich die Stelle ab und schaltete
danach alles aus.
Die nächsten Tage verbrachte Helen bei uns und trug eine blaue Kaputze, um ihre falsche
Kappe zu verdecken. Dann bat sie uns, nach dem richtigen Zeitpunkt zu schauen, um
Beanpole zu treffen. Ich schaltete den Raum & Zeit Converter ein und ging an die Stelle vom
letzten mal. Wir verfolgten das Geschehen im neuen Hauptquartier und sahen wie nach der
Rückkehr von Will und Beanpole, sie sich nach uns erkundigten. Nachdem sie ihnen von ihren
Erlebnissen Bericht erstattet hatten, wollte auch nun Beanpole die Videoaufnahmen von der
Dreibeinerstadt sehen.



Das Wiedersehen

Nachdem Beanpole sich das Videomaterial angesehen hatte, fanden wir zwei Tage später
dort den passenden Moment, wo alle drei beisammen saßen und über uns sprachen. Jetzt
schaltete ich den Raum & Zeit Converter ein und erzählte meiner Mutter von dem Vorhaben
von uns Dreien. Dann setzte ich den Übersetzer auf, steckte die Fernsteuerung ein und
plazierte mit dem Converter einen genauen Punkt in ihrer Nähe in den Höhlen. Darauf öffnete
ich das Portal und Kersty, Helen und ich durchschritten es. Die drei Jungen sahen sofort unser
Kommen, waren glücklich und freuten sich darüber. Beanpole konnte sich nicht entscheiden
ob er zuerst Helen oder das Portal anschauen sollte. Kurz nachdem wir es passierten, wurde
es geschlossen. Da Helen beschlossen hatte, eine längere Zeit mit Beanpole zu verbringen,
hatte sie ihr Gepäck mitgenommen. Jetzt lernte ich auch Will und Beanpole kennen, denn
Henry war mir schon von unserem letzten Besuch bekannt. Nun berichteten wir ihnen
ausführlich von unserem Leben hier auf Teneriffa und Kersty erzählte, dass sie hier unsere
,,Karren ohne Deichsel“ fahren kann, die heißen Autos und schwärmte dann von diesen
Dingern. Beanpole fieberte und wollte nun endlich über meine Erfindung etwas in Erfahrung
bringen. Nachdem man uns dort alles gezeigt und uns nun alle Freien Menschen persönlich
begrüßt hatten, öffnete ich das Portal. Bevor wir hindurchgingen, vereinbarten wir noch schnell
mit Helen ein Zeichen, damit sie dort etwas an die Wand malt, um uns dadurch mitzuteilen,
wann wir sie abholen sollten. Dann verabschiedeten Kersty und ich uns von allen und gingen
zurück. Nachdem ich das Portal und den Converter ausschaltete, konnten wir unser Ehedasein
wieder genießen.
Ungefähr einen Monat später, es war der 5. September 2015, schaltete ich den Converter und
auch den Bildschirm wieder ein. Ich begann mit Kersty an die Stelle zu schauen, an die wir
zurückgekehrt waren. Also ließen wir das Geschehen dort in Zeitraffer vorlaufen bis wir Helen
sahen, die gerade etwas an die Wand malte. Bei ihr war inzwischen auch ein Monat
vergangen. Ich öffnete das Portal, Kersty rief ihrer Schwester zu ob sie bereit wäre, jetzt zu
kommen.
Sie bejahte es, und dann sahen wir auf dem Bildschirm wie sie sich von Beanpole mit einem
Kuss verabschiedete. Beanpole fragte mich darauf ob er kurz mitkommen könne. Ich stimmte
zu und beide kamen durch das Portal.
Während ich Beanpole hier alles kurz zeigte, erzählte Helen Kersty, dass auf Beanpole jetzt
viel Arbeit zukäme, und dass sie sich erst, nachdem die Dreibeiner besiegt sind, wieder sehen
wollten. Nachdem Beanpole sich hier alles genau angeschaut hatte, kehrte er staunend über
alles hier Gesehene zurück.
Dagegen Helen, sie blieb noch eine Weile bis ihre Haare komplett nachgewachsen waren und
kehrte dann im Herbst 2091 zurück.



Kerstys Schwangerschaft

Inzwischen schrieben wir den 29. Oktober 2015, als ich in den letzten Tagen jeden Morgen
bemerkte, dass Kersty dauernd ins Bad lief. Eigentlich hätte es mich stutzig machen müssen
aber irgendwie ignorierte ich es, denn ich war sehr beschäftigt und in meine neue Erfindung
vertieft. Auch als meine Frau telefonierte und kurz danach wegfuhr, dachte ich mir noch nichts
dabei, denn sie war inzwischen ja so selbständig geworden.
Als sie zurückkehrte, kam sie in den Arbeitsbereich zu mir und schaute mir liebevoll in die
Augen und sprach:
,,Ich bekomme ein Kind.“
Ich wusste im ersten Moment nicht was ich sagen sollte.
Dann erwiderte ich: ,,Hast du nicht die Pille genommen, denn wir wollten doch noch ein paar
Jahre mit dem Nachwuchs warten, darüber waren wir uns doch einig?“
Unsicher über diese meine Reaktion antwortete sie kleinlaut:
,,Doch, ich habe alles nach Vorschrift und richtig gemacht, und doch bin ich schwanger
geworden. Ich komme gerade von meiner Frauenärztin, und diese sagte mir, dass so etwas,
trotz richtiger Einnahme der Pille, passieren kann, und ich bin erst in der 4.Woche. Mir gefällt
die Situation auch nicht so recht, aber ich möchte das Kind von dir gerne bekommen, und ein
Abbruch kommt daher für mich nicht infrage.“
Darauf nahm ich sie ganz stolz und glücklich in meine Arme, küsste sie dann zärtlich und
sagte:
,,In Ordnung mein Schatz, mein Juwel, ziehen wir diese erfreuliche Sache gemeinsam durch
und teilen jetzt diese Neuigkeit meiner Mutter und deiner Familie mit.“
Während Kersty ganz erleichtert nach oben ging und sich ihrer Schwiegermutter anvertraute,
schaltete ich den Converter ein und ging auf den 29. Oktober 2091, 13.00 Uhr. Wie immer
aßen die Vichots zu Mittag als ich nach der Überprüfung das Portal öffnete.
Oh, wie sie sich freuten, von uns mal wieder zu hören.
Kersty, die inzwischen bei mir war, rief aufgeregt ins Portal hinein:
,,Papa, Maman, Schwestern, ich bin schwanger.“
Auf einmal hörten wir etwas scheppern.
Stille, dann sagte Helen: ,,Ich wusste es, dass diese eure Pille nichts taugt.“
Auf einmal kam Anni mit Jeannie durch das Portal und beide nahmen Kersty in die Arme. Sie
war so erleichtert, dass sie dieses Mal keine Vorwürfe bekam.
Plötzlich erschien auch noch noch der Rest der Vichots und gratulierten uns. Helen war es
etwas peinlich nach ihrem plötzlichen Ausrutscher, und sie entschuldigte sich danach. Wir
kannten ja inzwischen Helen und deshalb nahmen wir es ihr auch nicht übel. Wegen Kerstys
Schwangerschaft war natürlich in den nächsten Monaten ein reger Verkehr zwischen den
Vichot und uns angesagt, und dadurch war der Converter auf Standby und der Bildschirm
permanent an. Ich hatte den Vichots eine Art Signalgeber mitgegeben, sodass sie uns nach
Belieben ein Signal senden konnten, um uns zu besuchen. Wir beide freuten uns auf das
Baby, denn inzwischen wussten wir, dass es ein Mädchen wird. Auch Kerstys Bauch nahm an
Umfang zu.



Beanpole und Henry kommen

Im Frühjahr wollte Helen mit Beanpole sprechen. Ich ging an die Stelle an die Beanpole von
uns zurückgekehrt war. Ich spulte vor und *sah eine Konferenz der Freien Menschen, spulte
dann weiter vor und sah wie sich *Beanpole, Henry und Will trennten. Also spulte ich zurück
bis *nach der Konferenz und sah Beanpole und Henry allein während sich* Will und Julius
unterhielten.
(* Quelle: The Tripods Buch/CD Teil 3, ein Plan wird gefaßt )
Sofort öffnete ich das Portal und beide erschraken. Dann rief Helen Beanpole zu, dass sie mit
ihm reden möchte, und er doch durch das Portal zu ihr kommen sollte. Das ließ er sich nicht
zweimal sagen. Henry, der das Gespräch mit verfolgte, fragte bescheiden ob er nicht auch
mitkommen und uns besuchen könnte.
Zeitgleich riefen Kersty und ich ihm zu: ,,Natürlich bist du auch bei uns herzlich willkommen.
Freudig erschienen sie, und während Helen Beanpole mit einem langen Kuss begrüsste war
Henry geschockt, als er Kerstys dicken Bauch sah, und auch jetzt bemerkte Beanpole, dass
Kersty in anderen Umständen war. Sie stutzten, denn Henry hatte Kersty, in seiner Zeit vor ca.
5 Wochen gesehen, und Beanpole erst vor einem Tag, natürlich kamen sie mit der Zeit nicht
zurecht, denn bei uns hier waren fast 8 Monate vergangen und Kersty war schon im 7. Monat
schwanger.
Als ich das den beiden erklärte, sagte Henry:
,,Ich bekomme von all dem Kopfschmerzen, hast du das verstanden Beanpole?“
Er bejahte es.
Ich schlug daraufhin vor, dass sie ein paar Tage bei uns bleiben könnten, um ihnen alles zu
zeigen, und ich sie dann 5 Minuten nach ihrer Zeitrechnung zurückschicke.
Auch das bereitete Henry wieder Kopfschmerzen.
Natürlich blieben sie gerne.
Helen sagte zu ihrem Beanpole: ,,Ich habe dich so sehr vermisst.
Völlig perplex meinte Beanpole dazu:
,,Wir haben uns doch erst gestern voneinander verabschiedet“ und schüttelte den Kopf.
Moment sprachlos, sagte Helen: ,,Schön wärs, leider habe ich dich doch 8 Monate lang nicht
mehr gesehen.“
Auch dieses machte Beanpole ganz konfus. Um es ihm zu beweisen, nahm Helen ihre Mütze
ab, um ihm ihre nachgewachsenen Haare zu zeigen. Jetzt glaubte er es.

Es lag daran, weil wir den 19. April 2016,

die Vichots den 19.4.2092

und die Freien Menschen den 25. November 2090 hatten.

Jetzt begann für Henry und Beanpole auf Teneriffa eine erlebnisreiche Zeit. Es war für sie ein
tolles Gefühl, in dieser unserer Welt hier zu leben und auch zu erleben, wie die Welt vor den
Dreibeiner aussah und auch, dass hier alle Menschen ohne Kappen herumliefen, war für sie
befreiend.
Beanpoles Interesse an der Technik war so intensiv, dass er sogar Helen vernachlässigte und
sie langsam auf ihn sauer wurde. Also verlängerten wir ihren Aufenthalt bis sie alles genossen
hatten und alle zufrieden waren. Für Henry war die Technik zweitrangig, ihm war es wichtiger,
zu wissen wie wir hier frei und glücklich lebten.



Shelaghs falsche Kappe

Kersty und ich kümmerten uns ausschließlich um Henry und Helen um Beanpole. Zusammen
unternahmen wir eine Menge interessante Dinge, oder manchmal getrennt einige Ausflüge,
viel Spaß hatten sie beim Schwimmen im warmen Meer, und das milde Klima hier war für sie
eine Abwechslung zum nasskalten Wetter in den Bergen. Da für Kersty natürlich das Baden
dort im Augenblick tabu war, besuchten wir mal wieder unser spezielles Fischrestaurant und
ließen uns eine große Meersfrüchteplatte bringen, denn diesen Genuß und Anblick sollten sie
mit nach Hause nehmen. Aber auch diese schöne Zeit unserer Urlauber nahm mal ein Ende.
Bevor aber die beiden zurückkehrten, wollten sie den anderen Vichots einen kurzen Besuch
abstatten.
Wir hatten inzwischen den 3. Mai 2016 / 2092 bei den Vichots. Ich überprüfte die Umgebung
dort und stellte fest, dass für die nächsten Stunden niemand kommen würde. Um 13.00 Uhr
dortiger Zeit, öffnete ich das Portal, und eine freudige Begrüßung hallte uns mal wieder
entgegen worauf dann Beanpole, Henry und Helen das Portal durchschritten. Na, was für ein
Jubel und Trubel auf einmal dort herrschte, konnten wir auf dem Bildschirm verfolgen. Ich rief
ihnen zu, dass sie Shelagh reisefertig machen sollten zum Aufsetzen der falschen Kappe bei
den Freien Menschen und damit die Jungen sie nachher mitnehmen könnten. Anni rief uns
entgegen, dass sie alles Nötige vorbereiten würde. Dann vereinbarten wir eine Uhrzeit wann
ich das Portal für die Rückkehr der Drei wieder öffnen sollte, und zwar um 20.00 Uhr dortiger
Zeit. Damit waren alle einverstanden, und ich schaltete das Portal aus.
Damit Helen Beanpole in seiner Freizeit öfter sehen konnte, und ich ihn nicht immer mühevoll
mit den Raum & Zeit Converter suchen musste, konstruierte ich eine Art Ortungsgerät. Beim
Drücken sendet es mir einen Impuls, der dann seinen Standort inclusiv Datum und Uhrzeit
anzeigt. Ebenso bekam er meine Walkie - Talkies plus Akkus und Ladegerät mit. Um Punkt
20.00 schaltete ich das Portal wieder ein und zu den dreien kam auch noch Jeannie mit
und sprach:
,,Da staunt ihr, aber du Kersty warst beim letzten Mal dabei, als Helen ihre Kappe bekam und
jetzt, der ganze Aufwand mit Shelags Kappe, das kann ich dir jetzt nicht zumuten, dafür
begleite ich sie nun und freue mich dabei besonders Will wieder zu sehen und die Freien
Menschen endlich kennenzulernen.“
Ich schloss das Portal und stellte auf das neue Hauptquartier, 5 Minuten nachdem Beanpole
und Henry zu uns kamen, ein. Dann überreichte ich Beanpole, die für alle auch wichtigen
Gegenstände und erklärte sie ihm. Jeannie gab ich ein anderes Ortungsgerät mit, damit sie mir
ein Signal schicken konnte.
Erneut schaltete ich das Portal wieder ein und Beanpole, Henry, Shelagh und Jeannie
passierten es. Wir schauten uns auf dem Bildschirm an wie sie drüben auf Will und Julius
trafen, und bei Will war die Freude groß die beiden Vichot Damen wieder zu sehen.
Julius rief nach seinem engsten Mitarbeiter Kieran, der sich um Shelagh kümmern sollte, und
Jeannie folgte ihnen zum ,,OP Raum“.



Kerstys Tochter

Während Shelags Haare auf dem Kopf wegrasiert wurden, bereiteten die ,,Ärzte“ den
,,Eingriff “ vor. Sie wurde betäubt und man setzte ihr nun eine falsche Kappe auf. Unterdessen
berichtete Jeannie Kieran von ihrer eigenen Prozedur auf Teneriffa wie die beiden Ärzte ihre
Kappe mit dem Elektroschockgerät außer Funktion setzten.
Kersty bemerkte es als erste und sagte: ,,Schau Dirk, zwischen den beiden hat es gefunkt
und wie die sich gegenseitig so verliebt anschauen, man hört es regelrecht knistern“
,,Ach meinst du?“ fragte ich sie verwundert.
Sie nickte, lachte, klatschte in die Hände und freute sich darüber.
Ganz nebenbei erzählte Jeannie ihm die leidige Geschichte über Daniel. Inzwischen war
Shelaghs Eingriff beendet, und sie kam langsam wieder zu sich wobei sich Jeannie rührend
um sie kümmerte.
In den nächsten Tagen lernten sich Jeannie und Kieran besser kennen und verliebten sich
ineinander und verbrachten, wenn es die Zeit zuließ, jede kostbare Minute miteinander. Auch
Shelagh machte Bekanntschaft mit einem Jungen dort.
Es lag wohl daran, dass der Name Vichot hier inzwischen bekannt war und ich derjenige bin,
der die Freien Menschen gerettet hatte und mit einer Vichot verheiratet ist.
Nach ungefähr 5 Wochen ihres Aufenthaltes dort, bekam ich das Signal von Jeannie, und
wieder öffnete ich das Portal, damit die zwei Schwestern zurückkehren konnten. Kurz vorher
gab Jeannie Kieran ihr Ortungsgerät und fragte mich bei ihrer Ankunft:
,,Dirk, ist das für dich in Ordnung, dass ich ihm das Ortungsgerät überlassen habe? denn ich
habe mich während meines Aufenthaltes dort mit ihm verlobt, und wenn er genügend Zeit hat,
möchte er mich mit deiner Hilfe besuchen.“
Ich bejahte es. Nachdem Schließen des Portals blieben die beiden Schwestern noch eine
Weile bei uns.
Am 24. Juni 2016 setzten bei meiner Frau die Wehen ein, und die Familie Vichot wurde
informiert. Anni kam darauf sofort durch das Portal und kümmerte sich um alles. Die Geburt
verlief ohne Komplikationen. Kersty bekam eine Tochter 3200 Gramm schwer, und wir nannten
sie Melanie. Ich war mächtig stolz, jetzt Vater zu sein. Meine Tochter war genauso schön wie
ihre Mutter, und als meine Frau glücklich und zufrieden mit unserem Baby im Arm so da lag,
küsste ich beide liebevoll. Natürlich besuchte uns auch Opa Vichot und die anderen ,,Tanten“
der Kleinen, um uns zu gratulieren und die süße Kleine zu bestaunen. Es ging bei uns zu wie
im Taubenschlag.
Zwei Wochen später kehrten Anni und Jeannie zurück, nur Shelagh blieb, weil ihre Haare
noch etwas mehr nachwachsen mussten und konnte somit Kersty mit dem Baby helfen.
Unsere kleine Tochter hielt uns ganz schön auf Trab, besonders nachts bekam keiner so
richtig Ruhe. Es war gut, dass Shelagh da war, die uns manchmal die Kleine abnahm, wenn es
nötig wurde. So verging die für alle interessante Zeit wie im Fluge.



Will und Fritz kommen

Im Herbst, als die kleine Melanie aus dem Gröbsten heraus war, kehrte Shelagh nach Hause
zurück. Wir hatten inzwischen den 10. Oktober 2016 / 2092 bei den Vichots.
Jetzt beschlossen wir, dass endlich auch Will und Fritz in den Genuss unserer
Gastfreundschaft kommen sollten. Also schaltete ich den Raum & Zeit Converter ein und
startete die Suche nach ihnen im Schnelllauf Modus von Beginn an wo Jeannie und Shelagh
Ende 2090 von den Freien Menschen zurückgekehrt waren. Ungefähr, fast ein Jahr danach,
im späten Herbst am 28. Oktober 2091, stoppte endlich der Suchlauf und der Bildschirm zeigte
*die beiden wie sie von der langen Reise zurückkehrten.
(* Quelle: The Tripods Buch/CD Teil 3, Seite 329 )
Zwei Tage später war der passende Moment gekommen, um das Portal vor ihren Augen zu
öffnen.
Kersty rief gleich als erste hinein und zwar in der Sprache, in der sie sich gerade unterhielten:
,,Will, Fritz, hier ist Kersty Vichot, aber eigentlich heiße ich wie mein Mann jetzt. Habt ihr Lust,
für ein paar Tage zu uns zu kommen, dann packt ein paar Sachen ein. Für die Anderen seid
ihr sowieso nur 5 Minuten fort.“
Will sagte sofort zu aber Fritz zögerte noch einen Moment, da er uns ja noch nicht persönlich
kannte.
Ich machte ihm Mut und sagte:
,,Komm schon Fritz, hier bist du unter Deutschen und Ungeweihten.“
Darauf packten sie schnell ihre Sachen und schritten durch das Portal. Will gab ich auch
einen Übersetzer sowie ihn auch Beanpole und Henry damals erhalten hatten. Nur Fritz
benötigte keinen, da er ja unsere Sprache verstand. Will begrüßte als erste Kersty, die unsere
Tochter Melanie auf dem Arm trug, dann mich und beglückwünschte uns gleichzeitig zu
unserem Nachwuchs. Nur Fritz war noch etwas zurückhaltend aber durch unsere lockere Art
wie wir miteinander umgingen, wurde er danach aufgeschlossener und zugänglich. Nun gingen
wir, nachdem das Portal ausgeschaltet war, nach oben in die Wohnung. Nach der Begrüßung
meiner Mutter nahmen wir gemeinsam ein warmes Mahl zu uns.
Beim Essen bemerkte ich, dass Will etwas bedrückte, und da fragte er mich auch schon:
,,Sag mal Dirk, Shelagh hat mich letztes Jahr darauf hingewiesen, dass du Eloise retten
könntest, denn als sie bei euch war, hat sie **mich mit dem Meister 468 und Eloise in der
Glasvitrine regungslos liegend, auf eurem Bildschirm gesehen.
(** Quelle: The Tripods Folge 20 )
Ich antwortete darauf:
,,Ja, das stimmt, wie du sicher noch weißt war Shelagh damals in dich verliebt, und du hast
sie wegen deines Kummers über Eloise zurückgewiesen. Bei ihrem ersten Besuch bei mir
erfuhr sie von der Möglichkeit, mit dem Raum & Zeit Converter alle Geschehnisse
hervorzuholen. Aus Neugier wollte sie wissen was dich bedrückt hatte, und somit habe ich ihr
die Szenen mit dir und Eloise gezeigt.“



Wie retten wir Eloise?

Nach einer kurzen Sprachlosigkeit fragte mich dann Will: ,,Kannst du mir helfen, Eloise wieder
zu bekommen?“
Ich überlegte kurz, stand auf und ging zum Telefon, um unseren Arzt anzurufen. Nach einem
kurzen Läuten dort, meldete er sich. Dann erklärte ich ihm die Situation und fragte ihn:
,,Können wir auch dieses Mal ihren Kollegen von der Klinik mit hinzuziehen?“
Er bejahte es.
Dann sagte ich: ,,Es ist besimmt nicht einfach, darum sollten sie sich vorsichtshalber vorher
auf dem Bildschirm die Situation anschauen. Ich kann jederzeit das Portal zu ihnen öffnen, und
es wird bestimmt auch nicht viel Zeit in Anspruch nehmen.“
Er lachte und sagte dann: ,,Wie schaffst du das nur, mich immer wieder zu überreden, ich
werde ihn gleich anrufen und sage dir dann Bescheid, ach, noch etwas, wie geht es deiner
Frau und dem Baby?“
Ich erzählte ihm ein wenig davon.
Während meines Gesprächs mit dem Arzt fragte Fritz Kersty: ,,Ist dein Mann bei jeder Sache
so spontan, wenn er irgendwelche Dinge angeht?“
,,Ja“, antwortete sie, deshalb liebe ich ihn so.“
Will staunte nur über meine schnelle Hilfsbereitschaft.

Nach 15 Minuten rief der Arzt zurück und sie erklärten sich bereit, uns zu helfen und dass wir
um 18 Uhr das Portal zu ihnen öffnen sollten.
Da uns bis dahin noch einige Stunden zur Verfügung standen, schlug ich unseren Gästen vor,
nachdem sie ihre Sachen ausgepackt hatten, mit dem Auto kurz ans Meeres zu fahren. Sie
aber äußerten den Wunsch, erst einmal das Haus zu besichtigen. Unter immerwährendem
Staunen gingen wir zum Parkplatz vor dem Haus, um ihnen unser Auto zu zeigen. Sie
schüttelten den Kopf, als sie die vielen verschiedenen Fahrzeuge sahen. Will äußerte sich
noch dazu, dass er so ,,etwas“ *mit Henry und Beanpole in den Ruinen von Paris gesehen
hatte.
(*Quelle: The Tripods Folge 4 )
Ich gab Kersty den Autoschlüssel, und Will traute seinen Augen nicht, dass gerade sie uns mit
dem Auto fahren sollte. Jedenfalls machten die beiden keinen Aufstand wie alle anderen und
stiegen ein.
Was für ein tolles Erlebnis war unsere Welt für sie, und das alles hier mit uns zu erfahren,
machte sie unendlich glücklich. Der **Anblick des Meeres war für Will etwas Besonderes, denn
dieser erinnerte ihn an die Flucht von England in die weißen Berge.
(** Quelle: The Tripods Folge 2 )
Pünktlich vor 18 Uhr waren wir wieder zurück, und ich öffnete nach Überprüfung dort, das
Portal zu den Ärzten, und beide freuten sich, uns wieder einmal zu sehen. Nachdem sich alle
bekannt gemacht hatten, stellte ich das Ereignis mit dem Converter her, und wir schauten auf
den Bildschirm und sahen die*** Anwesenheit von Will mit dem Meister 468 in der Halle der
Schönheit in der Dreibeinerstadt. Dann zeigte ich den Ärzten Eloise wie sie regungslos in der
Glasvitrine lag.
( ***Quelle: The Tripods Folge 20 )



Fionas falsche Kappe

Ich musste mehrmals auf dem Bildschirm die Szene hervorholen, damit sich die Ärzte von
allen Seiten ein genaues Bild der geplanten Rettung machen konnten.
Plötzlich sagte Will zu uns:
,,Als *ich beim Cognosc war, tauchte plötzlich Eloise hinter mir auf, und wir tanzten wie im
Traum, schick bekleidet in voller Harmonie. Als plötzlich die Uhr schlug, war alles vorbei, und
sie rannte davon. Ich ihr nach, und im Bruchteil weniger Sekunden befand ich mich in der Halle
der Schönheit, und sie lag wie zuvor wieder in der Vitrine.“
(* Quelle: The Tripods Folge 21)
Will sprach voller Emotionen weiter: ,,Dieser Moment beim Cognosc wäre die beste
Gelegenheit, sie durch das Portal zu bringen.“
Ich holte die Szene auf den Bildschirm, schüttelte den Kopf und sagte:
,,Das ist zu gefährlich, er ist zu mächtig, und ich setze hier niemand der Gefahr aus, es wird
einen anderen Weg geben.“
Will reagierte darauf etwas ungehalten, und Kersty, die meine Ansicht teilte, beruhigte ihn und
sagte streng:
,,Hör mir gut zu, er macht was er kann und sichert sich in jeder Hinsicht ab, damit gar nichts
passieren kann, das hat er immer schon so gemacht und bis jetzt ist alles gut verlaufen.“
Auch die Ärzte waren noch am Überlegen. Dann hatte ich die zündende Idee. Dazu holte ich
die nachfolgende Szene auf den Bildschirm und ging zu der Stelle wo **Eloise nach dem
Turnier im Dreibeiner fortgebracht wurde.
(**Quelle:The Tripods Folge 7 )
Im Dreibeiner wurde sie betäubt und sofort in eine Vitrine gesteckt. Es war das gleiche
Betäubungsgas, welches sie anwenden, wenn sie Menschen weihen, nur dass die Meister
dabei Atemmasken tragen.
,,Deshalb konnte ich mich an nichts erinnern als*** der Dreibeiner mich zu sich nahm,
nachdem ich vom Schloss verschwand“, erkannte plötzlich Will
(*** Quelle: The Tripods Folge 8 )
Das war die Lösung für uns. Wenn wir die Vitrine öffnen, wird Eloise automatisch
zusichkommen.
Nach dieser Erkenntnis vereinbarten wir den Moment wo die Freien Menschen die Stadt der
Dreibeiner einnehmen. Vorweg gab ich Will ein Gerät mit, damit er mir ein Signal sendet, um
mir den passenden Zeitpunkt mitzuteilen, Eloise zu retten. Bevor die Ärzte zurückkehrten,
versprachen sie, dass sie sicherheitshalber zur Verfügung stehen, wenn der Tag der Befreiung
von Eloise ansteht. Will gab ihnen etwas Gold als Anzahlung, hatte er doch im Ort hier ein
Geschäft gesehen, in dem man es in Euro umtauschen konnte.
Nachdem die Ärzte zurückgekehrt waren, zeigten wir ihnen die Sehenswürdigkeiten der Insel
und machten dem Vulkan Teide einen Besuch, in der Zeit blieb die kleine Melanie bei ihrer
Oma.
Als Will und Fritz sich erholt und alles genossen hatten, kehrten sie 5 Minuten nach ihrer
Zeitrechnung in ihr Hauptquartier zurück.
Ein halbes Jahr später, wir hatten den 18. Mai 2017 / 2093 bei den Vichots, kamen Fiona und
Jeannie durch das Portal zu uns. Es lag daran, dass Kieran mir ein Signal sendete, um seine
Verlobte Jeannie wieder zu sehen. Auch er hatte inzwischen das gleiche Datum: 18.5.2093,
und so öffnete ich das Portal erneut zu ihm. Nachdem sie uns begrüßt hatten, begaben sie
sich zu den Freien Menschen, damit auch Fiona ihre falsche Kappe bekam, und auch dieser
Eingriff dort verlief erfolgreich ohne Komplikationen, und wieder war eine Vichot der Weihe
entkommen, dank meiner kooperativen Zusammenarbeit mit den Freien Menschen.



Eloise kehrt zurück

In den nächsten 16 Tagen hörten wir nichts von Jeannie und Fiona. Dann empfingen wir ein
Signal, und ich öffnete das Portal. Diesmal kam mit den beiden Vichot Damen noch einmal Will
zu uns und erzählte, dass im nächsten Jahr 2094 im **Frühjahr von ihnen der Angriff auf die
Städte der Dreibeiner beginnen wird. Ferner berichtete er, nachdem sie *einen Meister letztes
Jahr gefangengenommen hatten, dass durch Zufall entdeckt wurde, dass sie keinen Alkohol
vertragen könnten. Das ist nun ihre Schwachstelle, nach der wir vergeblich gesucht hatten, um
sie gegen sie einzusetzen.
(*Quelle: The Tripods Buch/CD: Getränk für Ruki)
Er würde mir dann ein Signal senden sowie die Meister außer Gefecht gesetzt sind, damit ich
dann sicher Eloise holen kann, und ich versprach es ihm. Anschließend kehrte er durch das
Portal zufrieden wieder zurück.
Wir hatten den 3. Juni 2017 / 2093 Jeannie blieb bei uns noch 2 Tage und kehrte dann zu
ihrer Familie zurück, mit dem Versprechen, mit den restlichen Vichots zu Melanies 1.
Geburtstag am 24. Juni zu kommen. Fiona blieb noch so lange bis ihre Haare nachgewachsen
waren.
Inzwischen war nun fast ein Jahr vergangen.
Die Zeit verlief viel zu schnell, das sah man am Wachsen unserer Tochter.
Wir schrieben den 21. Mai 2018 / 2094, da bekam ich von Will das erwartete Signal zur
Befreiung von Eloise. Weil der Raum & Zeit Converter auf Standby war, brauchte ich nur den
Bildschirm einzuschalten und sah **Will in der Stadt der Dreibeiner mit den am Boden
liegenden Meistern. Dann richtete ich eine Anfrage an die Ärzte. Etwas später meldeten sie
sich, und wir vereinbarten einen Termin am nächsten Tag um 19 Uhr. Um diese Zeit öffnete
ich nach Überprüfung das Portal. Nach dem Durchschreiten der beiden mit ihrer
Wiederbelebungsausrüstung, stellte ich erneut den Moment ein wo mir Will das Signal
sendete.
(**Quelle: The Tripods Buch/CD: Der Kampf gegen die Stadt)
Dann wechselte ich in die Halle der Schönheit, und wir sahen erneut auf dem Bildschirm
Eloise in der Glasvitrine immer noch regungslos liegen. Kersty setzte sich vor den Bildschirm,
und ich stellte den Converter so ein, dass das Portal 5 cm direkt vor der Vitrine erschien. Nun
versuchte ich etwas Neues. Ich dirigierte und schob das offene Portal auf die Glasvitrine zu. Im
nächsten Moment tauchte sie vollständig samt Eloise durch das Portal bei uns hier auf. Sofort
schaltete ich das Portal aus und durch diese Methode brauchte sich niemand dort einer Gefahr
aussetzen.



Eloise neues Leben

Als Kersty Eloise regungslos wie tot, liegen sah, fing sie auf einmal an zu weinen und sagte:
,,Dafür kann ich nichts, aber wenn ich nicht so viel Glück gehabt hätte, wäre mir vielleicht das
gleiche Schicksal widerfahren.“
Sofort begannen wir mit einem Glasschneider und ein paar Sauggriffen ein großes
rechteckiges Loch an die Längsseite der Vitrine zu schneiden. Kersty öffnete das Garagentor
und stellte die Absauglüftung an. Die Ärzte hatten Sauerstoffmasken dabei, um zu verhindern,
dass auch wir von dem ausströmenden Gas der Dreibeiner in der Vitrine ohnmächtig werden,
sobald sie geöffnet wird. Plötzlich gab es ein lautes Zischen und das Gas strömte uns
entgegen als wir die Glascheibe mit den Sauggriffen entfernten. Vorsichtig hoben wir Eloise
hoch und legten sie auf die Sanitäterliege, die die Ärzte mitgebracht hatten. Gut, dass kein
weiteres Gas nachströmte. Die Ärzte gaben ihr nun Sauerstoff und kontrollierten die
Vitalfunktionen. Auch mussten sie ihr über einen Zugang kreislaufstärkende Medikamente
verabreichen, denn sie war in einer Art künstlichem Koma, und es dauerte Stunden bis sie zu
sich kam. Es war nach Mitternacht, der 23. Mai 2018 / 2094 als Eloise endlich die Augen
aufschlug.
Verwundert schaute sie sich um und fragte:
,,Wo bin ich hier, was ist passiert?“
Kersty saß neben ihr und sprach: ,,Du bist in unserem Haus auf der Insel Teneriffa, und wir
haben das Jahr 2018 und bei dir 2094, und dein Verlobter Will hat uns gebeten, dich hier her
zu bringen.“
Erst musste Eloise einmal so richtig zu sich kommen, dann schauten sich die Ärzte ihre
Patientin noch einmal ganz genau an, entfernten den Zugang und sagten:
,,Es ist alles in Ordnung, sie ist jetzt über den Berg.
Kersty half Eloise beim Aufstehen aber vor Schwäche setzte sie sich sofort wieder hin.
Darauf baten mich die Ärzte, das Portal zu öffnen, damit sie nach Hause zurückkehren
konnten. Als ich es dann öffnete, erschrak Eloise und sah nun wie zwei Menschen mit einer
Ausrüstung durch ein türkisfarbenes rundes Ding verschwanden. Danach schaltete ich das
Portal aus und wandte mich meinem Gast zu. Kersty setzte ihr den Übersetzer auf, und dann
erklärten wir ihr behutsam was alles bis jetzt passierte und zeigten ihr den ,,gläsernen Sarg“.
Nun darf man auch nicht vergessen, dass sie hier nicht mehr unter dem Einfluss der Kappe
stand und jetzt völlig normal war. Als wir unser Gespräch beendet hatten, sagte sie:
,,Das alles was ihr mir eben erzählt habt, kann ich nicht glauben, das ist völlig unmöglich,
habt ihr Beweise für diese Anschuldigung gegen die Dreibeiner.
Darauf antworteten wir sehr müde:
,,Die Beweise bringen wir dir morgen, denn jetzt ist es drei Uhr nachts, und wir alle müssen
uns von den zurückliegenden Strapazen erst einmal erholen."


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


So Mär 01, 2015 9:27 pm
Profil
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Benutzeravatar

Registriert: Di Jan 27, 2015 12:47 pm
Beiträge: 1294
Wohnort: Teneriffa
Beitrag Re: 236 | Fan-Fiction!
Die Dreibeiner - Kerstys Zuflucht - Fortsetzung und Rest -


Das was man sich auflädt

Dann zeigten wir Eloise ihr Zimmer und das Bad und legten uns schlafen. Die kleine Melanie
dagegen lag friedlich schlummernd in ihrem Bettchen und man hörte ihr leises Schnarchen.
Natürlich war diese Nacht für uns alle zu kurz, und unausgeschlafen setzten wir uns mit
unserer Tochter an den Frühstückstisch. Meine Mutter fragte uns ob gestern alles gut
verlaufen sei. Immer noch müde bejahten wir es. Plötzlich vernahmen wir wie jemand die
Treppe herunterschlich. Es war Eloise, die sofort fragte wo unser Personal denn sei.
Kersty antwortete zerknirscht:
,,Hier gibt es so etwas nicht, und wir brauchen auch keins, und wenn du etwas benötigst,
dann frage mich und außerdem wo ist dein Übersetzer, denn wir sprechen hier alle Deutsch.“
Das war des Guten zuviel, und Eloise antwortete mürrisch:
,,Dieses unpraktische Ding drückt mich am Kopf, und wie kommen sie dazu mich zu duzen
und warum spricht man hier nicht französisch!“
Jetzt wurde Kersty sehr sehr ungehalten.
Nachdem sie uns alles übersetzt hatte, sagte sie herablassend zu Eloise auf französisch:

,,Ich weiß gar nicht was Will so an dir findet, und hier läuft es nicht so ab wie auf deinem
Märchenschloss. Verschwinde nach oben und setz dir endlich den Übersetzer auf und komme
dann wieder, sonst bitte ich meinen Mann, die Zeit zurückzudrehen, damit du wieder in deiner
Vitrine ,,landest“ bei deinen heißgeliebten Dreibeinern, um von ihnen angestarrt zu werden.“

Geschockt über die zutreffende Äußerung gehorchte sie. Kersty übersetzte uns alles. Kurz
darauf kam Eloise mit dem Übersetzer hinunter. Die kleine Melanie war ganz verstört, hatte sie
doch ihre Mutter so noch nicht erlebt.
Kleinlaut setzte Eloise sich an den Tisch, und meine Mutter fragte sie: ,,Möchtest du jetzt
auch frühstücken?“
Sie nickte, und nach dem Essen fragte sie höflich:
,,Könnt ihr mir nun bitte die von euch versprochenen Beweise liefern?“
Ich bejahte es, und wir gingen in den Keller. Kersty war danach nicht zu Mute, uns zu
begleiten und spielte lieber mit ihrer fast zweijährigen Tochter. Ich schaltete den Converter ein
und zeigte Eloise die wichtigsten Ereignisse auf dem Bildschirm. Nachdem sie alles gesehen
hatte, wollte sie zurück nach Frankreich auf ihr Schloß. Ich klärte sie auf, dass inzwischen fast
5 Jahre vergangen waren. Aber sie bestand darauf. Bevor ich sie aber zurückschickte, suchte
ich wieder die Stelle auf dem Bildschirm wo Will mir das Signal sendete, um Eloise zu retten,
und ich folgte ihm im Vorspulmodus bis er wieder Zeit hatte. Nach drei Monaten dortiger Zeit
bekam ich die Gelegenheit wegen Eloise wieder mit ihm in Kontakt zu treten.



Das Treffen

Am 24. August 2094 *sah ich Will, Beanpole, Henry und Fritz zusammen auf einer alten Burg,
und sofort öffnete ich das Portal, rief nach Kersty, die sofort zur Stelle war. Bevor Eloise mein
Vorhaben bemerkte, rief ich nach Will:
,,Hallo Will, warte, ich schicke Eloise zu dir.“
Sie wusste gar nicht wie ihr geschah, und ich flüsterte ihr leise zu:
,,Zuerst klärst du das alles mit deinem Verlobten Will, und wenn du dann noch beabsichtigst
zu gehen, schicke ich dich auf das Schloß Ricordeau zurück. Ich lasse das Portal derweil
offen.“
Sie war einverstanden. Will wurde langsam nervös, und endlich erschien seine Eloise. Auf
dem Bildschirm konnten wir nun alles verfolgen.
Glücklich rief er: ,,Ich danke euch erst mal für alles. Ich habe später dort in der Halle der
Schönheit nachgesehen und sah dass die Vitrine samt Eloise verschwunden war, daher
wusste ich, dass ihr sie durch das Portal geholt habt und wie ich sehe, war eure Rettung
erfolgreich.“
Aber als er dann ihr abweisendes Gesicht sah, war seine Freude schnell dahin.
Er fragte sie: ,,Was ist los mit dir, du bist ja so verändert?“
Plötzlich brach es aus ihr heraus und sie sagte vorwurfsvoll:
,,Ich wollte es erst gar nicht glauben, dass du für meine Rettung verantwortlich bist. Obwohl
ich inzwischen über alles informiert bin, war ich doch glücklich, den Dreibeinern in ihrer Stadt
zu dienen. Du und deine Freunde, von denen ich gerade komme, haben in mir eine Welt
zusammenbrechen lassen. Mit dieser Vorstellung würde ich lieber noch schlafend in der Vitrine
liegen, als mit dieser Schmach zu meinen Eltern zurückzukehren.“
Will hatte Tränen in den Augen als er das hörte. Nicht nur wir, sondern auch Beanpole und
die anderen bekamen ihren Mund nicht mehr zu.
Kersty fragte mich nun überrascht:
,,Kann das sein, dass ihre Kappe noch wirksam ist, denn** Will und die anderen waren doch
erfolgreich als sie die Meister in der Dreibeinerstadt, außer Gefecht setzten?“
Zur Sicherheit rief ich durch das Portal nach Fritz, der sogleich erschien und fragte ihn:
,,Warum sind die Kappen noch aktiv?“
Er antwortete darauf:
,,Das kann nicht sein,**nachdem wir einmal alles abgestellt und später den Strom noch
einmal eingeschaltet hatten, funktionierten die Kappen der Geweihten in der Stadt und auch
ausserhalb, nicht mehr und alle wurden dadurch zu Ungeweihten.“
Dann kam ich zur Erkenntnis und sprach:
,,Eloise stammt aus einem Adelsgeschlecht, und wie wir auf dem Bildschirm beobachtet
hatten, sind diese Leute durch ihre Erziehung oberflächlich und unterdrücken ihre Gefühle.
Eloise hat nichts Anderes kennengelernt, und Will und sie stammen aus zwei verschiedenen
Welten."
Plötzlich kam Elois wieder durch das Portal. Will folgte ihr und versuchte sie, zur Vernunft zu
bringen.
(*Quelle: The Tripods Buch/CD Teil 3, Seite 410 )
(** Quelle: The Tripods Buch/CD Teil 3, Der Feuersee u.
Ein Sommer im Wind )




Weitere Zusammenkünfte

Eloise bestand nun darauf, dass wir sie zu ihrem Schloss Ricordeau zurückschickten. Will
war am Boden zerstört, und die Tränen liefen ihm übers Gesicht. Auf einmal kamen noch
Beanpole und Henry durch das offene Portal dazu. Ich setzte mir den Übersetzer auf, um alles
zu verstehen.
Immer noch am Boden zerstört fragte Will Eloise:
,,Was ist los mit dir, ich habe gedacht du liebst mich, wir wollten doch heiraten? Selbst als
*du beim Cognosc plötzlich auftauchtest und mit mir tanztest, warst du nicht so abweisend.“
(* Quelle: The Tripods Folge 21)
Sie schüttelte ungläubig den Kopf und sagte:
,,An das Ereignis kann ich mich nicht erinnern.“
Ich holte darauf dieses auf den Bildschirm, damit Eloise es sich anschauen konnte.
Sie wiederholte es immer wieder und sagte:
,,Ich habe es nun gesehen, aber ich kann mich wirklich an nichts erinnern, schickt mich bitte
zurück.“
Kersty nahm Will tröstend in ihre Arme, und dann platzte ihr der Kragen, und sie sagte
lautstark auf englisch:

,,Was bist du bloß für ein Eisblock, du denkst doch nur an dich, pass nur auf deine Gefühle
auf, damit sie ja keiner bemerkt. Wir alle hier denken auch mal an andere. Will hat alles
menschenmögliche getan, um dich zu retten. Was hat er nicht alles für dich auf sich
genommen, und wie dankst du es ihm? Du hast ihn nicht verdient, am besten du nimmst dir
diesen bornierten Duc de Sarlat, der dir versprochen war, denn der ist genau so wie du, kalt
wie eine Hundeschnauze.“

Wau, so habe ich Kersty noch nie erlebt, selbst die Jungs staunten über ihre Courage, und
Eloise war klein mit Hut.
Will sagte zu mir: ,,Lass sie jetzt gehen!“
Ich holte ihr Schloss auf den Bildschirm, öffnete das Portal und sie ging ohne sich zu
verabschieden und umzudrehen durch das Portal in ihre Welt. Ich schloss es sofort wieder.
Will bedankte sich noch einmal bei Kersty und mir, und wir machten den Vorschlag:
,,Unsere Tochter hat in einem Monat Geburtstag, ich schicke euch jetzt zurück und öffne das
Portal in 5 Minuten eurer Zeit wieder, währenddessen vergeht bei uns 1 Monat und bei euch
nur diese 5 Minuten. Dann ist bei uns laut Kalender der 23. Juni 2018, und so könnt ihr alle bis
morgen abend hier bleiben, weil die kleine Melanie ja morgen Geburtstag hat und sämtliche
Vichots zu Besuch kommen und dadurch Will auf andere Gedanken kommt.“
Er und auch alle anderen waren einverstanden, kehrten zurück, und ich holte sie zu
gegebener Zeit wieder. Nun machten wir uns ein paar schöne Stunden. Am nächsten Tag
besuchten uns alle Vichots durch das Portal. Wie war die Freude auf allen Seiten groß, sich
wieder zu sehen. Auch wie Kersty Eloise den ,,Kopf gewaschen“ hatte machte die Runde.
Helen war froh, ihren Beanpole auch wieder zu sehen. Die kleine Melanie, die heute
Geburtstag hatte, staunte über die ihr schon bekannten Gesichter und die vielen Geschenke.
Jeannie verkündete bei dieser Gelegenheit nun allen, dass sie und Kieran heiraten werden,
nachdem die Dreibeiner besiegt sind. Fritz hatte plötzlich nur noch Augen für Fiona, die sich zu
einer wunderschönen Frau entwickelt hatte ebenso wie die anderen Vichot Mädchen, die auch
reifer und hübscher geworden waren.



Henrys Rettung

Als am Abend alle wieder in ihre Zeit zurückgekehrt waren, und ich gerade das Portal schloss,
kam Kersty zu mir und sagte:
,,Vielleicht war ich gestern zu Eloise ein wenig zu streng.“
Ich meinte darauf: ,,Weißt du Schatz, so wie sie sich verhalten hat, hast du darauf
dementsprechend richtig reagiert.
Ich werde zur Sicherheit mal nachschauen was in der Zwischenzeit alles passiert ist “
Darauf schaltete ich den Bildschirm wieder ein und ging auf das Datum 24.8.2094 Schloss
Ricordeau, 5 Minuten nachdem ich sie auf den Turnierplatz abgesetzt hatte. Wir sahen wie sie
ins Schloss ging und alle erstaunt waren, sie wieder zu sehen, Eltern wie Personal. Der Graf
und die Gräfin wollten genauestens über alles informiert werden, und so erzählte sie ihnen wie
sie bei uns an einem merkwürdigen Ort erwachte, und wie wir sie über die Dreibeiner
aufklärten. Ferner die Begegnung mit Will und den anderen und die unschöne
Auseinandersetzung mit Kersty.
Darauf fragten die Eltern Eloise als sie alles berichtet hatte. ,,Warum hast du deinen Will nicht
mitgebracht?“
Sie erzählte ihnen den Grund der Schande, die sie über sie gebracht hatte, weil sie nämlich
den Dreibeinern nicht mehr zu Diensten sein konnte. Die Eltern beruhigten Eloise darauf und
erklärten ihr, dass die Dreibeiner jetzt für immer fort sind und seit die Kappen nicht mehr
funktionieren, sich alles hier verändert hat. Auf einmal merkte sie, dass sie doch einen Fehler
begangen hatte bezüglich Will. Wir hatten jetzt genug gesehen und beschlossen, später noch
einmal nach ihr zu schauen.
So vergingen wieder einige Monate, und wir konnten zusehen wie unsere Tochter
heranwuchs.
Am 2. Dezember 2018 / 2094 bekam ich wieder ein Signal von Will, weil er nämlich mit
meinem Signalgeber herumgespielt hatte, und mühelos fand ich nun seine Position. *Er war
jetzt mit den anderen in Amerika bei der letzten Dreibeinerstadt, und wir sahen wie sie aus den
Heißluftballons Bomben auf die Kuppel der Stadt warfen. Leider hatten sie keinen Erfolg. Um
es besser zu sehen, ging ich näher an die Stadt heran. Plötzlich sahen wir Henry wie er auf
der Kuppel mit einer Bombe in der Hand landete und aus dem Korb stieg. Sofort schoss der
Ballon durch das Gewicht befreit, in die Höhe. Jetzt wussten wir was er vorhatte.
Ich rief: ,,Kersty, er will sich tatsächlich opfern!“
Sie schrie auf und sagte: ,,Hilf ihm bitte!“
Sofort öffnete ich das Portal direkt vor ihm bevor er die Bombe zündete. Im ersten Moment
erschrak Henry, dann grinste er und kam immer noch mit der Bombe in der Hand sofort durch
das Portal und sagte:
,,Gutes Timing, ich schmeiße sie von hier aus, und ihr schließt sofort das Portal.“
Kersty und ich gingen in Position. Er zog am Zünder, schmiss die Bombe durch das Portal,
und wir schalteten sofort alles aus.
(* Quelle: The Tripods Buch/CD Endlich befreit)


Das Ende der Dreibeiner

Nach einer Minute schaltete ich den Raum & Zeit Converter und den Bildschirm wieder ein.
Der letzte Moment wurde angezeigt, und wir sahen *wie Henrys Bombe die Kuppel der
Dreibeinerstadt zerstörte. Freudig lagen wir uns in den Armen und jubelten.
Henry sagte mit dem Übersetzer auf dem Kopf zu Kersty:
,,Du hast einen tollen Ehemann bekommen, es ist nur Schade, dass das mit Eloise und Will
nicht funktioniert hat.“
,,Da irrst du dich, komm ich zeige dir das Neuste“, antwortete sie.
Darauf stellte Kersty die Zeit her, holte darauf das Schloss Ricordau am 24.8.2094 auf den
Bildschirm. Wir sahen nun dort weiter wo wir letztes Mal aufhörten .Henry wunderte sich wie
gut Kersty schon mit dieser Technik vertraut war. Jetzt sahen wir wie Eloise ihr Verhalten Will
gegenüber sehr bedauerte und zu ihren Eltern sagte:
,,Diese Kersty hatte Recht, als sie mich tadelte mit den Worten, dass ich Will nicht verdient
hätte. Was habe ich bloß getan, denn was hat er nicht alles aus Liebe für mich auf sich
genommen, und ich habe ihn auf Übelste verschmäht. Das Bedauerlichste für mich ist, dass
ich nicht weiß wo er sich jetzt befindet, um es wieder gutzumachen.“
Wir waren auf einmal über ihren plötzlichen Sinneswandel völlig fassungslos und am Ende
doch gerührt.
Plötzlich fiel Henry seine letzte Mission wieder ein und sagte:
,,Ach du liebe Zeit, Will und auch die anderen denken, ich bin bei der Explosion ums Leben
gekommen.“
Schnell öffnete ich das Portal zu ihnen und speicherte die Szene mit Eloise vorher ab und
ging auf den 2.12.2094, 5 Minuten nach der Explosion. Jetzt warteten wir auf den Moment wo
Will, Beanpole und Fritz zusammen trafen.
In ihrer ganzen Aufregung kamen sie gar nicht auf die Idee, uns zu kontaktieren. Ich öffnete
nun das Portal und sofort erinnerten sie sich an uns.
,,Ihr kommt zu spät, Henry ist tot“, sagte Will mit Tränen in den Augen.
,,Das wäre ich auch, hätten die beiden mir nicht dabei Hilfestellung geleistet", rief Henry ihnen
entgegen.
Ein Aufschrei, und die Jungs stürmten durch das Portal zu uns. Jetzt hatten auch wir Tränen
in den Augen.
Will sprach: ,, Ich habe es gesehen, wie du.....“
(* Quelle: The Tripods Buch/CD: Endlich befreit, Seite 438)
Wir erklärten ihnen was wir unternahmen. Wahrscheinlich konnte nur Henry von seiner
Position aus das Portal sehen und die Anderen nicht. Sie alle waren sehr erleichtert über das
gute Gelingen.
Dann sagte Henry endlich zu Will: ,,Komm, ich habe eine Überraschung für dich!“
Kersty schaltete das Portal aus und holte das Schloss und Eloise auf den Bildschirm. Ehe Will
es bemerkte, hörte er schon Eloise sprechen wie sie alles bereute und an Gutmachung
dachte.



Überraschender Besuch

Nun schauten wir alle auf Will und warteten auf seine Reaktion.
Dann sprach er: ,,So einfach mache ich es ihr nicht. Dirk, Kersty, hat Eloise ihren Eltern
Einzelheiten über die Glasvitrine, in der sie lag, erzählt?“
Es ist gut, dass sich jedes Mal unsere Gäste den Übersetzer aufsetzten, damit auch meine
Mutter und ich alles verstehen konnten. Somit erzählte ich ihm, dass Eloise darüber nicht viel
verlauten ließ.
Nun fragte Will uns: ,,Meint ihr wir sollten den Eltern die Glasvitrine mit Fotos schicken, damit
sie über alle gewesenen Tatsachen informiert werden?“
Kersty schlug vor: ,,Von allem was hier aufgezeichnet wurde drucken wir Bilder aus.“
Er war froh und damit einverstanden, und ich machte mich mit Kersty sofort an die Arbeit.
Nach ungefähr einer Stunde hatten wir alles geschafft und mehr als ein Duzend Fotos
ausgedruckt. Will war mit allem zufrieden, und Beanpole und die anderen Jungen staunten
über das Ergebnis und so sah man * Eloise in der Dreibeinerstadt in der Vitrine liegen, Will mit
dem Meister 468 und den Tanz beim Cognosc, ebenso die Befreiung aus der Vitrine bei uns,
und die Hilfe der Ärzte. Danach legten wir die Fotos in die Vitrine, und ich holte das Schloss
Ricordeau auf den Bildschirm. Dort war der 24.8.2094 einige Minuten nach ihrer Reue. Ich
öffnete das Portal wenige Meter vor den Gesichtern der Eltern und Eloise, die darauf
erschraken. Will und ich schoben die Vitrine hindurch und schlossen es sofort wieder. Danach
schauten wir alle gespannt auf den Bildschirm. Der Graf, Vater von Elois, rief seine Diener
herbei, damit diese die Fotos aus der Vitrine nahmen und ihm überreichten.
( * Quelle: The Tripods Folge 20 u. 21 )
Interessiert sahen sich Eloise Eltern die Fotos und die Vitrine genauestens an und überlegten
dann: ,,Warum schickt man uns gerade jetzt dieses ganze Beweismaterial. Kannst du uns das
erklären Eloise?“
Sie war stumm vor Schreck und stotterte mit den Worten:
,,Das müssen die von der fernen Insel sein, von denen ich euch erzählte, ich verstehe es
selbst nicht warum sie mir das antun.“
Dabei fiel ihr Will wieder ein, und unter Tränen brach es aus ihr heraus:
,,Will, mein lieber Will, was habe ich nur getan, kannst du mir noch einmal verzeihen, was
würde ich darum geben, dich jetzt in meine Arme zu schließen.“
Als Will das sah, wurde ihm ganz weich ums Herz, und er sagte: ,,Ich glaube, jetzt sollte ich
zu ihr gehen.“
Ich öffnete das Portal und Will eilte seiner noch weinenden Eloise in die Arme, und ich schloss
wieder das Portal.
Im Anschluss daran kehrten die drei Jungen zu ihrem Stützpunkt zurück.



Die Rückkehr ins Elternhaus

Zwei Tage später, am 4.12.2018 / 2094 beschlossen Kersty und ich ohne Gefahr durch die
Anwesenheit der Dreibeiner Lakaien, ihr Elternhaus aufzusuchen. Kersty war seit ihrer Flucht
vor 4 Jahren und genau 5 Monaten nicht mehr dort gewesen. Sie war jetzt 21, ich 33 und die
kleine Melanie 2 einhalb Jahre alt. Ich schaltete den Raum & Zeit Converter ein, ging auf den
4. Dezember 2094, 13 Uhr Vichothaus und bat meine Mutter alles auf dem Bildschirm zu
überwachen. Dann setzte ich mir den Übersetzer auf, und jeder von uns nahm eine
Fernsteuerung mit. Kersty hielt ihre Tochter auf dem Arm, und ich öffnete darauf das Portal.
Kerstys Familie saß gerade beim Mittagessen als wir beide plötzlich dort erschienen. Man
kann sich die totale Überraschung der Familie gar nicht genug vorstellen. Sofort sprangen alle
vom Tisch auf und kamen freudestrahlend auf uns zu und begrüßten uns drei. Meine Mutter
schloß darauf das Portal. Bevor die Vichots überhaupt die erste Frage stellen konnten, sagte
Kersty auf französisch:
,,Die Dreibeiner sind auf der ganzen Welt vernichtet worden und ihre letzte Stadt in Amerika
wurde vorgestern von Henry, mit ein wenig Hilfe von uns, zerstört. Ab sofort können wir euch
regelmäßig besuchen.
Auch haben wir beschlossen, dass nächstes Jahr unsere ,,richtige“ Hochzeit hier in diesem
Haus stattfinden soll.“
Von allen Seiten der Vichots brach ein Jubel aus. Haarklein erzählten wir ihnen danach über
Henrys Rettung und das Happyend zwischen Will und Eloise. Anschließend zeigte Kersty mir
ihr altes Zuhause. Während wir beide händchenhaltend in der Umgebung spazieren gingen,
spielte unsere Tochter mit ihren Tanten. Abends öffnete ich mit der Fernsteuerung das Portal,
holte einige Sachen für uns und sagte meiner Mutter:
,,Stell den Converter auf Standby, wir verlängern den Besuch um ein paar Tage.“
Sie wünschte uns viel Spaß, und alle Vichots freuten sich über diese Idee. Ich verliebte mich
in dieses Fleckchen Erde und natürlich war mir durch den Bildschirm schon vieles bekannt,
aber es in natura zu sehen war doch etwas ganz anderes. Anni plante nun mit ihrer Familie
unsere Hochzeitsfeier. Auf Kerstys Wunsch sollten ihre Schwestern ihr ein weißes Kleid
nähen. Da es jetzt hier Winter war, setzten wir den Termin auf den 16. July 2019 / 2095, also
genau 4 Jahre später als wir in Las Vegas geheiratet hatten.
Nach ein paar Tagen kehren wir nach Teneriffa zurück. Weihnachten wurde dieses Mal mit
offenem Portal bei den Vichots gefeiert, abwechselnd überwachte immer einer von uns den
Portalraum, falls ein unvorhergesehenes Ereignis eintreten sollte.



Hochzeiten

Am 13. Februar 2019 / 2095 empfing ich ein Signal von Will, weil er noch meinen Signalgeber
hatte. Nun schaltete ich den Bildschirm wieder ein und sah ihn allein in der Bibliothek stehen,
ich rief nach Kersty, die mit unserer Tochter zu mir kam und sprach:
,,Oh, da ist ja Will, schalte das Portal ein, mal sehen ob ihn was bedrückt.“
Ich befolgte ihren Rat, überprüfte dort ordnungshalber alles und stellte fest, dass im
Nebenraum nur Eloise mit ihren Eltern anwesend war. Kersty hörte deren harmlose Gespräche
und gab mir darauf zur Entwarnung ein Zeichen, damit ich das Portal öffnen und Will
durchschreiten konnte.
Bevor ich es schloss, sagte er:
,,Wartet bitte, Eloise Eltern möchten sich bei euch bedanken, weil ihr ihrer Tochter das Leben
zurückgegeben habt und euch auch noch zu unserer Hochzeit am 21. Juni 2095 einladen,
ebenso Henry, Beanpole und Fritz mit Damenbegleitung.“
Ich staunte, nickte und Will rief nach dem Grafen und der Gräfin Ricordeau (Eloises Eltern).
Vorsichtig schritten sie durch das Portal und waren völlig überrascht über das für sie
Ungewohnte was sie hier alles zu sehen bekamen. Ich setzte meinen Übersetzer auf und
herzlichst begrüßten und bedankten sie sich bei uns. Nur Eloise war noch etwas
zurückhaltend, hatte sie doch noch die Auseinandersetzung mit Kersty im Gedächtnis. Wir
versprachen, der Einladung zu folgen und den anderen den Bescheid zukommen zu lassen.
Danach kehrten sie wieder zurück.
Ich versuchte darauf Beanpole zu orten, aber das Gerät was ich ihm gab, funktionierte nicht
mehr. Also ging ich an die Stelle zurück, an die ich die Jungs zuletzt zurückgeschickt hatte. Ich
folgte ihnen mit dem Schnellsuchlauf bis sie im Hauptquartier der Weißen Berge waren.
Nachdem sie dort alles erledigt hatten, öffnete ich das Portal und alle drei kamen sofort zu uns.
Ich informierte sie nun über die Einladung zu Wills Hochzeits mit ihren Mädchen und gab
ihnen neue Signalgeber.
Kersty machte den Vorschlag:
,,Da ihr nun schon einmal hier seid, können wir ab sofort das Problem mit euren Tischdamen
besprechen.“
Sie nahm jetzt gleich die Sache in die Hand, schloss das Portal, stellte auf Vichothaus auf den
13.2.2095, 13 Uhr und öffnete es erneut.
Sie ging voran und sagte: ,,Kommt mit, wir befragen meine Schwestern, ach noch etwas, Dirk
und ich holen unsere Hochzeit im Haus meiner Eltern nach am 16.7.2095, und ihr seid
herzlichst dazu eingeladen.“
Ich blieb und verfolgte alles auf dem Bildschirm.
Die Vichots freuten sich, die Jungs wiederzusehen, und so ging Helen mit Beanpole, Fiona
mit Fritz und Shelagh mit Henry zur Hochzeit.
Da die Drei für die nächste Zeit keine wichtigen Pläne hatten, blieben sie dort und halfen den
Vichots.



Verliebt, verlobt, verheiratet

Kurze Zeit später, am 7. März 2019 / 2095 empfing ich ein Signal von Kieran. Nachdem ich
das Portal für ihn öffnete, kam er freudestrahlend hindurch und brachte uns die frohe
Botschaft, dass er demnächst seine Verlobte Jeannie heiraten wolle.
Kersty lachte und sagte zu ihm: ,,Das wird langsam zur Epidemie!“
Durch ihre Äußerung war er völlig verwirrt, und ich schloss das Portal, stellte auf Vichothaus
und öffnete es erneut. Kieran bedankte sich, ging hindurch und eilte seiner Jeannie in die
Arme.
Kersty, mal wieder neugierig, ließ das Portal offen stehen, schaute auf den Bildschirm und
sagte:
,,Sie sind alle im Heiratsfieber, ist so etwas ansteckend?“
Wenn Daniel davon erfährt, taucht er dort bestimmt unter einem Vorwand auf. Ich drucke
vorsichtshalber schon mal Fotos aus, *die ihn gefesselt und geknebelt im Gefängniswagen
zeigen, und diese erneute Demütigung durch die Fotos wird er bestimmt nicht wegstecken
können.“
(*Quelle: The Tripods Folge 12 )
Wir erfuhren dann auch, dass Kieran in der Nähe vom Vichothaus nach der Hochzeit am 1.
Mai 2095 für Jeannie und sich eine Bleibe sucht. Inzwischen kamen sich Fritz und Fiona und
auch Henry und Shelagh näher.
Beanpole wollte seine Helen auch dieses Jahr heiraten und mit ihr nach *Südfrankreich
ziehen, um dort seinem Wunsch nachzugehen, im *Labor zu forschen. Dagegen Fritz, er hatte
die Vorstellung mit seiner Fiona nach Deutschland auf den elterlichen *Bauernhof zu ziehen,
da dort genügend Land und Tiere vorhanden waren. Henry zog es vor, nach der Heirat mit
Shelag in England die Getreidemühle seines Onkels zu übernehmen.
(*Quelle: The Tripods Buch/CD: Die große Konferenz, Seite 439 )

Fehlte nur noch das Nesthäkchen Lucy, die Glück hatte, weder eine falsche noch eine echte
Kappe zu tragen, und sie wird froh sein, wenn bald alle Schwestern aus dem Haus sind, denn
dann ist sie endlich der Mittelpunkt.
Wie von meiner Frau befürchtet, tauchte am 1. Mai 2095 / 2019 Daniel neugierig unter einem
Vorwand bei der Trauung von Kieran und Jeannie auf, und als der Pfarrer fragte:
,,Ist jemand hier der Einwände hat, dass ich dieses Paar trauen soll....?“
Kersty, die neben mir saß, bekam einen Schreck und wurde weiß wie die Wand, als sie Daniel
sah und fing an zu zittern.
Ich sagte zu ihr: ,,Schatz, wir beide stellen uns ihm entgegen. Ich weiß, du hast die Fotos
dabei, jetzt werden wir ihm das Fürchten lehren.“
Da Kersty mir vertraute, gingen wir Hand in Hand Daniel entgegen, und er erschrak als er
Kersty sah.
Dann hielt ich ihm die Fotos unter die Nase und sagte:
,,Ich bin der Ehemann von Kersty, und ich bin der derjenige, der dafür gesorgt hat, dass
Jeannie sich damals von dir trennte, und diese Fotos verteile ich überall, wenn du nicht für
immer verschwindest.“



Viermal Hochzeiten

Als sich Daniel die Fotos anschaute, wurde er auf einmal aschfahl im Gesicht.
Kersty hielt meine Hand fest und sagte jetzt mutig:
,,Eigentlich müsste ich dir danken Daniel, denn wenn du mich damals nicht wie eine
Verbrecherin gejagt hättest, wäre ich Dirk, meinem Mann, nie begegnet. Er hat nämlich dazu
beigetragen, dass meine Schwester von deinen Schandtaten erfuhr und was du doch für ein
schlechter Mensch bist. Ebenso hat er die Freien Menschen vor der Tötung durch die
Dreibeiner bewahrt, die dann diese ,,Monster aus Metall" vernichten konnten.“
Daniel war fassungslos als er das hörte, und als er dann noch Beanpole und Henry sah wie
sie langsam auf ihn zukamen, flüchtete er und man sah ihn danach nie wieder.
Anschließend feierten wir ausgelassen bis in den frühen Morgen.
Die beiden frisch Vermählten bekamen von Kersty und mir als Geschenk eine Fernsteuerung
mit einem persönlichen Code, um uns jeder Zeit besuchen zu können.
Ein paar Wochen später fand die pompöse Hochzeit von Will und Eloise auf Schloß Ricodeau
statt. Eigentlich wollte Kersty daran nicht teilnehmen, weil Eloise ihr wegen der damaligen
Auseinandersetzung unsympathisch war. Sie meinte, ich solle doch in Begleitung meiner
Mutter hingehen, und sie würde auf das Portal und Melanie aufpassen. Das waren mal wieder
diese Momente der langen Diskussionen wo sie dickköpfig war. Es brauchte viel
Überredungskunst unsererseits bis sie endlich zur Einsicht kam und dass man sich als
Erwachsener nicht so benimmt, und ausserdem wäre es nicht glaubwürdig gewesen, da ja
meine Mutter eine gute ,,Babysitterin“ ist.
Auch diese Märchenhochzeit ging zu Ende, und die Spannung zwischen Kersty und Eloise
löste sich einfach in Luft auf. Auch Will bekam eine Fernsteuerung mit Code, und das
Brautpaar versprach, auch zu unserer Hochzeit zu kommen, um dann anschließend auf ein
Luxussegelschiff mit eigenem Personal, Flitterwochen zu machen.
So kam auch unser Tag am 16.7.2095 / 2019. Meine liebste Kersty schmückte sich mit einem
schönen weißen Brautkleid, und ich trug dazu einen weißen Anzug. So holten wir nach vier
Jahren unsere Hochzeit so richtig nach und unsere Freude war groß, weil auch Will mit Eloise
daran teilnahmen. Dabei lernte sie auch einmal die einfache Lebensart der glücklichen lustigen
Familie Vichot kennen. Auch dieses Fest mit all seinen vielen Gästen, blieb uns noch nach
Jahren unserer glücklichen harmonischen Ehe lange in Erinnerung.
Kaum war unsere Vermählung vorbei, heiratete im Herbst 2095 Beanpole seine Helen. Alle
waren wir natürlich wieder dabei, Henry, Fritz, Will mit Eloise, Kieran und Jeannie, die
schwanger war, Kersty, Melanie und ich durften auch nicht fehlen.



Handel zwischen den Realitäten

Beanpole und seine Helen bekamen ebenfalls eine Fernsteuerung mit Code zu ihrer Hochzeit.
Ab sofort war es nun möglich, die Entfernungen damit zu überbrücken.
Im Anschluss bezogen sie ihr neues Domizil in Südfrankreich.
Ab Frühjahr 2096 / 2020 bekamen die Vichots und alle in der Umgebung elektrischen Strom,
und so begann Kerstys Idee vom billigen Einkauf der elektrischen Geräte auf den Flohmärkten
im Süden von Teneriffa. Als allererstes ging meine Frau mit ihrer Mutter die wichtigsten
Haushaltsgeräte kaufen. Als Gegenleistung bekamen wir von ihnen dafür Naturalien, anstatt
Geld. Auch Kieran und seine Frau Jeannie versorgten sich hier mit den Geräten, die sie
dringend benötigten. Da Fritz mit seiner Fiona im Augenblick noch auf dem Hof der Vichots
wohnten, deckten auch sie sich damit ein. Aber so etwas sprach sich dort schnell herum, und
darauf eröffnete Kieran in der Vichotscheune einen Laden mit sämtlichen Haushaltsgeräten.
Das Problem war nur, dass wir hier in Teneriffa mit Naturalien überschwemmt wurden und
nicht alles verwerten konnten. Da fiel mir ein, dass Will den Ärzten damals Gold für die Rettung
seiner Eloise gab. Also mussten wir nun die Rechenaufgabe übernehmen was die Geräte an
Gramm Gold wert sind. Kersty half mir wo es ging. Natürlich waren nicht alle im Stande, mit
Edelmetall zu bezahlen und gaben uns dafür wieder Naturalien.
Im Sommer 2096 / 2020 heiratete Fritz seine Fiona. Zu diesem freudigen Ereignis kam
natürlich Will mit seiner schwangeren Eloise und sie deckten sich auch mit sämtlichen Geräten
ein und bezahlten zu unserer Freude mit Gold und Silber.
Auch Beanpole kam selbstverständlich mit seiner Helen, um für sich sämtliche fehlenden
elektrischen Maschinen und Artikel einzukaufen. Ebenso Henry mit Shelag, die uns
säckeweise Mehl brachten, um sich auch hier mit den schönen Dingen zu versorgen. Da nun
alle eine Fernsteuerung besaßen, war ihre Anreise und das Mitnehmen der Haushaltsartikel
kein Problem mehr.
Auf der Hochzeit wurde von alten Zeiten gesprochen und wie schön es doch jetzt ist, dass es
keine Dreibeiner mehr gibt. Da erzählte uns Beanpole, dass man einen *beweglichen Stern im
Weltall ausfindig gemacht hatte. Sofort fiel uns **das Raumschiff wieder ein mit der
Technologie an Bord, damit die Meister in der Stadt ihre Luft gegen die unsere austauschen
können.
Gut, dass alle Meister außer *Ruki, der eingesperrt in der Burg haust, alle tot und alle
Dreibeinerstädte zerstört waren.
(*Quelle: The Tripods Buch/CD: Die große Konferenz )
(** Quelle: The Tripods Folge 22 )



Franz. Bioprodukte vom Jura

Im Sommer, am 1. August 2020 / 2096 eröffneten wir in der Nähe unseres Domizils einen
französischen Bioladen und verkauften die Jura Produkte aus der anderen Realität von 2096.
Lucy war gerade mit der Schule fertig geworden und 16 Jahre alt. So war die Gelegenheit
günstig, uns im Laden zu helfen. Wir hatten sehr viel zu tun und das Portal blieb permanent
offen.
Kersty wollte noch ein 2. Kind bekommen aber sah dann doch ein, dass es im Augenblick
nicht passend war.
Es dauerte eine Weile bis der Laden so richtig lief, aber im Herbst dagegen hatten wir gute
Umsätze gemacht. Zwischendurch half uns Jeannie, die einen Sohn bekommen hatte, den sie
Mark nannte.
Am Wochenende war mal wieder Flohmarkt angesagt, und Kersty fuhr mit Kieran dort zum
Einkaufen, um die Bestellungen der Kunden zu besorgen.
Vater Vichot musste nun Personal einstellen, weil durch die Heirat der Töchter die Hilfe
versiegt und der Wein im Laden bei uns so begehrt war. Er musste sich umstellen und daran
gewöhnen, dass er nun fremde Leute um sich hatte, da seine Töchter in alle Winde verstreut
waren. Mutter Vichot war auf der einen Seite ganz froh, dass sie nicht mehr so viel zu tun
hatte, aber andererseits fehlte ihr das Kommando über ihre Töchter.
Aber allmählich gewöhnten sich alle an den neuen Zustand.
Vor lauter Arbeit bekamen wir gar nicht mit, als im Herbst 2096 ein *Raumschiff am Himmel
erschien und auf jedes der drei Dreibeinerstädte eine Bombe fiel und sie völlig zerstörte und
alle Wissenschaftler, die dort anwesend waren, kamen ums Leben. Als das Raumschiff
verschwand, starb auch Ruki in seiner ,,Zelle“.
(*Quelle: The Tripods Buch/CD Die große Konferenz)
Wir erfuhren erst davon als uns Beanpole besuchte.
Er bat mich dann, zu verhindern, dass die Wissenschaftler getötet werden, und ich sollte ihn
eine Woche vor dem Geschehen in jede Stadt der Dreibeiner schicken, um sie zu warnen. Ich
bereitete alles vor und gab ihm zur Sicherheit den Übersetzer mit.
Dann schickte ich Beanpole nacheinander in die Städte der Dreibeiner. Als er mit allen
gesprochen hatte, betätigte er seine Fernsteuerung und kam nach der Dauer eines Tages
zurück. Teilweise hatte er Probleme mit ihnen, weil sie ihm nicht glaubten und für vollnahmen.
Manchmal wurde er wütend und sagte ihnen:
,,Ich meine es nur gut mit euch, solltet ihr in einer Woche noch hier sein, dann ist es eurer
Pech, wenn eine Bombe auf eure Dickschädel fällt.“
Später erzählte er uns noch von Helen, dass sie auch vorhätten ein Kind zu bekommen.
Dann verabschiedete er sich von uns und kehrte zurück.



Unterhaltung mit Ruki

Am 1. Juni 2097 / 2021 fand in *den Bergen eine Konferenz statt auf der Julius sprach, und es
waren aus der ganzen Welt viele Delegierte angereist. Will, Henry, Beanpole, Fritz, Kersty und
ich wurden auch dazu eingeladen. Kersty, die kein Interesse daran hatte, besuchte derweil ihre
Eltern. Durch den Converter war die Anreise für uns kein Problem. Nur wie sie sich *Julius
gegenüber verhielten besonders Pierres anmaßende Art ihm gegenüber, gefiel mir nicht. Aber
wie heißt es so schön, der Mohr hat seine Pflicht getan, der Mohr kann gehen. *Am Ende
waren sich die verschiedenen Länder uneins und gingen in Unfrieden auseinander. Daraufhin
wollte ich nur noch heim, *die Jungen dagegen nahmen sich vor, unter den Völkern Frieden zu
schaffen.
(*Quelle: The Tripods Buch /CD Die große Konferenz )
Darauf sagte ich als Erfahrener und Älterer:
,,Wir haben wirklich schon genug geleistet, geht nach Hause zu Frau und Kindern und schafft
dort in eurer Umgebung Ruhe und Frieden.“
Völlig verdutzt und dann einsichtig geworden über meine Äußerung, kehrten alle nach Hause
zurück. Daheim schaltete ich das TV - Gerät ein und schaute mir mal wieder die Nachrichten
an. Prompt kamen wieder diese Meldungen, die mir noch den Rest gaben.
Ich schaltete wieder aus, ging in den Converterraum und sagte zu meiner Mutter:
,,Ich werde mich jetzt einmal mit Ruki unterhalten.“
Daraufhin ging ich eine Woche vor seinem Tod zu ihm durch das Portal. Man kannte mich
dort schon.
Ich setzte mir den Übersetzer auf und fing mit ihm an zu sprechen:
,,Hallo Ruki, du kennst mich nicht. Ich bin derjenige, der dazu beigetragen hat, dass deine
Rasse hier vernichtet wurde, ebenso komme ich aus einer anderen Realität aus dem Jahr
2021, und bei uns gibt es keine Dreibeiner. Ferner nahm ich gerade an einer Konferenz teil,
die nächstes Jahr hier stattfinden wird.
Dort habe ich festgestellt, dass die Menschen nichts dazu gelernt haben, denn kaum war die
Bedrohung durch euch fort, kriegten sie sich schon wieder in die Haare.
Bei uns ist die Situation im Moment durch die vielen Konflikte auf der ganzen Welt so, dass
man denken müsste, die Menschen würden es unbewusst oder sogar absichtlich darauf
anlegen, dass ihr Dreibeiner dort auch mal ,,aufräumt,,.“
In der Zwischenzeit kehrte Kersty wieder zurück, wunderte sich, dass meine Mutter am
Bildschirm saß und schaute auch darauf und sah mich mit Schrecken mit Ruki sprechen. Völlig
fassungslos von dem was sie da sah, folgte sie mir durch das Portal und tauchte einige Meter
hinter mir auf. Da ich so im Gespräch vertieft war, habe ich sie nicht mal bemerkt, aber Ruki
sah sie und sagte darauf:
,,Da du diese Macht besitzt, schicke mich zu meinen Leuten, und ich werde dafür sorgen,
dass die Dreibeiner in deine Welt kommen.“
Als Kersty das hörte schrie sie völlig entsetzt auf und fragte:
,,Was machst du da Dirk, verbündest du dich jetzt mit dem Feind?!“



Lucy und Kurt

,,Warum unterhälst du dich mit diesem Ding da?“ fragte schimpfend Kersty weiter.
,,Wie kommst du darauf, Kersty?“ war meine Frage an sie.
Ich erklärte ihr nun den Grund mit folgenden Worten:
,,Meine spontane Handlungsweise dass ich zu Ruki ging, war die Ungerechtigkeit gegenüber
Julius auf der Konferenz."
,,Warum besprichst du nicht deine Sorgen mit mir, denn ich bin schließlich deine Frau. Dieser
Meister hat deinen Frust bemerkt und wollte nur deine momentane Niedergeschlagenheit
ausnutzen, damit du ihn befreist", meinte sie.
,,Nein, das wäre nicht passiert, niemals, dazu bin ich zu korrekt und gradlinig, dass ich so eine
Handlung begehen würde, beruhigte ich Kersty.
Danach kehrten wir wieder zurück und das gegenseitige Vertrauen erlitt dadurch keinen
Schaden. Wir befassten uns nun nicht weiter damit, weil unsere Arbeit kein Ende nahm.
Durch einen glücklichen Zufall bekam Kieran Besuch von seinem Neffen Kurt. Er setzte ihn
gleich im Laden auf dem Vichothof ein, weil es dort einen regelrechten Zulauf auf unsere
einzigartigen Produkte gab. Jetzt standen auch CDs mit verschiedenen Abspielgeräten zur
Verfügung. Kersty machte sich nun zur Aufgabe, auf den Flohmärkten Musik CDs einzukaufen.
Dieses Jahr nun sollten auch alle Haushalte einen Telefonanschluss erhalten, und so sah
man wie dort überall Masten aufgestellt wurden.
Am Anfang hatte Kurt keine besondere Lust, seinem Onkel zu helfen, aber nachdem er Lucy
begegnete und sie sich ineinander verliebten, war sein Interesse an dem Laden geweckt.

Zwischendurch besuchte uns Beanpole mit seiner schwangeren Helen. Uns fiel auf wie
unglücklich sie wirkte, weil ihm die Arbeit viel wichtiger war als die Ehe mit seiner Frau.
Besonders das Internet übte auf ihn einen magischen Reiz aus. Manchmal bereute ich sogar,
es ihm gezeigt zu haben. Wenn er in seinem Labor nicht voran kam, besuchte er uns und
setzte sich stundenlang vor den Computer und druckte aus was er für sich benötigte, blieb
noch einige Momente und verschwand wieder. Kersty bemerkte sogleich wie ihre Schwester
litt und zog mich zu Rate.
Darauf sagte ich zu meiner Frau:
,,Ich könnte mit Beanpole dieses Problem mal erörtern aber ich zweifele daran, dass es
überhaupt einen Sinn hat. Sie braucht nur eine Aufgabe, lass sie ihr Kind erst zur Welt bringen,
dann sehen wir weiter.“
Lucy und Kurt waren inzwischen unzertrennlich geworden und verbrachten jede freie Minute
miteinander. Wir dagegen mussten sie oft ermahnen, dass sie ja ihre Arbeit ordentlich
ausführten.
So neigte sich das Jahr 2021 / 2097 dem Ende zu. Zu Weihnachten lieferten wir in Massen
Lichterketten und Schmuck in den Vichotladen und bekamen dafür frisch duftende,
erstklassige Weihnachtsbäume, die hier bei uns sehr begehrt waren und reißenden Absatz
fanden.



Melanies Einschulung

Inzwischen war es Sommer im Jahr 2022 / 2098, und wir planten unser 2. Kind.
Lucy wollte auch dieses Jahr ihren Kurt heiraten, und bei Fiona und Shelagh standen die
Geburten kurz bevor.
Beide Läden liefen zur Zeit auf Hochtouren, und damit wir auch mal ein bisschen Muße
bekamen, stellten wir noch etwas Personal ein.
Kersty und ich kennen uns inzwischen schon 8 Jahre, und sie wird am 15. July 25 Jahre alt,
und ich bin 37, und am 16.7.2022 begehen wir unseren 7. Hochzeitstag.
Unsere Tochter Melanie war 6 Jahre alt geworden und wird am 1. July eingeschult.
Wir meldeten sie daraufhin auf eine Privatschule im Süden von Teneriffa an. Sie ist sehr
sprachbegabt und hatte in der Zeit Deutsch, Französisch und Spanisch gelernt und spricht
diese Sprachen sehr gut. In Bezug auf den Verkehr durch das Portal zwischen unseren
Realitäten und den verschiedenen Zeiten, haben wir sie zur Verschwiegenheit erzogen, damit
sie darüber, ins Besondere ihren besten Freundinnen gegenüber, nichts verlauten lässt.
So kam der Tag, der 1.7.2022, als ich sie mit Kersty zur Einschulung begleitete.
In der Zwischenzeit geschah etwas Seltsames mit dem niemand gerechnet hatte. Meine
Mutter, die gerade im Keller war, empfing ein Signal vom Raum & Zeit Converter. Da
inzwischen alles automatisch ablief, brauchte sie nur die Bestätigungstaste zu drücken. Darauf
schloss sich das Portal automatisch, das inzwischen permanent offen stand. Auf dem
Bildschirm wurde eine andere Position angezeigt und von selbst öffnete sich das Portal wieder.
Plötzlich kam ein fremder Mann, groß, schlank mit grauem Bart, zum Vorschein.
Meine Mutter erschrak, aber er beruhigte sie und sagte:
,,Haben sie keine Angst.“
Sie verstand ihn nicht richtig und gab ihm einen Übersetzer.

Dann wiederholte er das von ihm Gesagte:
,,Haben sie keine Angst, ich habe dieses Teil hier beim Aufräumen in den Höhlen gefunden
und auf diesen Knopf gedrückt.
Als dann der runde gelbe Kreis erschien, wusste ich sofort, dass es das Portal von Dirk und
Kersty aus der anderen Realität war, die uns im Kampf gegen die Dreibeiner geholfen hatten.
Ach, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt, ich bin Julius.“
Jetzt fiel es meiner Mutter wieder ein, dass sie diesen Mann vom Bildschirm her kannte.
Inzwischen schloss sich das Portal und wurde wieder neu von der Vichot Seite geöffnet.
Kieran, nichts ahnend, kam hindurch und sagte.
,,Was ist passiert, warum...oh, bist du das Julius?“
Wie freuten sich beide, sich wieder zu sehen. Während alle freudestrahlend plauderten,
kamen Kersty, Melanie und ich von der Schule zurück.



Julius auf Teneriffa

Auch wir freuten uns, Julius wieder zu sehen, gingen nach oben in die Küche und setzten uns
an den Tisch. Da gerade Mittagszeit war, luden wir ihn selbstverständlich zum Essen ein.
Er freute sich sehr darüber und sprach:
,,Wenn ihr wüsstet wie lange ich keine richtige warme Mahlzeit zu mir genommen habe, dann
würdet ihr verstehen, warum ich jetzt jeden Bissen genussvoll zu mir nehme. Ach, es ist auch
noch so eine frische Gemüsesuppe.“
Nach dem Essen machte er sich Luft und ließ seine gesamte Enttäuschung über die letzte
Konferenz aus sich heraus. Er tat uns leid, und wir trösteten ihn mit einem erfrischenden
Schokoladeneis, das seiner Seele besonders gut tat. Dann bezog er müde unser
Gästezimmer.
Voller Tatendrang half er uns nun täglich im Laden und hin und wieder auf dem Vichothof aus.
In der Freizeit zeigten wir ihm die gesamte Insel und bekamen dabei mal wieder eine
Einladung unserer spanischen Freunde, die in den Bergen eine Finka besaßen.
Dort oben äußerte er den Wunsch mit den Worten: ,,So etwas Kleines in der Art könnte ich
mir für meine Zukunft vorstellen.“
Der Spanier antwortete darauf:
,,Vor kurzem ist mein Nachbar verstorben, und die Angehörigen haben kein Interesse an dem
Grundstück und wollen daher die Finka günstig verkaufen.“
Julius seine Augen leuchteten vor Freude, und er fragte uns: ,,Was meint ihr dazu?“
Wir erwiderten einstimmig: ,,Julius, du gehörst jetzt zu uns auf diese Insel.“
Unser Spanier leitete darauf den Verkauf und die Finanzierung in die Wege.
In unserer Freizeit halfen wir ihm, sein zukünftiges Domizil zu renovieren.
Inzwischen war es Herbst geworden und der Hochzeitstermin von Lucy und Kurt stand an.
Alle waren wir aufgeregt, weil wir wussten, dass dieses Mal eine besondere Zusammenkunft
von Will, Eloise, Beanpole, Henry, Fritz und den erwachsenen Vichot Mädchen mit ihrem
Nachwuchs stattfinden wird. Liebevoll richteten Anni und Stephen die Hochzeitsfeier auf dem
Vichothof aus.
Abends im Schlafzimmer, ich lag schon im Bett, kam Kersty freudig zu mir, zeigte auf ihren
Bauch und sagte:
,,Schau mal Dirk, hier wächst jetzt unser 2. Wunschkind!“
Voller Freude umarmte ich meine Frau, und wir beschlossen es auf der Hochzeitsfeier zu
verkünden.
Darauf sagte sie noch:
,,Ich glaube es gibt bald noch etwas Neues. Hast du nicht die Blicke von Julius und deiner
Mutter bemerkt? Frauen haben dafür ein Gespühr.“
Ich lachte und sagte: ,,Was du nicht alles siehst, du süße Hellseherin.“
Zärtlich küsste ich Kersty dann und streichelte ihren Bauch und fragte: ,,In welchem Monat
bist du, mein Juwel?“
,,Anfang des dritten hat meine Frauenärztin gesagt, und sollte es wieder ein Mädchen werden
möchte ich es gerne Josephine nennen, wenn es dir recht ist, mein Schatz“, erzählte mir
Kersty.
Der Name gefiel mir auch.



Neues Leben

Ein paar Tage später fand die Hochzeit von Lucy und Kurt, im großen Rahmen auf dem
Vichothof statt. Alle waren sie gekommen, und Anni und Stephen hatten sich große Mühe
gegeben, die Feier perfekt auszurichten. Das frische Brautpaar wird noch die nächste Zeit auf
dem Hof wohnen bleiben bis sie etwas Eigenes gefunden haben.
Oh, was machten Will, Beanpole, Henry und Fritz für Augen, als sie Julius wieder sahen, und
dann verkündete er allen stolz, dass er demnächst meine Mutter heiraten werde, und er seinen
Lebensabend mit ihr auf seiner neuerworbenen Finka in Teneriffa verbringen wird.
Auch unsere Neuigkeit wegen des Babys wurde freudig aufgenommen. Will und Eloise
stellten uns auch ihren Sohn vor, ebenso sahen wir zum ersten Mal die Babys von Helen,
Fiona und Shelag, alles waren Mädchen. Wir krönten diesen Tag noch mit einem Feuerwerk,
das Kersty und ich organisiert und spendiert hatten. So wurde diese Hochzeit ein
unvergessenes Erlebnis für alle.
Danach ging das Leben weiter, und das nächste Jahr 2023 / 2099 begann. Die kleine Melanie
besuchte gerne die Privatschule und lernte fleißig. Kerstys Schwangerschaft verlief ohne
Probleme, und nun war es gewiss, dass es wieder ein Mädchen wird.
Lucy und Kurt bauten den Dachboden aus und schufen sich dort ihr eigenes Reich, denn
irgendwann werden sie den Vichothof übernehmen müssen, wenn Anni und Stephen sich zur
Ruhe setzen.
Die Hochzeit zwischen Julius und meiner Mutter wird auf der Finka im Herbst stattfinden und
alle alle werden wieder dabei sein. Bis dahin pendeln die beiden zwischen hier und dort hin
und her.
Eines Tages dann tauchte im Vichotladen bei Kieran Ozymandias auf, um sich mit einigen
Dingen einzudecken. Er hatte von dem besonderen Laden hier gehört und war neugierig
geworden.
Dass er hier auf Kieran traf, hatte ihn natürlich überrascht. Die Freude auf beiden Seiten war
groß, und sie hatten sich viel zu erzählen. Dann kam Stephen Vichot dazu und berichtete
begeistert von uns hier und unserer Welt. Ebenso schwärmte er stolz von seinen
Schwiegersöhnen, wie Henry, Beanpole, Fritz und Dirk.
Ozymandias horchte auf und fragte ungläubig: ,,Sind das etwa die drei Jungen von den
Weißen Bergen?“
Kieran und Stephen bejahten es. Bei einem gemütlichen Beisammensein erzählte dann
Stephen stolz von ihnen. Dabei kam er auch auf die fürchterlichen Zustände in unserer Realität
zu sprechen und befürchtete, dass auch bei uns hier die Dreibeiner auftauchen könnten, wenn
sich die Menschen auf der Welt so heftig bekriegen und sich gegenseitig vernichten.
Das war jetzt das Alarmzeichen für Ozymandias, und er wollte sogleich zu uns kommen, da ja
seine Mission dort beendet war. Also kam Kieran mit ihm zu uns. Ozymandias bat mich nun,
ihm Einiges im TV zu zeigen. Ihn interessierten vor allem die Nachrichten mit den
Kriegsherden.
Als er alles schweigend in sich aufgenommen hatte, meinte er:
,,So schlimm und brutal habe ich mir das nicht vorgestellt.
Da muss ich mal wieder was gegen tun. Das schreit ja direkt nach den Dreibeinern.
Wie mir Kieran erzählte, kannst du mit deinem Raum & Zeit Converter überall auf der Welt
hingelangen, deshalb bitte ich dich, dass du mich nach Bedarf auf die verschiedenen
Kontinente sendest, damit ich die Menschen, wo es nötig ist, aufklären und dann zur Vernunft
bringen kann. Ich befürchte aber, wenn keine Änderung eintritt, und sich die Menschen nicht
zum Guten besinnen, dass die Dreibeiner früher oder später hier auftauchen und das Szenario
ein Ende bereiten werden.“
Und somit gab ich Ozymandias einen Signalgeber mit Ortungsgerät und schickte ihn auf die
Reise.

Das war es, was alles in 9 Jahren geschehen ist und demnächst noch passiert. Ich habe es
aufgeschrieben und werde es meinem Verleger Ende 2014 mit dem Raum & Zeit Converter
schicken, um es zu veröffentlichen.
Während nun meine hochschwangere Frau Kersty hinter mir steht, schreibe ich die letzten
Zeilen auf, damit die Welt weiß, wer oder was die Dreibeiner sind, und wir in Zukunft
aufpassen sollten, dass sie nicht doch noch eines Tages kommen werden, und falls das so ist,
verschwinde ich mit Kersty, Melanie, Josephine, meiner Mutter und Julius in die andere
Realität zu den Vichots, die sich jetzt im Jahr 2099 befinden.

ENDE



Die Dreibeiner - Kerstys Zuflucht Nachwort

Nachdem ich das Buch beendet habe, bin ich zum größten Fan von Kersty Vichot / Cecilia
Boorman geworden, und es wäre mein größter Wunsch, die Darstellerin persönlich
kennenzulernen und mich mit ihr über mein Buch zu unterhalten. Ich hoffe dann, dass sie es
bis dahin auch gelesen hat.
Wenn ich zurückblicke auf das Jahr 1984 im Herbst, dort wo Cecilia (Kersty) mit den anderen
die Szenen auf dem ,,Vichot Hof “ gedreht hatten, da machte ich gerade eine Ausbildung zum
Zahntechniker.
Wenn ich heute, wie die Romanfigur, einen Raum & Zeit Converter hätte und außerdem auch
noch Millonär wäre, würde ich mit der englischen Übersetzung und einigen Millionen im
Gepäck in die Vergangenheit zum Drehort reisen und Cecilia und dem Drehbuchautor mein
Buch überreichen.
Nachdem sie es gelesen hätten und dann das Drehbuch zu meinem Buch geschrieben wäre,
würden die Dreharbeiten hier auf Teneriffa im Jahr 2014 in meinem Haus und dort 1984 auf
dem ,,Vichot Hof “ stattfinden.
Natürlich würden diese 13 Folgen erst 2015 im TV gesendet werden. Dieser Zeitpunkt muss
leider sein, weil man in der Zeitlinie ein Chaos anrichten würde, wenn man es 1985 schon
gesendet hätte.
Da ich ja heute weiß, dass die dritte Staffel damals aus Kostengründen nicht entstanden ist,
wäre ich auch da eingesprungen, um die restlichen Folgen zu finanzieren.
So wären alle glücklich und zufrieden, besonders die Fans.
Aber leider ist das alles nur eine Träumerei eines Fans, der für andere Tripodsfans dieses
Buch als eine Erweiterung der Dreibeiner geschrieben hat, zu 30 JAHRE TRIPODS.


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


So Mär 01, 2015 10:09 pm
Profil
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Benutzeravatar

Registriert: Di Jan 27, 2015 12:47 pm
Beiträge: 1294
Wohnort: Teneriffa
Beitrag Re: 236 | Fan-Fiction!
Neue Fortsetzung von Kater Karlos Tripod Buch:

Im wilden Gallop verschwanden die Gardistin zwischen den Bäumen. Kurz sah ich ihnen hinterher, bis die Gestallt vom Braun hinankletterte. Markus trug seine grüne Kleidung, die er zur Tarnung bei der Jagd verwendete, auf dem Rücken seinen Bogen und den Köcher voller Pfeile. "Euch kann man auch nicht mal eine Mission alleine machen lassen was?" Ich musste grinsen, obwohl mein Herz weiterhin vor Aufregung hämmert. "Schön dich du sehen, aber ich dachte du war test beim Versteck auf uns" "Hab ich auch, aber dann hab ich gedacht schau mal ob du nicht was jagen kannst. Hab dann gesehen das sich Gardisten im Wald rumtreiben. Da dachte ich mir schon das ihr in Schwierigkeiten steckt" Er warf einen Blick in die Richtung in die die Gardisten entschwunden waren. "Komm lass uns abhauen, die kommen sicher mit Verstärkung wieder"

Wir rannten tiefer in den Wald, verschwanden in seiner grünlichen Dunkelheit. Nach gut einer Stunde erreichten wir unser Ziel. Eine alte verlassene Waldhütte. Sie stammte noch aus der Zeit vor den Dreibeinern, war aber wohl noch längere Zeit danach genutzt worden. Da sie von weiten nicht zu erkennen war bot sie Schutz und war ein ideales Versteck. Wir hatten sie zufällig bei einem unserer Streifzüge entdeckt, wieder wohnlich hergerichtet. Unsere 5 kopfigen Gruppe lebte nun seid knapp einem Jahr hier. Markus war ebenfalls als freier Mensch aufgewachsen. Yvonne mit ihren inzwischen 16 und Konrad der 17 war, hatten sich uns angeschlossen. Sie waren zu jung um uns auf unseren Aktionen schon zu begleiten, obwohl beide heftig dagegen protestierten. Aber es hatte sich auch noch keine Gelegenheit gefunden die beiden in die weissen Berge zu bringen. Alleine wollten wir sie nicht los schicken, wir selber hatten noch zutun, die Zentrale hatte bisher nicht niemanden schicken können um sie zu geleiten. So hatten wir ihnen Aufgaben zugewiesen. Yvonne mit ihrer schönen Handschrift fertigte unsere Flyer an, die in Ermangelung einer Druckerpresse ja einzeln hergestellt werden mussten, Konrad patroulierte in der Nähe der Hütte um ungeplanten Besuch frühzeitig zu melden. Wir älteren gingen des Nachts auf Tour. Aber immer nur 2 von uns um damit im schlimmsten Fall unsere beiden nicht allein zurück blieben. Die Woche über verteilten wir unser Material, schrieben auf Hauswände und stahlen Lebensmittel und Geld. Das Wochenende ruhten wir uns aus, halfen Yvonne beim schreiben, hielten Kontakt zur Zentrale. Dies erfolgte mittels Brieftauben die natürlich nicht bis in die freien Berge flogen.

Aber es gab quer übers Land verteilt Kontaktpersonen die die Tauben an flogen und die dann ihrerseits die Nachricht weiter leiteten. So konnten auch wir Nachrichten erhalten, das dauerte aber oft Wochen und wurde nur wenn dringend Nötig gemacht. Denn das Risiko sich dadurch zu enttarnen bestand, wenn die Nachrichten selber auch durch eine Geheimsprache verschlüsselt waren. So erhielten wir ca alle 3 Monate Nachricht und schickten selber ein Lebenszeichnen bzw einen Bericht zurück. Aber wir waren letztlich auf uns gestellt.


Mo Mär 02, 2015 5:35 pm
Profil
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Benutzeravatar

Registriert: Di Jan 27, 2015 12:47 pm
Beiträge: 1294
Wohnort: Teneriffa
Beitrag Re: 236 | Fan-Fiction!
Neue Fortsetzung von Kater Karlos Tripod Buch:

Aus den Erinnerungen meines Großvaters sowie andere Zeitzeugen und erhalten gebliebenen Berichten. Der Angriff begann in den frühen Morgenstunden . Aus dem All wurden Flughäfen , Fabriken und zahlreiche militärischen Einrichtungen unter Beschuss genommen. Ca 70% der Flugzeuge wurde bereits am Boden zerstört. Die NATO meldete 30000 Toten am ersten Tag. Auch in der Sowjetunion und anderen Staaten des Warschauer Paktes gab es massive Angriffe. Über das Ausmass der Schade liegen keine Details vor da das Politbüro eine Nachrichtensperre verhängt hat. Bundeskanzler Schmidt verliess Bonn gegen 8 Uhr nachdem zuvor höchste Alarmstufe aus gegen wurde. Die Spitzen von Bundestag und Bundesrat bezogen gegen Mittag ihren Sitz im Eifelbunker bei Ahaus. Der Verkehr auf Deutschlands Strassen ist völlig zusammengebrochen, trotz der Aufforderung der Bevölkerung nicht unaufgefordert zu fliehen. Notstandmassnahmen auch in den USA.Die Behörden sind bemüht eine Massenflucht aus den größeren Städten zu verhindern. Washington, New York, Denver sowie weitere Städte stehen unter fortgesetzten Beschuss aus dem All. Rote Drei einer sind an der Ostküste gelandet. Nach dem Tod von Präsident Reagan würde in den Nachmittagsstunden Bush in der Air Force One
vereidigt. Die Nationalgarde ist Bodenkämpfe mit Gruppen von Menschen verwickelt die die Invasion als Befreiung der Menschheit ansehen.


...jener Bericht schoss mir durch den Kopf als wir müde und erschöpft die Hütte erreichten. Der Rest der Gruppe erwartete uns bereits mit besorgten Gesichtern. In der Nähe der Hütte gab es eine kleine Quelle die uns nun Abkühlung verschaffte bevor wir uns gemeinsam zum essen an den Tisch setzten. Unsere Gespräche drehten sich natürlich um die gefährliche Situation in die wir heute geraten waren. Das wir uns in den nächsten Tagen verborgen halten müssten, darin waren wir uns einig. Aber dann? Konrad und Nadine wollten unsere Aktionen nach ein paar Wochen fortsetzen, Markus und Yvonne hielten die Gegend inzwischen für zu unsicher. Als Ältesten lag es nun an mir eine Entscheidung zu treffen. Nach einigen Nachdenken war mir klar das das Risiko zu gross geworden war. Wir würden in die weissen Berge gehen, Konrad und Yvonne in Sicherheit bringen und weitere Anweisungen erhalten. Meine Entscheidung stieß nicht grade auf Begeisterung, aber wurde letztlich doch akzeptiert. Wir schicken eine Brieftaube los, ruhten uns die Nacht über aus und brachen noch im Norgengrauen auf.


Mi Mär 04, 2015 9:40 pm
Profil
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Benutzeravatar

Registriert: Di Jan 27, 2015 12:47 pm
Beiträge: 1294
Wohnort: Teneriffa
Beitrag Re: 236 | Fan-Fiction!
Neue Fortsetzung von Kater Karlos Tripod Buch:

9 Uhr 30 : Sender Sendung des ZDF Auch am zweiten Tag gehen weltweit die Angriffe der Invasoren weiter. Die massiven Schäden haben teilweise die Kommunikationsnetze verstört. In weiten Teilen der Bundesrepublik ist der Strom ausgefallen. Berlin, Hamburg sowie München stehen weiter unter Beschuss. Ebenso Wiesbaden...Stuttgart...Mainz.... 10 Uhr 20: Rom Papst Johannes senkte den Blick als er die Menschemasse auf dem Petersplatz sah. Nein er würde Rom nicht verlasen, so sehr seine Kardinäle auch drängten. Der Himmel färbte sich rot im Schein der Flammen die Überfall loberten. Er griff zum Lautsprecher und sprach zu der Menschenmenge... "der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln... 10 Uhr 50: Oberkommando der Streitkräfte der USA Cheyene Mountains. Vor einer halben Stunde hatten sich automatisch die Stahltüren geschlossen und die unterirdische Bunkeranlage von der Außenwelt abgeschlossen. Oft hatten sie diesen Fall geübt. Aber nie gedacht das er eintreten würde. Es waren auch keine Russen die oben Amerika in Schutt und Asche legten, es war ein Feind,hoch im Weltall, unerreichbar. Offizier Stevenson starrte auf den Bildschirm der im Minutentakt neue Angriffe meldete.


über 2000 Energiebüngel hatte das riesige Raumschiff alleine heute schon abgefeuert.
Immer mehr dieser dreibeinigen Kampfmaschinen tauchten wie aus dem Nichts auf.
Stevenson dachte an seine kleine Tochter und seine Frau in Washington.
Tränen liefen über sein Gesicht
11 Uhr :Regierungbunker bei Ahaus

Das Notstandkabinett sass an einen langen Tisch versammelt. Verteidigungsminister Apel redet auf den Kanzler ein. "Es gibt immer mehr dieser sogenannten Geweihten. Sie feiern die Invasoren wie Götter. Behindern unsere Einsätze, verüben Anschläge. Wir müssen sie internieren oder wenn nötig bei Sichtung erschiessen!

Innenminister Braun erhöht sich reflexhaft von Tisch

"Lager? Erschiessen? Das sind doch Nazimethoden? Wir haben offiziell noch nichtmal den Verteidungsfall...." Apel schnitt ihm das Wort ab..."Glauben sie ernsthaft der Bundestag kann noch zusammentreten? Oder das Verfassungsgericht? Zu Bundespräsident Carstens ist kein Kontakt möglich, vermutlich lebt er nicht mehr. Wir müssen nun eine Entscheidung treffen"

Schmidt zog an seiner Zigarette....

11 Uhr 40 irgendwo in der Steppe der Mongolei

Staunend sahen die Kinder hoch zu den riesigen metalischen Wesen die sich am Horizont auf sie zubewegten. Eine alte Frau schrie..

12 Uhr : London Ansprache der Premierministerin

Meine Landsleute wie einst mein Vorgänger Churchill stehe ich nun vor ihnen. Unsere Freiheit ist bedroht. Die Angriffe auf unsere Städte gehen weiter und es liegen uns Meldungen vor das Kampfmaschinen die Kanalküste überschreiten. Seine sie standhaft und verlieren sie nicht den Mut in dieser Stunde.

12 Uhr 20 irgendwo in Sibirien.

Panzerkommandant Iwan Toptenow schaute grimmig auf das rauchende Wrack eines dieser roten Monster. 9 Panzer hatte es zerstört, einfach verdampft mit der ganzen Besatzung,aber nun war dieser Bastard auch vernichtet. Leider rückten schon 3 weitere an. Rückzug die Stellung war nicht zu halten

12 Uhr 45 : ein Vorort von Los Angeles

Die kleine Lynn weinte bitterlich. Irgendwas Stimme nicht. Miami versuchte schon seid Stunden Papi auf der Arbeit zu erreichen. Aber kam nie durch. Mami sie vors Fernsehen gesetzt....aber die Seamstrasse kam nicht. Statt dessen wurde nur immer die Fahne des Landes gezeigt und eine Stimme wiederholte..."Das
Die kleine Lynn weinte bitterlich. Irgendwas Stimme nicht. Miami versuchte schon seid Stunden Papi auf der Arbeit zu erreichen. Aber kam nie durch. Mami sie vors Fernsehen gesetzt....aber die Seamstrasse kam nicht. Statt dessen wurde nur immer die Fahne des Landes gezeigt und eine Stimme wiederholte..."Das Fernsehprogramm wurde auf Gesuch der Regierung eingestellt. Dies ist ein nationaler Notfall...

13 Uhr Wien Erklärung der internationale Atomenergiebehörde

Gegen 11 Uhr kam es heute aufgrund von Beschädigungen die durch die Angriffe der Invasoren herbeigeführt wurden zu Kühlproblemen im Reaktor Eins des schwedischen AKWs Forsmark. Die schwedische Regierung ordnet zur Stunde Evakuierungen im 10 km Umfeld der Anlage an. Die Atomenergiebehörde unterstützt die europaweite Schnallabschaltung aller Anlagen weisst aber darauf hin das dies die Energieengpässe noch verschlimmern wird.

13 Uhr 15 Kneipe in Köln

Der Wirt stellte die Ouzoflasche auf die Theke

"Hier geht aufs Haus. Könnte der letzte ein also geniesst ihn"

14 Uhr aus einer in über 100 Staaten der Erde veröffentlichen Erklärung.

Wir die Geweihten Menschen rufen euch auf euren Kampf einzustellen. Lasst uns gemeinsam mit unseren Herren eine neue bessere Welt schaffen.

Heil den Dreibeinern


Do Mär 05, 2015 12:05 am
Profil
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Ich bin auf dem Weg in die goldene Stadt
Benutzeravatar

Registriert: Di Jan 27, 2015 12:47 pm
Beiträge: 1294
Wohnort: Teneriffa
Beitrag Re: 236 | Fan-Fiction!
Neue Fortsetzung von Kater Karlos Tripod Buch:

14 Uhr 20 Moskau unterirdisches Büro des Politbüros.

Breschnew starrte auf den Zettel auf seinem Schreibtisch.Jene Weisung in der er den Einsatz von taktischen Atomwaffen in Sibirien genehmigte. Das letzte Mittel um den scheinbar unaufhaltsamen Vorstoss der Maschinen zu stoppen.

Eine Pfütze dicken Blutes quoll über das Papier. Das Messer wurde mit einem Ruck aus seine Brust zurückgezogen, gefolgt von kräftigen roten Spritzern. Breschnew starrte seinen Büroleiter an, seinem Vertrauten so vieler Jahre. Dann sah er auf dessen kahlen Schädel dieses Drahtgeflecht...er versuchte zu sprechen, aber es kam nur blutiger Schaum.

"Du wirst sie nicht aufhalten" war das letzte was er hörte


Do Mär 05, 2015 11:24 pm
Profil
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Auf das Thema antworten   [ 38 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3  Nächste

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group.
Designed by STSoftware.
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de